Posted: 21 Oct. 2021

Ich möchte junge Beraterinnen dazu ermutigen, sich nicht unter Wert zu verkaufen, auch mal etwas einzufordern und selbstbewusst zu sich zu stehen – denn für eine starke Wirtschaft braucht es starke Frauen!

Isabelle, Consultant im Human Capital Bereich, engagiert sich für mehr Weiblichkeit und Inklusion in der Wirtschaft, u.a. durch ihre Teilnahme am „Miss Germany“-Wettbewerb.

Hallo, mein Name ist Isabelle und meine Reise bei Deloitte ist 2018 als Praktikantin gestartet. Mittlerweile bin ich als Consultant im Human Capital Team, im Consulting Bereich tätig.
Gleichberechtigung und Inklusion sind Themen, die mir sehr am Herzen liegen. Dafür engagiere ich mich in diversen Programmen innerhalb und außerhalb von Deloitte, bin Aktivistin und nutze nun auch die Plattform des „Miss Germany“-Wettbewerbs, um noch mehr Menschen mit meinen Themen zu erreichen. Wie ich zur „Miss Germany“-Kandidatin wurde und was meine Anliegen sind, erzähle ich hier.

Ich möchte junge Beraterinnen dazu ermutigen, sich nicht unter Wert zu verkaufen, auch mal etwas einzufordern und selbstbewusst zu sich zu stehen – denn für eine starke Wirtschaft braucht es starke Frauen!

Du bist Kandidatin bei „Miss Germany“ – einem Wettbewerb, den ein Großteil von uns sicherlich als reinen Schönheitswettbewerb abstempeln würde. Das ist aber nicht ganz richtig. Klär uns gerne auf!
Ganz genau, Miss Germany hat sich neu definiert: weg vom oberflächlichen Schönheitswettbewerb, hin zu einer Plattform für Frauen, die die Welt verändern möchten, die mit Haltung, Überzeugung und Persönlichkeit prägen und Verantwortung übernehmen.

Wie bist du auf die Idee gekommen, an „Miss Germany“ teilzunehmen?
Die diesjährige Kampagne läuft unter dem Leitbild „Be Part of the Movement“. Für mich steht das „Movement“ für den historischen gesellschaftlichen Wandel, den wir in Deutschland derzeit durchlaufen. Damit meine ich das Streben nach mehr Nachhaltigkeit im Hinblick auf Klimawandel, Diversität und Gleichberechtigung – nicht nur der Geschlechter, auch der Altersgruppen, der ethnischen Herkünfte und der Religionen. Dazu gehören auch Themen wie Inklusion, Integration, Bildung, Gesundheit und vieles mehr. Durch meinen Hintergrund im Change-Management weiß ich, was nötig ist, um Veränderungen nachhaltig in einer Kultur zu verankern. Vereinfacht ausgedrückt: Aufklärung, Verständnis und Akzeptanz. Ich möchte meinen Teil dazu beitragen, dass meine Herzensangelegenheiten langfristig gesamtgesellschaftlich akzeptiert werden und versuche durch faktenbasierte Beiträge, für Verständnis in der Debatte zu sorgen.

Du sprichst von Herzensangelegenheiten, welches Bild möchtest du von dir im Rahmen des Wettbewerbs vermitteln und wieso?
Meine Teilnahme läuft unter dem Motto „The Case for Change: Für mehr Weiblichkeit & Inklusion in der Wirtschaft“. Als Frau mit Legasthenie repräsentiere ich eine Minderheit, möchte mich aber keinesfalls als Inklusionsfall positionieren, sondern vielmehr für die Menschen einstehen, die weniger Privilegien als ich genießen können. Durch mangelnde Diversität und unzureichende Inklusion in der Wirtschaft entsteht nicht nur ein Ungleichgewicht, es geht darüber hinaus unglaublich viel Potenzial verloren. Beispielsweise könnte Deutschland die gesamtwirtschaftliche Wertschöpfung um 8 Prozent steigern, wenn weibliche Arbeitskräfte vermehrt eingesetzt würden. Der Fachkräftemangel könnte deutlich verringert werden, wenn mehr Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen eingerichtet werden würden. Mit beiden Maßnahmen könnte die Arbeitslosenlücke reduziert werden. Auf Beraterinnen-Deutsch: Der Case rechnet sich, denn die Opportunitätskosten – beispielsweise aufgrund fehlender Barrierefreiheit – stehen in keinem Verhältnis zu den Ausgleichsabgaben, die Unternehmen in Kauf nehmen, wenn sie der Inklusionspflicht nicht nachkommen.

Wie lief deine Teilnahme, angefangen von der initialen Bewerbung bis heute, ab? Gab es bereits ein Highlight, das du hervorheben möchtest?
Beworben habe ich mich im Juni 2021 mit einem kurzen Motivationsschreiben. Im Juli habe ich dann erfahren, dass ich dabei bin. Mein absolutes Highlight ist bislang die positive Resonanz auf mein Engagement. Ich freue mich, dass es in meinem Netzwerk auf so viel Zustimmung und Unterstützung stößt.

