Posted: 18 Feb. 2021

Bei Forensic Analytics beschäftigen wir uns vor allem mit der Aufklärung und Prävention von Wirtschaftskriminalität. Es sind in der Regel die betroffenen Unternehmen selbst, die uns beauftragen, weil Wirtschaftskriminalität ein großes finanzielles Risiko darstellt.

Eva, Consultant im Analytics Team innerhalb von Financial Advisory, berichtet, wie sie mit Datenanalyse beim Aufdecken von Wirtschaftskriminalität hilft.

Hallo, mein Name ist Eva und ich bin als Consultant im Analytics Team innerhalb von Financial Advisory tätig. 
Meine Leidenschaft für Daten und deren Auswirkung hat mich ins Team Forensic Analytics geführt. Wir bereiten die Daten unserer Kunden auf, um festzustellen, ob sich ein Verdacht auf Wirtschaftskriminalität erhärten oder entkräften lässt. Wie wir konkret arbeiten, erzähle ich hier.

Bei Forensic Analytics beschäftigen wir uns vor allem mit der Aufklärung und Prävention von Wirtschaftskriminalität. Es sind in der Regel die betroffenen Unternehmen selbst, die uns beauftragen, weil Wirtschaftskriminalität ein großes finanzielles Risiko darstellt.

Du bist als Consultant im Analytics-Team innerhalb von Financial Advisory eingestiegen. Was hast du studiert und welche sonstigen relevanten Erfahrungen konntest du bereits mitbringen?
In meinem Bereich bin ich eine Exotin, weil ich Psychologie studiert habe. Eigentlich hatte ich vorgehabt, in der Forschung zu bleiben, während des Studiums habe ich aber meine Begeisterung für Statistik entdeckt. Den ersten praktischen Umgang mit Daten hatte ich im Studium bei Forschungsarbeiten. Ich wusste also, wie Daten aufgebaut sind, war mit Datenqualitätsproblemen vertraut und kannte statistische Analysen. Nach dem Studium habe ich zunächst an der Uniklinik Hamburg gearbeitet, habe mir zu der Zeit aber auch autodidaktisch Datenbank- und Programmierkenntnisse angeeignet. Dann habe ich bei einer kleinen österreichischen IT-Beratung gearbeitet und dort meine selbst erworbenen Kenntnisse angewendet. Diese praktischen Erfahrungen mit Datenbanken und Datenmodellen sind für mich sehr nützlich bei Forensic Analytics. Neben diesen technischen Fähigkeiten halte ich auch meine Erfahrungen in der Veranstaltungsorganisation für wertvoll. Ich habe schon mehrmals ehrenamtlich Symposien und Konferenzen organisiert und dort Dinge gelernt wie Aufgabenpriorisierung unter Zeitdruck und Kommunikation mit wichtigen Stakeholdern.

Wie bist du auf Deloitte als Arbeitgeber aufmerksam geworden und wieso hast du dich schließlich für einen Berufseinstieg im Bereich Analytics entschieden? Was hat dich überzeugt?
Den Begriff „Forensik“ habe ich früher immer mit Gerichtsmedizin und Psychiatrie assoziiert, von „Forensic Analytics“ hatte ich damals noch nichts gehört. Nach dem Studium bin ich eher durch Zufall darauf gestoßen. Daten analysieren, um Wirtschaftskriminalität aufzudecken – das hat mich begeistert. Es geht um mein Lieblingsthema „Daten“ und auch inhaltlich und fachlich ist es unglaublich spannend. Ich möchte gerne etwas Sinnvolles tun, und ich halte die Aufdeckung von Wirtschaftskriminalität für extrem wichtig. Kurz gesagt: Ich bin wegen dieser spezifischen Stelle auf Deloitte als Arbeitgeber aufmerksam geworden.

Analytics klingt spannend, aber es ist schwierig, sich etwas darunter vorzustellen. Klär uns auf! Mit welchen Themen beschäftigt ihr euch? Was sind typische Projekte und wie unterstützt ihr eure Kunden?
Im Team Forensic Analytics beschäftigen wir uns vor allem mit der Aufklärung und Prävention von Wirtschaftskriminalität. Kunden ziehen uns heran, wenn sie merken, dass zum Beispiel Geldbeträge in ihrem Unternehmen verschwinden oder wenn Geldwäscheverdacht vorliegt. Es sind in der Regel die betroffenen Unternehmen selbst, die uns beauftragen, weil Wirtschaftskriminalität ein großes finanzielles Risiko darstellt. Wir helfen also dem Unternehmen mit unserer fachlichen und technischen Expertise, den Verdacht zu erhärten oder zu entkräften. Es gibt Kollegen, die in Ermittlungsteams arbeiten und beispielsweise Mitarbeiter des Unternehmens befragen. Im Team Forensic Analytics liegt der Schwerpunkt jedoch auf der Datenanalyse. Wir fahren zum Beispiel für eine „Collection“ zu einem Kunden, bei der wir die Daten von den Rechnern abziehen. Manchmal scannen wir auch Akten oder bekommen die Daten auf anderem Weg, beispielsweise über eine Cloud. Dann müssen wir die Daten aufbereiten. Wir verknüpfen unterschiedlicher Datensätze und bereinigen sie. Erst wenn die Daten in der richtigen Form vorliegen, können wir sie analysieren oder visualisieren. Oft wird unser Bericht später in Gerichtsverfahren verwendet, wir müssen also nach bestimmten Standards und sehr genau arbeiten, weil unsere Arbeit einen hohen Einfluss hat.

