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Power Up Swiss Start-ups

Was braucht die Schweiz für eine global wettbewerbsfähige Start-up-Szene?

Obwohl das Gründen von Unternehmen in der Schweizer DNA liegt, hinkt der Start-up-Markt hierzulande im Vergleich zu vielen anderen Nationen hinterher. In dieser Mini-Podcast-Serie stellen wir ausgewählte Jungunternehmen vor, die mit ihren Ideen und Innovationen die Schweiz vorantreiben. Daniel Laude spricht mit Entrepreneuren und Experten über ihre Gründungsgeschichte, die Schweizer Start-up-Szene und den Gründungsstandort Schweiz. Wie können die Rahmenbedingungen für Start-ups hierzulande verbessert werden und was sollten Jungunternehmer auf ihrem Weg beachten?

Episode 10: Venture Capital – Ein Einblick in die Finanzierung von Start-ups (auf Englisch)

Venture Capital – auf Deutsch Risiko- oder Wagniskapital – beschreibt die finanzielle Beteiligung an Jungunternehmen. Wie wählen Risikokapitalfonds die Start-ups aus, in die sie investieren? Und wie steht es um den Venture-Capital-Markt in der Schweiz?

Michael Sidler, Mitgründer und Partner des Seed- und Early-Stage-Investmentfonds Redalpine, ist Experte, wenn es um diese Fragen geht. Redalpine fokussiert sich auf Start-ups mit skalierbaren Geschäftsmodellen, prüft mehr als 3'000 Businesspläne pro Jahr und hat bis heute in mehr als siebzig Jungunternehmen investiert.

In dieser Folge schildert Michael seinen Weg in die Welt des Venture Capitals, seine Sicht der Standortfaktoren in der Schweiz und welche Parallelen es zwischen dem Aufbau von Start-ups und seinem Hobby der Gartenarbeit gibt.

Es ist die heilige Pflicht eines jeden Unternehmers, die besten Bedingungen und den besten Standort für seine Gründungsidee zu finden.

Episode 9: Der Drei-Punkte-Plan – Was Karim Maizar vorschlägt, um die Rahmenbedingungen für Start-ups zu verbessern (auf Englisch)

Der Weg von Karim Maizar in die Start-up-Welt war recht unkonventionell. Nach seinem Jurastudium an der Universität Zürich spezialisierte er sich als Rechtsanwalt auf Jungunternehmen und Risikokapital. Dies sei vor zehn Jahren sicherlich ungewöhnlich gewesen, sagt er selbst.

Heute ist Karim nicht nur Anwalt von Gründern und Risikokapitalgebern bei Kellerhals Carrard, sondern auch Vorstandsmitglied von SWESA, der Swiss Entrepreneur and Start-up Association. In dieser Funktion arbeitet er mit Parlamentariern zusammen, um die Rahmenbedingungen für Start-ups in der Schweiz zu verbessern.

Daniel spricht mit Karim darüber, warum er sich auf Start-ups spezialisiert hat und was er vorschlägt, um den Zugang zu Risikokapital, die Verfügbarkeit von Fachkräften und die Start-up-Kultur zu verbessern.

Die F&E-Ausgaben etablierter Unternehmen nehmen ab. Daher stellt sich die Frage, woher Innovationen in Zukunft kommen werden. Hier zeigt sich die grosse und ständig wachsende Bedeutung von Start-ups.

Episode 8: Die Perspektive eines Mehrfachgründers - Wie Boris Manhart fünf Unternehmen inklusive eines Unicorns mitgegründet hat (auf Englisch)

Viele von uns kennen jemanden, der ein Unternehmen gegründet hat. Aber Entrepreneure, die mehr als ein oder zwei Start-ups ins Leben gerufen haben, sind selten. Das Gleiche gilt für Gründer von Unicorns.

Boris Manhart gehört zu diesen Leuten: Er hat in den letzten 25 Jahren fünf Unternehmen mitbegründet, darunter die Personal Finance App «Numbrs», die mittlerweile zum Unicorn geworden ist. In diesem Jahr hat Boris die Seiten gewechselt und berät nun Start-ups, wie sie erfolgreich skalieren können.

In dieser Folge erklärt Boris, wie er zu seinem ersten Start-up kam, mit welchen Herausforderungen er bei der Gründung seiner Unternehmen konfrontiert war und was die Schweiz verbessern sollte, um mehr Unicorns hervorzubringen.

Ehrlich gesagt, glaube ich nicht, dass ‘think big’ für jeden Gründer die richtige Strategie ist. Man kann auch einfach ein lokales Fahrradgeschäft gründen, wenn das die eigene Leidenschaft ist. Dann schafft man ebenfalls einen Mehrwert, vielleicht sogar Arbeitsplätze – und ist glücklich.

