Posted: 08 May. 2020

Der Kreativität im Remote Working sind keine Grenzen gesetzt. 

Thomas, Partner im Bereich Audit & Assurance, berichtet über die "Agile Working Challenge" in seinem Team sowie die aktuelle Arbeitssituation im Remote Working.

Hallo, mein Name ist Thomas und ich bin 2005 als Senior Manager bei Deloitte eingestiegen. Seit 2008 bin ich Partner im Bereich Audit & Assurance. Derzeit leite ich die deutschlandweite Prüfung von Private Equity Portfolio Companies.
Zu meinem Team in Frankfurt zählen 25 Mitarbeiter. Wie wir im Team mit der aktuellen Arbeitssituation umgehen und was sich hinter der von uns initiierten „Agile Working Challenge“ verbirgt, berichte ich euch gerne jetzt.

Die KollegInnen in meinem Team haben mir viele lustige und kreative Beiträge gesendet und die Agile Working Challenge oft mit ihrer persönlichen Situation verknüpft.

Was ist der Hintergrund der Agile Working Challenge?
Die Idee zur Challenge, dass jeder im Team ein Foto von seinem derzeitigen Arbeitsplatz macht, ist während einer unserer wöchentlichen Zoom-Team-Calls auf meine Frage, wie die KollegInnen aktuell von zuhause arbeiten und mit der neuen Situation zurechtkommen, entstanden. In kürzester Zeit habe ich von allen im Team Bilder zugeschickt bekommen, die gezeigt haben, dass der Kreativität im Remote Working keine Grenzen gesetzt sind. Aufgrund der positiven Resonanz hat die Agile Working Challenge dann selbst ihren Lauf genommen und wurde nicht nur auf den gesamten Bereich Audit Industry in Frankfurt ausgeweitet, sondern auch an alle Partner und Direktoren weltweit kommuniziert. Es freut mich sehr, dass wir trotz der momentanen herausfordernden Zeit unter COVID-19 vielen mit unserer Agile Working Challenge ein kleines Lächeln ins Gesicht zaubern konnten.

Welche Story hat dich am meisten zum Lächeln gebracht?
Die KollegInnen in meinem Team haben mir viele lustige und kreative Beiträge gesendet und die Agile Working Challenge oft mit ihrer persönlichen Situation verknüpft – das hat mir besonders gut gefallen. So hat sich ein Kollege beispielsweise beim Arbeiten im Hühnerstall gezeigt, da seine Familie eine Hühner-Farm besitzt. Eine andere Kollegin, die sich gerade in der Vorbereitung zum Wirtschaftsprüferexamen befindet, hat sich hinter einem riesen Bücherstapel fotografiert. Wie es aktuell als Elternteil ist, Kinderbetreuung und Remote Working unter einen Hut zu bringen, vermittelt das Bild eines Kollegen, das ihn mit Laptop auf der Terrasse zeigt während sein kleiner Sohn spielend im Sandkasten sitzt. Auf diese Weise haben die vielen Beiträge im Rahmen der Challenge auch einen kleinen Einblick in das Privatleben der KollegInnen geben können.

Wie sieht Remote Working bei dir selbst aus?
Wir im Team haben schon immer sehr „agile“ gearbeitet. Telefonkonferenzen am Morgen habe ich auch vorher meist von zuhause aus geführt, sodass ich meine Kinder vor der Arbeit noch zur Schule bringen kann. Der Unterschied aktuell ist, dass ich vormittags nicht mehr komplett ungestört in den eigenen vier Wänden arbeiten kann, da meine drei Söhne für einen entsprechenden Lärmpegel und viel Action sorgen. Meine erste Maßnahme war es daher, einen Boxsack im Keller aufzuhängen, sodass die Jungs hier ihre Energie rauslassen können und ich Ruhe zum Arbeiten im Wohnzimmer finde. Bei Zoom-Meetings mit Mandaten laufen immer mal wieder Kinder durch das Bild oder es sind Stimmen von Mitbewohnern zu hören, was zeigt, dass es in dieser Situation allen etwas gleich geht.

