Posted: 27 Sep. 2021

Banken müssen effizienter, flexibler und digitaler werden. Dazu werden historisch gewachsene Organisationsstrukturen aufgelöst und flexible, agile Strukturen mit hoher Eigenverantwortung und weniger Hierarchieebenen in den Finanzbereichen etabliert.

Isabel, Business Analyst im Bereich Banking Operations, berichtet, welche Vorteile eine agile Organisationsstruktur im Bankensektor bietet und wie sie Kunden bei der Umsetzung dazu unterstützt.

Hallo, mein Name ist Isabel und ich bin aktuell als Business Analyst im Team Banking Operations tätig.
In meinem Blog gebe ich euch gerne Insight zur agilen Finanzorganisation. Unter anderem erfahrt ihr, weshalb man in Banken und Versicherungen traditionelle Ansätze hinterfragen und ganzheitliche neugestalten sollte. 

Banken müssen effizienter, flexibler und digitaler werden. Dazu werden historisch gewachsene Organisationsstrukturen aufgelöst und flexible, agile Strukturen mit hoher Eigenverantwortung und weniger Hierarchieebenen in den Finanzbereichen etabliert. 

Wie lange arbeitest du im Consulting Bereich bei Deloitte, was sind deine Aufgaben und wie kommt es, dass du dich mit dem Thema agile Finanzorganisation beschäftigst?
Ich arbeite seit Anfang 2021 als Business Analyst im Consulting-Team Banking Operations. Einen klassisch wirtschaftswissenschaftlichen Hintergrund bringe ich aber nicht mit. Ganz im Gegenteil! Ich habe vor meinem Einstieg bei Deloitte Kunst- und Kulturwissenschaften mit Fokus auf neue Technologien und deren Auswirkungen auf gesellschaftliche Strukturen studiert und bin damit sicherlich eine „wahre Exotin“. Agiles Projektmanagement hat bei mir aber immer schon eine zentrale Rolle gespielt, wenn es darum ging, meine Planungs- und Organisations-Skills auszubauen und ehrenamtlich verschiedenste Projekte zu organisieren. Bei meinem ersten großen Projekt bei Deloitte, der Reorganisation des Finanz- und Steuerungsbereichs einer großen Bank, war dann der Schritt zur agilen Organisation nicht mehr weit.

Der Finanz- und Steuerungsbereich zahlreicher Banken und Versicherungen muss konsequent an der Modernisierung ihrer Daten- und IT-Architektur, ihrer Prozesse und Organisation sowie an der Entwicklung ihrer Talente arbeiten, um effizienter, flexibler und digitaler zu werden. Warum braucht es eine agile Organisation zur Neuausrichtung dieses Bereichs? Was sind die Herausforderungen?
Genau, Banken und Versicherungen müssen definitiv effizienter, flexibler und digitaler werden. Das wird mit Blick auf die aktuellen Herausforderungen in der Finanzindustrie deutlich. Diese sind geprägt von zerklüfteten Datenquellen und IT-Systemen, denen es sowohl an Nutzerfreundlichkeit als auch an Flexibilität mangelt. Es finden sich überall manuelle Prozesse und organisatorische Silos, welche die Innovationskraft und Reaktionsfähigkeit der Finanzfunktion in Hinblick auf Marktveränderungen oder Ad-hoc-Anfragen einschränken. Zudem bringen Mitarbeiter:innen nicht ausreichend analytische und digitale Kompetenzen mit.

Eine agile Organisation hilft genau diesen Problemen im Kern zu begegnen, indem sie die Basis für eine digitale und innovative Finanzfunktion bietet. Denn mit der passenden Organisationsstruktur kann sich u.a. der Finanz- und Steuerungsbereich von Banken und Versicherungen stärker an den sich verändernden Bedürfnissen ihrer Kunden ausrichten. Das ist besonders wichtig, um von anderen markt- bzw. kundennahen Abteilungen in Banken und Versicherungen nicht abgehängt zu werden, wenn es darum geht, über die Ausrichtung dieser auf dem Markt zu entscheiden. Gleichzeitig kann der Finanzbereich für das gesamte Unternehmen hierbei einen wahren Mehrwert schaffen, indem dieser die entsprechenden Unternehmens- und Marktanalysen bereitstellt und der CFO als Business Partner des CEO fungiert.