Episode 7: Zirkularität und verantwortungsvolle Beschaffung in der Uhrenindustrie - Wie ID Watch eine der traditionsreichsten Branchen verändern möchte (auf Englisch)

Viele Unternehmen versuchen, ihr bestehendes Produktangebot nachhaltiger und ökologischer zu gestalten. Aber nur wenige richten ihre Produktentwicklung vollkommen und von Anfang an auf die Kreislaufwirtschaft und verantwortungsvolle Beschaffung aus.

Ein Beispiel für einen solchen Ansatz in der Uhrenindustrie stellt ID Watch dar. Die Gründer Nicolas Freudiger und Cédric Mulhauser haben Luxusuhren entwickelt, die aus hochwertigem, recyceltem Edelstahl, wiederverwendeten Uhrwerken und Armbändern aus pflanzlichem Kompost bestehen.

In dieser Folge erzählen Nicolas und Cédric ihre Gründungsgeschichte und wie sie eine der traditionsreichsten Branchen der Schweiz verändern möchten.

Ich würde mir wünschen, dass mehr Start-up-Wettbewerbe auch für Uhrenunternehmen und Uhrenkonzepte ausgeschrieben werden. Die grossen Luxuskonzerne sollten dies fördern.

Episode 6: Der Sprung über den grossen Teich - Was die Schweizer Start-up-Szene vom Silicon Valley lernen kann (auf Englisch)

Mit dem eigenen Start-up den Schritt ins Ausland zu gehen – zum Beispiel ins Silicon Valley – kann für Gründer eines der ultimativen Ziele sein. Der Sprung über den grossen Teich ist jedoch ein Unterfangen, das gut vorbereitet sein will und viele Herausforderungen mit sich bringt.

Um Gründer bei diesem Schritt zu unterstützen, hat Arijana Walcott mit DART Labs einen Accelerator ins Leben gerufen, der die Schweiz und die USA miteinander verbindet. Arijana hilft Schweizer Technologie-Start-ups, ihre Ideen und Geschäftsmodelle im Silicon Valley zu testen.

Daniel spricht mit Arijana über ihren Weg in die Start-up-Welt, ihre Sicht auf die Gründerszene in der Schweiz und was es bedeutet, Start-ups von hier ins Silicon Valley zu bringen.

Schweizer Start-ups werden öfter zu Features (Beiwerk) als zu richtigen Unternehmen. Deshalb fragen wir uns, wenn wir einen Pitch hören: Wird das ein Feature für jemand anderen oder hat es das Potenzial, zu einem Unternehmen zu werden?

Episode 5: Ein neuer Ansatz zur Bekämpfung von Krebs - TOLREMO versucht das Problem der Medikamentenresistenz in der Krebstherapie zu lösen (auf Englisch)

Resistenzen gegen Krebsmedikamente sind ein wichtiger Faktor, der Patienten davon abhält, die Krankheit zu überleben: Während Tumore zu Beginn einer Therapie in der Regel schrumpfen, sprechen manche von ihnen mit der Zeit nicht mehr auf die Medikamente an und beginnen wieder zu wachsen. Dann wird den Patienten ein zweites Krebsmedikament verabreicht, so dass der Prozess erneut beginnt und sie am Ende möglicherweise erneut resistent werden.

TOLREMO versucht, diesen Kreislauf zu durchbrechen und hat einen neuen Ansatz entwickelt, um das Problem der Medikamentenresistenz in der Krebstherapie zu lösen. Stefanie Flückiger hat die wissenschaftlichen Mechanismen dieses Ansatzes in ihrer Doktorarbeit entdeckt und daraufhin TOLREMO im Jahr 2017 als Spin-off der ETH Zürich gegründet.

In dieser Folge erklärt Stefanie, wie sie auf die Idee zu TOLREMO kam, welche Rolle Medikamentenresistenzen in der Krebstherapie spielen und wie sie eines der führenden Biotech-Start-ups in der Schweiz aufgebaut hat.

Die Schweiz ist ein perfekter Ort, um ein Unternehmen zu gründen, jedoch ab einem gewissen Wachstum fehlt es für grössere Finanzierungsrunden an starken, finanzkräftigen Schweizer VC-Fonds.

Episode 4: Impact mit aromatischem Geschmack – Wie Koa das Geschäft mit Kakaofrüchten innoviert

Kakao ist nicht nur eine Zutat für (heisse) Schokolade, sondern kann auch auf viele andere Arten in der Gastronomie und Industrie verwendet werden. Der Anbau und die Verarbeitung der Kakaofrucht in Ländern wie Ghana hat sich in den letzten 300 Jahren kaum verändert.