Wie klappt das Remote Working bei euch im Team bislang? Was sind die größten Challenges, was die größten Zugewinne?
Ich bin überrascht, wie gut sich alle auf die neue Situation eingestellt haben. Die erfahreneren KollegInnen nehmen ihre Rolle als Coach sehr ernst und sorgen dafür, dass jeder mitgenommen wird. Neben unseren Team-Calls haben wir auch ein wöchentliches Feierabend-Meeting, den sogenannten „Aperol-Call“, über Zoom eingeführt, damit jeder der Zeit und Lust hat, sich auch mal über andere Themen unterhalten kann. Das Besondere daran ist, dass sich das Team für jede Woche ein Spiel überlegt, das gemeinsam gespielt wird. Das macht wirklich immer eine Menge Spaß und bringt uns als Team näher zusammen, selbst wenn wir uns dabei nicht live sehen.

Das Feedback meiner MitarbeiterInnen ist auch, dass sie aufgrund der aktuellen Situation, in der persönliche Kontakte sehr eingeschränkt sind, genau wissen, warum sie ihren Beruf gewählt haben. Die Interaktion im Team und mit Mandanten ist allen sehr wichtig, stellt sie aber trotz aller technischer Unterstützung vor eine Herausforderung, da man sein Gegenüber nicht live ansehen kann und es so für sie schwieriger ist, neue Mandanten wirklich kennenzulernen.

Zugewinne sind die Nutzung digitaler Möglichkeiten, die sich von einer Option zu einem Zwang entwickelt haben, wodurch wir z.B. weniger reisen. „Deloitte Connect“, ein Sharepoint auf dem wir unsere Daten mit Mandanten austauschen können, oder die digitale Prüfungssoftware werden auch künftig verstärkt zum Einsatz kommen.

Was sind deine persönlichen Tipps für erfolgreiches Remote Working?
Aus meiner Sicht ist ein strukturierter Tagesablauf mit geregelten Arbeitszeiten wichtig, um motiviert zu bleiben. Entscheidend ist auch, dass der Austausch mit den KollegInnen weiterhin gelebt wird. Auch wenn wir derzeit alleine zuhause arbeiten, sollten wir regelmäßig zum Hörer greifen und uns gegenseitig anrufen, z.B. um frühzeitig Fragen zu klären oder auch um einfach nur zu Quatschen.

Ganz ehrlich: Den ganzen Tag Jogginghose oder nicht?
Generell habe ich schon immer viel Sport gemacht, aber so viel Sport wie in diesem April habe ich noch nie gemacht. Der positive Effekt ist, dass das Remote Working uns mehr Flexibilität bietet, da bspw. Fahrzeiten wegfallen, die ich gerne zum Rennradfahren oder Laufen nutze. Aber fürs Arbeiten ziehe ich mich schon adäquat an. Im April hat mein 17 Jahre alter Sohn mir die Haare geschnitten. Daher war ich auch immer passend für Videokonferenzen präpariert. :)

Jobs im Bereich Audit & Assurance

Mit nur einem Klick zu allen Stellenvakanzen im Bereich Audit & Assurance.

Dein Talent Team

Wir helfen dir gerne weiter

Jennifer Koschel

Jennifer Koschel

Senior Employer Branding

Jennifer ist seit 2019 Teil des Teams Employer Branding & Personalmarketing bei Deloitte Deutschland. Dort verantwortet sie in erster Linie Employer Branding Kampagnen für verschiedene Businesses und Zielgruppen.

Sven Schulz

Sven Schulz

Employer Branding Manager

Sven ist seit 2018 im Team Employer Branding & Personalmarketing bei Deloitte Deutschland tätig. Dort verantwortet er unter anderem Employer Branding Kampagnen mit Fokus auf berufserfahrene Talente.  Im Deloitte Karriere Blog berichtet Sven über aktuelle Karrierethemen und relevante Business Entwicklungen, die Karrieremöglichkeiten für die unterschiedlichsten Profile bereithalten.