Was zeichnet eine agile Finanzorganisation aus? Worin liegt deiner Meinung nach ihr Mehrwert?
Eine agile Finanzorganisation ist geprägt von einer flexiblen Aufbauorganisation entlang funktionsübergreifender Themen und Kompetenzen der Mitarbeitenden und eben nicht der fachlichen Bereiche. Historisch gewachsene Organisationsstrukturen werden aufgelöst und es werden verstärkt flexible, agile Strukturen mit hoher Eigenverantwortung und weniger Hierarchieebenen etabliert. Entsprechend wird die Workforce flexibilisiert und die Organisationsform konsequent an der Wertschöpfungskette und an dem Output orientiert.

Detailliertere Informationen zu diesem spannenden Thema und welche Aspekte es bei einer agilen Organisationstransformation im Finanzbereich zu berücksichtigen gilt, findet ihr hier.

Wie unterstützt du Kunden bei der Umsetzung der genannten Themen?
Ich unterstütze Kunden von der Konzeption bis zur Umsetzung: Das beginnt mit der Durchführung eines Workshops auf Basis eines innovativen Lab-Ansatzes, um die wichtigsten Maßnahmen zu erarbeiten und gemeinsam mit unseren Kunden eine Zukunftsvision eines CFO 2030+ zu gestalten. Auch nutzen wir unseren individuellen Blueprint, um die organisatorische Neuaufstellung unserer Kunden zu konkretisieren. Anschließend greifen wir unseren Kunden auch bei der Umsetzung sowie der damit einhergehenden Transformation des Finanzbereichs unter die Arme, sodass sie künftig agiler, effizienter und entscheidungsrelevanter aufgestellt sind und sich ein „wahrer Mehrwert“ innerhalb der jeweiligen Bank oder Versicherung bietet.

Was müssen potenzielle neue Kolleg:innen aus deiner Sicht mitbringen, um gemeinsam mit Kunden neue, agile Organisationsformen in der Finanzfunktion von Banken und Versicherungen zu entwickeln und umzusetzen?
Entscheidend ist grundsätzlich, dass neue Kolleg:innen eher breit statt spezifisch aufgestellt sein sollten und Spaß an der Managementberatung mitbringen. Das zeigt sich sicherlich am deutlichsten an meinem fachlichen Hintergrund. Im Allgemeinen und speziell in Bezug auf das Thema agile Finanzorganisation sollten die Kandidat:innen einerseits ausgeprägte analytische Fähigkeiten mitbringen. Aus fachlicher Sicht ist es andererseits wichtig, sowohl einen generalistischen Blick auf Prozesse und Organisationen als auch auf das gesamte Operating Model einschließlich der Daten, IT-Architektur, den fachlichen Inhalten und natürlich auch der Menschen zu haben und entsprechend schnell abstrahieren zu können. Darüber hinaus braucht es gute Moderations- und Kommunikationsfähigkeiten, denn nur so kann man in Kundengesprächen überzeugen. Ein Überblick über die Finanzindustrie ist dabei sicherlich auch hilfreich.

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Jennifer Koschel

Jennifer Koschel

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Jennifer ist seit 2019 Teil des Teams Employer Branding & Personalmarketing bei Deloitte Deutschland. Dort verantwortet sie in erster Linie Employer Branding Kampagnen für verschiedene Businesses und Zielgruppen.

Sven Schulz

Sven Schulz

Employer Branding Manager

Sven ist seit 2018 im Team Employer Branding & Personalmarketing bei Deloitte Deutschland tätig. Dort verantwortet er unter anderem Employer Branding Kampagnen mit Fokus auf berufserfahrene Talente.  Im Deloitte Karriere Blog berichtet Sven über aktuelle Karrierethemen und relevante Business Entwicklungen, die Karrieremöglichkeiten für die unterschiedlichsten Profile bereithalten.