Koa hat diesen Produktionsprozess mit Hilfe der Erfahrung und des Wissens der Mitbegründer Anian Schreiber und Benjamin Kuschnik im Bereich der Solarenergie innoviert. Ihr Ansatz reduziert den Food Waste um 40 Prozent, schafft neue Arbeitsplätze im ländlichen Ghana und erhöht das Einkommen der Bauern.

Daniel fragt Anian und Benjamin unter anderem, was es heisst, ein sogenanntes Purpose-driven Business wie Koa zu gründen, was das Innovative an ihrer Art der Kakaoverarbeitung ist und wie sie den Gründungsstandort Schweiz sehen.

Was wir damals vor vier, fünf Jahren schon sehr stark gepusht haben [...] und was von Investoren mittlerweile auch begriffen wird, ist, dass CSR oder Sustainability nicht nur ein "nice to have" ist, sondern den Kern eines Geschäftsmodells bildet.

Episode 3: Schweiz versus Israel – Wie steht es um Unternehmensgründungen in den beiden Ländern? (auf Englisch)

Die Schweizer Start-up-Szene steckt im Vergleich zum israelischen Ökosystem noch in den Kinderschuhen – vor allem was die Finanzierung angeht, sagt Cédric Bollag. Er verfügt über ein grosses Netzwerk an Gründern und Risikokapitalgebern in beiden Ländern und hat über 300 Unternehmer und Investoren in seiner Start-up-Show auf YouTube portraitiert.

Ausserdem hat Cédric auch ein eigenes Unternehmen namens Curated gegründet, einen Online-Videokanal, auf dem er seine Interviews veröffentlicht. Daniel fragt Cédric, wie er in die Start-up-Welt gekommen ist, wie er die Rahmenbedingungen für Unternehmensgründungen in der Schweiz einschätzt und was die Start-up-Szene hierzulande von ihrem Pendant in Israel lernen kann.

In den USA und in Israel geht es um alles oder nichts. Viele VCs [Risikokapitalgeber] stellen lieber einen Scheck über eine Million aus und wollen nach sechs Monaten wissen, dass aus der Idee doch nichts wird, anstatt lange abzuwarten, ob sie erfolgreich ist oder nicht.

Episode 2: Vertical Farming – Liegt die Zukunft der Landwirtschaft in der Stadt?

Beim Vertical Farming geht es um den Anbau von landwirtschaftlichen Frischprodukten in grossen, mehrstöckigen Gebäuden. Dies geschieht meist in der Stadt oder in stadtnahen Gebieten. Vertical Farming strebt eine nachhaltigere, effizientere und gesündere Lebensmittelproduktion an.

Eines der ersten und führenden Schweizer Start-ups in diesem Bereich ist YASAI. Michael Grampp, Leiter der Forschungsabteilung von Deloitte, hat Anfang 2021 den Gründer und CEO von YASAI, Mark Zahran, interviewt. Im Gespräch geht es um die Gründungsgeschichte von YASAI, das Geschäftsmodell und was Vertical Farming mit Architektur zu tun hat.

Vertical Farming wird die Art und Weise, wie wir uns im 21. Jahrhundert ernähren, revolutionieren.

Episode 1: Nutzfahrzeuge elektrifizieren – Wie 4QT den Mobilitätsmarkt revolutionieren möchte

Die Mobilität gehört zu den Hauptverursachern von CO2-Emissionen. Während sich die öffentliche Debatte meist auf den Personenverkehr zu konzentrieren scheint, spielen auch Nutzfahrzeuge in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle.

Um die Emissionen im Nutzfahrzeugbereich zu senken, kombiniert das Start-up 4QT die Vorteile von Elektromotoren und traditionellen Verbrennungsmotoren, indem es beide Antriebssysteme zusammen verbaut. Die Vier-Quadranten-Getriebetechnologie von 4QT soll durch das optimale Übersetzungsverhältnis für maximale Effizienz und einen minimalen CO2-Ausstoss beim Fahren sorgen.

Daniel hat mit Marc Vetter, Gründer und CEO von 4QT, darüber gesprochen, wie er auf die Idee für sein Unternehmen gekommen ist, wie er die Start-up-Szene in der Schweiz sieht und welche Tipps er Gründungsinteressierten mit auf den Weg gibt.

Was würdest du tun, wenn du eine Technologie hast, die 30 Prozent der Emissionen reduzieren kann – entweder im Retrofit oder schon sofort ab Werk?

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