Im Rahmen deiner Teilnahme an „Miss Germany“ ist für dich vor allem das Community Voting ein nächster wichtiger Schritt. Was genau verbirgt sich dahinter und inwieweit kann dich hier nicht nur dein privates Umfeld, sondern auch Deloitte unterstützen?
Das Community Voting ist eine Abstimmung über die unterschiedlichen Botschaften der 160 Teilnehmerinnen. Mir ist es wichtig zu sagen, dass die Dringlichkeit der Beiträge durch das Rating nicht relativiert werden sollte. Alle behandelten Themen haben ihre Berechtigung. Ich freue mich umso mehr, dass Deloitte hinter mir und meiner Botschaft steht. Wenn ihr also möchtet, dass ich mich weiterhin für Weiblichkeit und Inklusion in der Wirtschaft starkmache, könnt ihr hier, im Zeitraum vom 25.10. - 05.11.2021 pro Tag und Endgerät mit 5 Sternen für mich abstimmen. Darüber hinaus könnt ihr mich unterstützen, indem ihr versucht, inklusiver zu handeln, über die kleinen Handlungen und Gedankengänge im Alltag nachdenkt und somit für mehr Gleichberechtigung sorgt und struktureller Diskriminierung vorbeugt. 

Was ist dein persönlicher Wunsch, was den weiteren Verlauf bei „Miss Germany“ angeht?
Ganz generell ist es mein Wunsch, Stigmen aufzubrechen, damit Behinderungen und weibliche Attribute in der Wirtschaft akzeptiert und als normal angesehen werden. Ich möchte, dass Frauen – sowie Männer – für ihre Weiblichkeit wertgeschätzt werden und diese nicht länger im „Anzug der Konformität“ verstecken müssen. Für eine inklusive Zusammenarbeit in Parität ist es an der Zeit, das veraltete perfektionistische Leitbild der Wirtschaft aufzubrechen, indem wir Menschen mit Behinderungen Teilhabe und Chancengleichheit zugestehen. Für den weiteren Verlauf meiner Teilnahme bei „Miss Germany“ erhoffe ich mir, durch faktenbasierte Debatten einen positiven Beitrag bei der Diskussion über meine Themen zu leisten und somit eine breite Masse zu erreichen.

Deine Teilnahme bei „Miss Germany“ ist nur eine von vielen Initiativen im Rahmen deines Engagements für mehr Weiblichkeit und Inklusion in der Wirtschaft. Wofür setzt du dich darüber hinaus noch ein und auf welchem Weg?
Ganz richtig. Mir ist es wichtig, Vorbild zu sein und etwas zurückzugeben. Als Mentorin der „Women in Consulting“-Community begleite ich eine Studentin aus England auf ihrem Weg in den Berufseinstieg. Ich engagiere mich auch als Gastrednerin an der Maastricht University und halte Workshops zum Thema „How to Land Your Dream Job in Consulting“ für meine ehemalige studentische Unternehmensberatung „180 Degree Consulting“. Deloitte-intern leite ich eine Initiative für Menschen mit Behinderungen und nehme am Reverse-Mentoring-Programm teil. Um wirklich alle Hebel in Bewegung zu setzen, bin ich seit diesem Jahr auch politisch aktiv.

Was ist dein persönlicher Tipp an alle jungen Beraterinnen da draußen, die ihre gesamte Karriere noch vor sich haben?
Don’t sell yourself short! Ich beobachte oft, dass junge Frauen tendenziell zurückhaltender sind, wenn es darum geht, auf ihre Qualifikationen aufmerksam zu machen. Ich möchte junge Beraterinnen dazu ermutigen, sich nicht unter Wert zu verkaufen, auch mal etwas einzufordern und selbstbewusst zu sich zu stehen – denn für eine starke Wirtschaft braucht es starke Frauen!

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Jennifer Koschel

Jennifer Koschel

Senior Employer Branding

Jennifer ist seit 2019 Teil des Teams Employer Branding & Personalmarketing bei Deloitte Deutschland. Dort verantwortet sie in erster Linie Employer Branding Kampagnen für verschiedene Businesses und Zielgruppen.

Sven Schulz

Sven Schulz

Employer Branding Manager

Sven ist seit 2018 im Team Employer Branding & Personalmarketing bei Deloitte Deutschland tätig. Dort verantwortet er unter anderem Employer Branding Kampagnen mit Fokus auf berufserfahrene Talente.  Im Deloitte Karriere Blog berichtet Sven über aktuelle Karrierethemen und relevante Business Entwicklungen, die Karrieremöglichkeiten für die unterschiedlichsten Profile bereithalten.