Du bist Teil des Sub-Teams „Digital & Analytics“. Muss man ein Data-, IT- oder Digital-Experte sein, um da mithalten zu können?
Es ist sicherlich vorteilhaft, ein Verständnis und vielleicht schon etwas Erfahrung im Umgang mit Daten zu haben. Ich meine damit Fragen wie: Wie importiere ich Daten? Wie bereinige ich sie? Was sind klassische Datenqualitätsprobleme? Wie verknüpfe ich unterschiedliche Datensätze miteinander? Wie baue ich ein Datenmodell auf? Wie visualisiere ich die Daten? Es hilft natürlich auch, wenn man Programmiererfahrung hat. Wir nutzen Python beispielsweise recht viel. Man sollte sich aber nicht zu sehr von den technischen Begriffen abschrecken lassen. Wie man an meinem Beispiel sieht, muss man nicht Informatik studiert haben, um mithalten zu können.

Was sind im Rahmen solcher Projekte deine klassischen Aufgaben als Consultant und was macht dir so viel Spaß daran?
Die Tätigkeiten hängen sehr stark vom Projekt und der Teamzusammensetzung ab. Das Projekt, an dem ich momentan arbeite, ist zum Beispiel recht klein gestartet und dann angewachsen. Meine Aufgaben haben sich daher im letzten Jahr kontinuierlich geändert. Am Anfang habe ich viel selbst programmiert, momentan befasse ich mich eher mit konzeptionellen Themen. Die Vielfältigkeit des Projekts finde ich sehr positiv. Zum einen habe ich so die Möglichkeit, die verschiedenen Bereiche und auch meine eigenen Interessen besser kennenzulernen. Zu anderen habe ich auch Stärken entdeckt, von denen ich gar nicht gewusst hatte, dass ich sie habe. Erst bei der Arbeit habe ich bei manchen Aufgaben gemerkt, dass sie mir liegen oder andersrum, wo noch Nachholbedarf besteht. Selbst wenn etwas nicht auf Anhieb klappt, lernt man dazu und bekommt ein besseres Gefühl dafür, wie viel man sich zutrauen kann und ab wann man sich Unterstützung aus dem Team holen sollte. Die Vielfältigkeit der Tätigkeiten macht das Ganze abwechslungsreich. Bei mir ist kein Tag wie der andere und das passt sehr gut zu meinen Interessen. An manchen Tagen programmiere ich gerne, aber nur Programmieren würde mich auf Dauer nicht glücklich machen. Viel Spaß habe ich an der Schnittstellenkommunikation zwischen dem Fachbereich und dem technischen Bereich. Insgesamt bin ich einfach sehr glücklich mit meinem Team, denn wir haben einen starken Teamzusammenhalt und ein förderndes, aber auch forderndes Umfeld.

Welchen angehenden Berufseinsteigern kannst du einen Karrierestart wie deinen nur empfehlen und warum?
Wir suchen Leute, die mindestens einen der drei Bereiche „technische Fähigkeiten“, „fachliches Wissen“ und „Management/Soft Skills“ abdecken. Auf der einen Seite gibt es bei uns Teammitglieder, die glücklich sind, wenn sie die ganze Zeit programmieren können, auf der anderen Seite gibt diejenigen mit BWL- oder Finance-Hintergrund, die sich stark mit den fachlichen Aspekten auseinandersetzen. Dann wiederum gibt es Menschen, die Projekte steuern und managen – und alle Variationen dazwischen. Wenn man den Bereich thematisch spannend findet und sich in dem gerade beschriebenen Spannungsfeld einordnen kann, ist man auf jeden Fall bei uns richtig. Wir bieten ein extrem abwechslungsreiches, spannendes Arbeitsumfeld mit netten Kollegen und vielen Möglichkeiten, sich weiterzuentwickeln – technisch, fachlich oder bei den Soft Skills.

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Jennifer Koschel

Jennifer Koschel

Senior Employer Branding

Jennifer ist seit 2019 Teil des Teams Employer Branding & Personalmarketing bei Deloitte Deutschland. Dort verantwortet sie in erster Linie Employer Branding Kampagnen für verschiedene Businesses und Zielgruppen.

Sven Schulz

Sven Schulz

Employer Branding Manager

Sven ist seit 2018 im Team Employer Branding & Personalmarketing bei Deloitte Deutschland tätig. Dort verantwortet er unter anderem Employer Branding Kampagnen mit Fokus auf berufserfahrene Talente.  Im Deloitte Karriere Blog berichtet Sven über aktuelle Karrierethemen und relevante Business Entwicklungen, die Karrieremöglichkeiten für die unterschiedlichsten Profile bereithalten.