Posted: 18 Feb. 2021

In meiner Beraterkarriere habe ich unterschiedliche Führungsstile kennengelernt und für mich beschlossen, dass es keinen „one-fits-all“-Weg gibt.

Constanze ist Manager im Bereich Insurance Operations. Im Interview erzählt sie uns von ihren aktuellen Projekten und ihrer Rolle als Führungskraft bei Deloitte.

Hallo, mein Name ist Constanze und ich unterstütze mit meinem Know-how unsere Kunden aus der Versicherungsbranche. Was meine Rolle als Manager dabei alles beinhaltet, berichte ich euch gern im Folgenden.

In meiner Beraterkarriere habe ich unterschiedliche Führungsstile kennengelernt und für mich beschlossen, dass es keinen „one-fits-all“-Weg gibt.

Du bist Manager im Consulting im Bereich Insurance Operations. Mit welchen Fragestellungen kommen eure Kunden auf euch zu und wie unterstützt ihr sie?
Wie der Name vermuten lässt, kümmern wir uns im Bereich Insurance Operations um unsere Kunden aus der Versicherungsbranche. Hierzu zählen u.a. bekannte Erst- und Rückversicherer, aber nicht nur. Wir unterstützen unsere Kunden bei Projekten entlang der Wertschöpfungskette in den Bereichen Core Insurance (Produkte, Prozesse und Kernversicherungslösungen), Finanzen, Reporting und regulatorische Transformationen (Vereinfachungen/Neugestaltung der Finanzprozesse und des Zielbetriebsmodells, Reporting und Analytics, Finanz-IT-Implementierungen), Insight Driven Insurance (Datenanalyse, KI, Digitalisierung von Prozessen und Geschäftsmodellen) sowie bei der Transformation von Betriebsmodellen in der Versicherungsindustrie. In unserem Team verfügen wir über ein internationales Netzwerk an Experten, die über ein fundiertes Versicherungs-Know-how kombiniert mit weitreichenden Beratungs- und Managementkompetenzen verfügen. Gerade weil nicht jeder Experte in allem ist, ist es toll, auf dieses Netzwerk zurückgreifen zu können, selbst zu lernen und dem Kunden das Beste liefern zu können. 

Wie sieht eine typische Arbeitswoche für dich aus? Mit welchen konkreten Aufgaben beschäftigst du dich als Manager?
Mein aktuelles Projekt ist ein internationales Finanz-Transformationsprojekt. Ich bin montags bis freitags für den Kunden ansprechbar und unterstütze ihn bei der Erstellung und Koordination von fachlichen Anforderungen an die IT, bei der Strukturierung und Steuerung der Testzyklen sowie beim Projektmanagement. Über die Projektarbeit hinaus haben wir bei Deloitte interne Teams, in denen wir uns austauschen, unser Know-how zur Versicherungsbranche weiter ausbauen und einen Mehrwert für unsere Kunden schaffen. Hieraus sind schon einige Veröffentlichungen sowie Podcasts zu relevanten Themen rund um den Versicherungsmarkt entstanden. In meinem Team haben wir eine Marktumfrage zum Implementierungsstand des IFRS17 Standards durchgeführt, in der wir Versicherer weltweit befragt haben. Als Manager gehört es zu meiner Rolle, die Auswertung und die graphische Aufbereitung der Ergebnisse zu steuern. Aktuell erproben wir im Team die dazugehörige Story, um die Auswertungen unseren Kunden sowie Kollegen und Kolleginnen weltweit vorzustellen. Die Managerrolle beinhaltet auch, jüngere KollegInnen als Counsellor zu begleiten. Mit meiner Counselee tausche ich mich regelmäßig aus, um ihr bei Fragestellungen zum Projekt, zu Deloitte und generell in ihrer Beraterkarriere unterstützend zur Seite zu stehen. Dabei freue ich mich sehr, meine Beratungserfahrungen teilen zu können und zu sehen, wie sie mit den Aufgaben wächst.

Was war bisher dein herausforderndstes Projekt? Und was hat es für dich zur Herausforderung gemacht?
Mein bisher herausforderndstes Projekt war die Implementierung eines neuen Rechnungslegungsstandards im Automobilsektor. Es war eine große Herausforderung, da ich zuvor „nur“ im Banking unterwegs war und die Industrie nur wenig kannte. Zusätzlich ging es um einen neuen Rechnungslegungsstandard, von dem ich vorher noch nie etwas gehört hatte. Zur guten Letzt war es auch noch ein agiles Projekt. Da kamen drei Komponenten zusammen, mit denen ich zuvor wenig oder keine Berührungspunkte hatte und in die ich mich erst einarbeiten musste. Ich muss aber sagen, dass das Team toll war und es unglaublich viel Spaß gemacht hat, zusammen zu arbeiten - auch wenn es gelegentlich später wurde. Ich habe viel auf dem Projekt gelernt und konnte mein Netzwerk ausbauen, auf das ich auch in meinem aktuellen Projekt zurückgreifen kann.

