Posted: 21 Sep. 2021

Es ist eine große Herausforderung, Familie und Freunde zurückzulassen und sich auf unbekanntem Territorium neu zu vernetzen. Ich sehe dem positiv entgegen, denn im Leben kann man sich nur weiterentwickeln, wenn man den Mut hat, sich neuen Situationen zu stellen.

Rocco, Senior im Team Audit Industry innerhalb von Audit & Assurance, berichtet, wie er sich auf seinen Auslandsaufenthalt in der Schweiz vorbereitet.

Hallo, mein Name ist Rocco, ich bin seit 2019 Teil von Deloitte und aktuell als Senior im Team Audit Industry tätig. Unser Team gehört zum Bereich Audit & Assurance.
Ab dem 1. Oktober 2021 werde ich für Deloitte Schweiz arbeiten. Vor einem längeren Auslandsaufenthalt ist vieles zu bedenken. Wie mir der Wechsel zu Deloitte Schweiz gelungen ist und was bei einem Umzug in die Schweiz zu beachten ist, erzähle ich hier. 

Es ist eine große Herausforderung, Familie und Freunde zurückzulassen und sich auf unbekanntem Territorium neu zu vernetzen. Ich sehe dem positiv entgegen, denn im Leben kann man sich nur weiterentwickeln, wenn man den Mut hat, sich neuen Situationen zu stellen.

Ab Oktober steht für dich eine berufliche wie auch örtliche Veränderung an. Dann heißt es „Grüezi Schweiz!“. In welchem Bereich und in welcher Position bist du aktuell tätig und was erwartet dich in der Schweiz?
Ab dem 1. Oktober 2021 werde ich für Deloitte Schweiz in Zürich arbeiten. Angefangen hat meine Karriere bei Deloitte Deutschland im Oktober 2019 im Bereich Audit & Assurance mit dem Schwerpunkt Industrie. Begonnen habe ich ganz klassisch als Professional und wurde dann im Schnelldurchlauf zum 1. Juni 2021 zum Senior befördert.

In der Schweiz erwartet mich eine neue Herausforderung, die mich sicherlich beruflich und persönlich weiterbringen wird. Der Standort Zürich ist sehr international geprägt. Mein beruflicher Alltag wird also ausschließlich auf Englisch ablaufen. Ich habe mir inzwischen ein Netzwerk bei Deloitte Schweiz aufgebaut und habe festgestellt, dass die Deloitte Member Firms eines gemeinsam haben: den freundschaftlichen Umgang miteinander. Deswegen freue ich mich schon auf die Arbeit mit den Kolleg:innen in der Schweiz. Glücklicherweise sind unsere Prozesse, Systeme und die Unternehmensphilosophie zum größten Teil einheitlich auf alle globalen Deloitte-Gesellschaften ausgerollt, sodass ich von Tag 1 mit fast allem vertraut sein werde. Dennoch werde ich mich zu Beginn intensiv mit dem Schweizer Steuergesetz und den statutarischen Konzern- und Jahresabschlüssen auseinandersetzen müssen, denn es gibt natürlich Unterschiede zwischen der Schweizer und der deutschen Gesetzgebung. Deloitte unterstützt seine Mitarbeiter dabei mit Schulungen und Workshops, um eine schnelle Einarbeitung sicherzustellen.

