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Die globale Deloitte CPO-Umfrage 2017

Wachstum: Kosten und digitaler Imperativ

In einem unsicheren Marktumfeld sind die Wachstumsambitionen gross, und das Tempo der Veränderung und die zunehmende Unsicherheit erfordern erhöhte finanzielle Ressourcen. Die von Finanzleitern implementierten Defensivstrategien verlangen neben einer verstärkten Fokussierung auf die Risiken aus dem Beschaffungswesen eine zügige und nachhaltige Kostenreduktion. Wir sind uns mittlerweile sicher, dass das traditionelle Beschaffungsbetriebsmodell verändert werden muss. Gründe dafür sind ein Talentemangel sowie die um sich greifende digitale Innovation.

Wie immer behandelt der Bericht den aktuellen Stand der Themen und Herausforderungen, denen sich die Beschaffungsfunktion gegenüber sieht. Dazu zählen unter anderem Marktdynamik, Wertschöpfung, Zusammenarbeit, digitale Beschaffung und vor allem Talente.

Übersicht

Der diesjährige Bericht behandelt vier zentrale Themen und zeigt eine Reihe klarer inkrementeller und exponentieller Massnahmen für Beschaffungsleiter (CPO) auf.

  • Aufgabe von CPO ist es, in unsicheren Zeiten durch laufende Kostenkontrolle die Sicherung von Liquiditätsvorteilen das Wachstum ihrer Unternehmen zu unterstützen. Hierzu müssen sie in hohem Masse interne Unterstützung nutzen, um Möglichkeiten der Zusammenarbeit, der digitalen Erneuerung und der Talentbeschaffung aufzubauen.
  • Zusammenarbeit: Längerfristige Werthebel in Form von Kooperation mit Zulieferern und Neustrukturierung von Geschäftsbeziehungen verharren auf niedrigem Niveau. Obwohl Geschäftspartnerschaften funktionieren, klafft eine Lücke zwischen den Zielen der CPO und der Realität. Grund ist der Mangel an Führungskompetenz, die notwendig wäre, um diese Lücke zu schliessen.
  • Talent: Trotz des erhöhten Bedarfs an Führungskompetenz und digitalen Kenntnissen wird kaum mehr Geld ausgegeben, um die Kompetenzanforderungen besser zu erfüllen oder die Talentlücke zu schliessen. Während die Automatisierungstechnologie verbessert wird, können die Fähigkeiten und Kompetenzen der Vergangenheit den Anforderungen der Zukunft nicht gerecht werden. Die Unternehmen müssen daher Beschaffungsleiter der nächsten Generation gewinnen und entwickeln, die diese Herausforderungen innovativ, energisch und mit digitaler Kompetenz angehen.
  • Digitale Kompetenz: Drei Viertel der Befragten sind der Meinung, dass die Beschaffung einen zunehmenden Anteil an der Digitalisierung haben wird. Beschaffungsleiter sind bestrebt, wichtige Daten- und Kompetenzbarrieren zu überwinden, um den Wirkungsgrad sowohl ihrer operativen Kernsysteme als auch ihrer neuen digitalen und analytischen Fähigkeiten zu optimieren.
The Deloitte Global CPO Survey 2017

Wichtigste Ergebnisse

  • Von den befragten Beschaffungsleitern streben 79 % hauptsächlich Kostensenkungen an, während 48 % den Cashflow stärken wollen
  • Nahezu sechs von zehn Befragten betrachten das Risikomanagement als Priorität
  • 52 % der befragten Einkaufsleiter legen ihr Hauptaugenmerk auf neue Produkte und Dienstleistungen und auf die Marktentwicklung
  • 75 % der befragten Beschaffungsleiter sind der Meinung, dass Änderungen im Beschaffungswesen von der Unternehmensleitung unterstützt werden
  • Die Mehrheit der befragten CPO sieht ihre aktuelle Effektivität in Sachen Business Partnering bei unter 70 %. Für die Zukunft angestrebt wird allerdings eine Effektivität von über 90 %. 60 % der CPO glauben nicht, dass ihre Teams über die Fähigkeiten verfügen, ihre Beschaffungsstrategie umzusetzen.
  • 25 % der CPO wenden weniger als 1 % ihres Budgets für Schulungsmassnahmen auf.
  • Drei Viertel der CPO glauben, dass die Rolle des Beschaffungswesens bei der Umsetzung einer digitalen Strategie in Zukunft wichtiger werden wird
  • 65 % der Beschaffungsleiter sind der Meinung, dass Analysen die stärksten Auswirkungen haben werden

Aus dem Bericht

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