Als Manager trägst du nicht nur Projektverantwortung, sondern führst auch ein Team. Wie wurdest du bei Deloitte auf diese Rolle vorbereitet?
Bei Deloitte haben wir interne Teams, in denen man sich auf „sicherem Boden“ ausprobieren und Erfahrungen im Strukturieren und Verteilen von Themen sammeln kann, die man sukzessive auf die Projekte ausweitet. Zudem haben wir eine flache Hierarchie, sodass ich bei Fragen immer auf „alte Hasen“ zurückgreifen kann. Nach meiner Beförderung zur Managerin hatten wir darüber hinaus Austauschrunden mit unseren Partnern, Direktoren und Senior Managern, die Erfahrungen geteilt und uns Tipps gegeben haben, wie wir die (Deloitte-)Führungsrolle weiter ausbauen können. Für mich ist der richtige Mix aus Freiraum und Unterstützung wichtig. In meiner Beraterkarriere habe ich unterschiedliche Führungsstile kennengelernt und für mich beschlossen, dass es keinen „one-fits-all“-Weg gibt. Gerade am Anfang brauchen jüngere Kollegen und Kolleginnen ein bisschen mehr Unterstützung vom Manager. Hier finde ich es wichtig, das richtige Maß an Vertrauen und Kontrolle zu erkennen und zu helfen, anfängliche Unsicherheiten und Lücken im Know-how zu schließen. Das ist nicht immer leicht, aber ich möchte als Managerin erreichen, dass alle auf dem Projekt etwas lernen und der Kunde zufrieden ist.

Hast du einen Tipp für alle, die ebenfalls eine Position mit Fach- und Führungsverantwortung anstreben? 
Mein Tipp ist, aufgeschlossen für neue Themen und neugierig auf Aufgaben zu sein. Das ist manchmal nicht so einfach, wenn die Projektarbeit bereits viel Zeit in Anspruch nimmt. Über Themenarbeiten oder Unterstützung bei Angeboten lernt man aber viel und kann sein Netzwerk weiter ausbauen, was mit fortgeschrittener Rolle immer wichtiger wird. Zudem hilft es enorm, einen Mentor zu haben, mit dem man sich austauschen und weiter vorankommen kann. Ab der Managerrolle sollte man fachlich für ein bestimmtes Thema stehen. Das heißt, man sollte sich rechtzeitig überlegen, was einem Spaß macht und in welche Richtung und in welchem Themengebiet man sich entwickeln möchte. Das sollte man klar kommunizieren, damit die Projekteinsätze richtig gestafft werden können und man relevante Projekterfahrungen sammeln kann. Zudem ist regelmäßiges Feedback ein Geschenk, das man nutzen sollte.

Was macht dir an deinem Job am meisten Spaß und was war bisher dein größtes Highlight? 
An der Beratung schätze ich besonders die Themenvielfalt, die der Job mit sich bringt. Als Berater hat man selten einen „9 to 5“-Tag, aber dafür ist es auch immer abwechslungsreich und spannend. Mir bringt es Spaß, mich in neue Themen einzuarbeiten und ihnen Struktur zu geben. Außerdem arbeitet man mit vielen unterschiedlichen Personen zusammen und muss sich immer wieder aufs Neue auf sein Gegenüber einstellen, was ich sehr spannend finde.

2017 war ich ganz neu bei Deloitte und habe zwischen zwei Projekten bei einem Angebot im Versicherungsbereich unterstützt. Zu diesem Zeitpunkt war ich im Banking und konnte mit der Reihe an Abkürzungen aus dem Versicherungsjargon recht wenig anfangen. Zwei Jahre später hatten wir den „Request for Proposal“ wieder auf dem Tisch. In der Zwischenzeit war ich schon länger in der Versicherungsbranche unterwegs und musste schmunzeln, dass diese zuvor kryptischen Abkürzungen mittlerweile für mich selbstverständlich waren. 

Für wen könnte ein Einstieg in deinem Team ebenfalls spannend sein?  
Generell suchen wir im Insurance Operations Team nach motivierten Kollegen und Kolleginnen, die idealerweise schon einen Versicherungshintergrund mitbringen, in zukunftsträchtigen Lösungen denken und Lust haben, unsere Kunden – ob großer DAX Konzern oder kleinere, lokale Versicherer - in ihrem Wandel zu begleiten. Dazu kommt noch der Spaß an der Zusammenarbeit in Teams und die Neugier, sich auf unterschiedliche Themen und Kunden einzulassen. Über die Projektarbeit hinaus haben wir viele Möglichkeiten, uns untereinander zu fachlichen Themen auszutauschen oder uns einfach zum gemeinsamen Sport am Abend zu treffen. Neben einer sehr kollegialen Atmosphäre bietet das Insurance Operations Team außerdem die Chance, auch auf internationaler Ebene zu arbeiten. In unserem Team gelten flache Hierarchien und ein Prinzip der offenen Tür. Darüber hinaus bietet Deloitte jede Menge Weiterbildungsmöglichkeiten, die sowohl für die berufliche als auch persönliche Entwicklung viel bringen.

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Jennifer Koschel

Jennifer Koschel

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Jennifer ist seit 2019 Teil des Teams Employer Branding & Personalmarketing bei Deloitte Deutschland. Dort verantwortet sie in erster Linie Employer Branding Kampagnen für verschiedene Businesses und Zielgruppen.

Sven Schulz

Sven Schulz

Employer Branding Manager

Sven ist seit 2018 im Team Employer Branding & Personalmarketing bei Deloitte Deutschland tätig. Dort verantwortet er unter anderem Employer Branding Kampagnen mit Fokus auf berufserfahrene Talente.  Im Deloitte Karriere Blog berichtet Sven über aktuelle Karrierethemen und relevante Business Entwicklungen, die Karrieremöglichkeiten für die unterschiedlichsten Profile bereithalten.