Ein Umzug in die Schweiz ist ein spannender Schritt! Wie kam es überhaupt dazu und wie hat dich Deloitte dabei unterstützt?
Mir war immer bewusst, dass es für meine Karriere unabdingbar ist, irgendwann ins Ausland zu gehen. Von einigen Deloitte-Kolleg:innen habe ich gehört, wie lehrreich deren Auslandsaufenthalte waren, und auch meine Vorgesetzte hat mir dazu geraten. Sie selbst war ebenfalls in der Schweiz gewesen und hat mit sehr viel Begeisterung davon erzählt. Wie es der Zufall will, habe ich vor etwa einem Jahr in unserem monatlichen Newsletter gelesen, dass unsere Schweizer Kolleg:innen Seniors für einen Austausch suchen. Die ersten Gespräche waren sehr angenehm, doch durch COVID-19 gab es mehrere Verzögerungen. Als es zur Vertragsgestaltung kam, war das HR-Team immer für Rückfragen da und steht mir auch weiterhin mit Rat und Tat zur Seite. Mir wurde ein deutscher Kollege vorgestellt, der den bürokratischen Prozess in der Schweiz bereits hinter sich hat. Er hat mir viel geholfen in Bezug auf die Anmeldung bei den Behörden, Wohnungssuche, die Eröffnung eines Bankkontos, … Zusätzlich hat mir Deloitte Schweiz einen Schweizer Steuerexperten zur Verfügung gestellt, mit dem ich alle steuerlichen Fragen besprechen konnte. Die erste Steuererklärung in der Schweiz erstellt die Steuerabteilung für mich, sodass ich ein vorgefertigtes Muster habe für die Folgejahre. Deloitte Schweiz übernimmt diverse Kosten im Zusammenhang mit dem Umzug von Deutschland in die Schweiz und auch von Deloitte Deutschland habe ich viel Unterstützung erhalten. Mein Arbeitsvertrag ruht dort für die nächsten zwei Jahre, sodass ich jederzeit zurückkehren kann.

Was gibt es bei solch einem aufregenden Wechsel zu beachten? Worauf freust du dich, neben der Schweizer Schokolade, am meisten?
Es gibt so einige Themen, die im Vorfeld geklärt sein müssen. In der Schweiz muss zum Beispiel die B-Aufenthaltserlaubnis bereits vor Arbeitsbeginn vorliegen. Diesen Ausweis erhält man in der Stadt, in der man seinen Wohnsitz hat. Dafür muss man bereits im Vorfeld eine Wohnung finden, ein Schweizer Bankkonto eröffnen und eine passende Krankenversicherung finden. Auf der deutschen Seite muss man prüfen, ob die Bankkonten in Deutschland noch verwendet werden dürfen und ob es beispielsweise notwendig ist, sich in Deutschland abzumelden. Entsprechend muss man für einen reibungslosen Ablauf sowohl auf der deutschen als auch auf der Schweizer Seite sehr viel recherchieren. Glücklicherweise unterstützt Deloitte einen bei diesen Prozessen. Schwierig ist dabei nur, dass man währenddessen weiterhin Vollzeit arbeitet. Deswegen kam es vor, dass ich zur Wohnungsbesichtigung für ein paar Stunden nach Zürich geflogen bin, was mit viel Stress verbunden war.

Insgesamt denke ich, dass die Schweiz verglichen mit Deutschland eine bessere Lebensqualität und auch einen höheren Freizeitwert hat. Im Winter fährt man übers Wochenende in Skigebiete und im Sommer macht man es sich am Zürichsee auf einem kleinen Boot gemütlich oder vielleicht verbringt man das Wochenende am Comer See in Norditalien. Es ist aber natürlich eine große Herausforderung, Familie und Freunde zurückzulassen und sich auf unbekanntem Territorium neu zu vernetzen. Ich sehe dem positiv entgegen, denn im Leben kann man sich nur weiterentwickeln, wenn man den Mut hat, sich neuen Situation zu stellen.

Neben deiner alltäglichen Arbeit bei Deloitte engagierst du dich als Wirtschaftspate bei der Deloitte-Stiftung. Was genau kann man sich darunter vorstellen und wie kamst du zu dieser spannenden Aufgabe?
Die Deloitte-Stiftung engagiert sich seit Jahren bei diversen Projekten. Eines unserer Programme ist das IW Junior Programm, in dem man als Mentor:in für Schülerunternehmen agiert. Bei dem IW Junior Programm führen Schüler:innen ein Schuljahr lang ein selbst gegründetes und finanziertes Unternehmen und lernen so hautnah das unternehmerische Leben kennen. Die Junior-Unternehmen treten in Landes- und Bundeswettbewerben gegeneinander an. Dabei lernen die Schüler:innen, was sich hinter Begriffen wie Bilanz, Gewinn oder Marketing verbirgt. Durch die Umsetzung ihrer Geschäftsidee können die Teilnehmer:innen praktisch erfahren, wie sich das eigene Handeln wirtschaftlich, sozial und ökologisch auswirkt. Außerdem fördert das Programm Schlüsselqualifikationen wie Teamfähigkeit, Eigenverantwortung, Selbstständigkeit und Unternehmertum. Die Wirtschaftspat:innen aus etablierten Firmen begleiten die jungen Unternehmer:innen mit ihrer Erfahrung. Darunter sind in jedem Jahr auch rund 30 Deloitte-Mitarbeiter:innen.

Die Deloitte-Stiftung steht ganz unter dem Leitmotiv „Perspektive für morgen“. Worum geht es dabei und welche laufenden Projekte betreust du als Wirtschaftspate aktuell?
Unter dem Leitmotiv „Perspektive für morgen“ bündelt die Deloitte-Stiftung ihr Engagement für Bildung und Wissenschaft. Die Deloitte-Stiftung wurde von Gesellschaftenden und Führungskräften von Deloitte als treuhänderische Stiftung im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft gegründet. Der Kerngedanken ist, frühzeitig in junge Leute zu investieren, um den Nachwuchs nachhaltig zu fördern.

Meine Tätigkeit als Wirtschaftspate habe ich im Juni 2021 abgeschlossen. Ich war zusammen mit einer Kollegin für die Q1 des Max-Planck-Gymnasiums in Düsseldorf zuständig. Das Junior-Unternehmen, um das es ging, hatte den Namen „bullerbuxe“ und stellt aus ungenutzten Jeans praktische Accessoires her und macht somit aus Altem etwas Neues. Gemeinsam haben wir den 1. Platz im Landeswettbewerb gewonnen. 

Die Förderung von Bildung spielt in der Gesellschaft von morgen eine immer bedeutsamere Rolle. Was erhoffst du dir von genau solchen Projekten in der Zukunft?
Ich bin der Meinung, dass Bildung jedem Menschen zusteht. Entsprechend sollten wir sicherstellen, dass es auch in Zukunft Projekte geben wird, bei denen sich hoch qualifizierte Mitarbeiter:innen ehrenamtlich engagieren, um ihre Kenntnisse und Fähigkeiten weiterzutragen. Genau das zeichnet im Grunde genommen eine Führungsperson aus. Ich hoffe, dass wir alle erkennen, welche Schlüsseleigenschaften tatsächlich von Bedeutung sind und wie unabdingbar es ist, in junge Menschen und Unternehmen zu investieren.

Gibt es etwas, das du als Wirtschaftspate bei eurer Projektvielfalt von den Schüler:innen lernen kannst?
Definitiv, ich bin generell der Meinung, dass man von jedem Menschen etwas lernen kann – ob nun von einem Teenager oder einem Erwachsenen. Mir ist relativ früh aufgefallen, dass die Schülergruppe unglaublich kreativ bei der Ideenfindung war. Durch unseren beruflichen Alltag entwickeln wir oftmals eine Art Tunnelblick und sind festgefahren mit unseren bewährten Modellen und Annahmen. Ich fand es sehr lehrreich, zu beobachten mit wie viel Leidenschaft und Engagement die Schüler:innen an dem Projekt gearbeitet haben. Alles in allem war es eine tolle Erfahrung sowohl für die Schüler:innen als auch für uns Wirtschaftspat:innen.

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Jennifer Koschel

Jennifer Koschel

Senior Employer Branding

Jennifer ist seit 2019 Teil des Teams Employer Branding & Personalmarketing bei Deloitte Deutschland. Dort verantwortet sie in erster Linie Employer Branding Kampagnen für verschiedene Businesses und Zielgruppen.

Sven Schulz

Sven Schulz

Employer Branding Manager

Sven ist seit 2018 im Team Employer Branding & Personalmarketing bei Deloitte Deutschland tätig. Dort verantwortet er unter anderem Employer Branding Kampagnen mit Fokus auf berufserfahrene Talente.  Im Deloitte Karriere Blog berichtet Sven über aktuelle Karrierethemen und relevante Business Entwicklungen, die Karrieremöglichkeiten für die unterschiedlichsten Profile bereithalten.