Posted: 16 Feb. 2021

Zu Beginn muss jeder Consultant erst mal viel lernen. Mit anfangs noch etwas einfacheren Aufgaben tastet man sich an verschiedenste komplexe Fragestellungen heran. Mit der Zeit ändert sich das und man bekommt immer mehr Verantwortung.

Josef, Consultant im Team Actuarial & Insurance Services innerhalb von Financial Advisory, berichtet von seinem Berufseinstieg, den typischen Projekten und den Besonderheiten seines Berufsfeldes.

Hallo, mein Name ist Josef und ich bin im Juli 2019, frisch nach meinem Studium, als Consultant im Team Actuarial & Insurance Services (AIS) innerhalb von Financial Advisory eingestiegen.
Im Vergleich zur aktuariellen Arbeit bei einem Versicherungsunternehmen bietet der Einstieg in ein Beratungsunternehmen wie Deloitte aus meiner Sicht viele Vorteile, etwa größere Vielfalt und damit verbunden eine steile Lernkurve. Hier erzähle ich euch mehr.

Zu Beginn muss jeder Consultant erst mal viel lernen. Mit anfangs noch etwas einfacheren Aufgaben tastet man sich an verschiedenste komplexe Fragestellungen heran. Mit der Zeit ändert sich das und man bekommt immer mehr Verantwortung.

Was hast du studiert und welche sonstigen Erfahrungen konntest du bereits mitbringen?
Ich habe Mathematik mit Nebenfach Informatik an der Universität Augsburg studiert, im Bachelor und Master. In meiner Studienzeit habe ich einige Statistikvorlesungen besucht und Programmiererfahrung in Python und R gesammelt. Zusätzlich hatte ich ein Jahr lang einen Werkstudentenjob im Bereich Machine-Learning/Data Science bei einem kleineren Beratungsunternehmen. Dabei konnte ich einen Einblick in die Beratungsbranche gewinnen und meine Programmierkenntnisse praktisch anwenden.

Wie bist du auf Deloitte als Arbeitgeber aufmerksam geworden und wieso hast du dich schließlich für einen Berufseinstieg im AIS-Team entschieden?
Ich war auf der Suche nach einer Stelle im aktuariellen Bereich, nicht aber zwangsweise bei einem Versicherungsunternehmen. Die Arbeit in einem Beratungsunternehmen erschien mir die bessere Wahl: Man kann dort schnell sehr viele verschiedene Themen kennenlernen, was zu einer besonders steilen Lernkurve führt. Außerdem sind die Teams meist jünger. Im Internet bin ich dann auf die Stellenausschreibung des AIS-Teams gestoßen. Bei einem Telefoninterview und einem persönlichen Gespräch hat sich mein Interesse verfestigt. Überzeugt haben mich der professionelle und freundliche Eindruck beim Vorstellungsgespräch, die schnellen Prozesse und Entscheidungen und die Berichte der Interview-Partner über den Arbeitsalltag.

Actuarial & Insurance Services klingt für viele wahrscheinlich kompliziert und fremd. Kläre uns gerne auf: Mit welchen Themen und Projekten beschäftigt sich euer Team?
Unser Team ist in zwei verschiedene Fachgebiete unterteilt. Das „Life“-Team beschäftigt sich mit Versicherungsarten, die mit Biometrie zusammenhängen, vor allem Lebensversicherungen und Krankenversicherungen. Daneben gibt es das „Non-Life“-Team, das sich mit Kompositversicherungen auseinandersetzt, zum Beispiel (KfZ-/Betriebs-/Privat-) Haftpflichtversicherungen und Hausratsversicherungen. Grund für die Unterteilung ist die unterschiedliche Versicherungsmathematik. So spielt im „Life“-Bereich die zukünftige Kapitalmarktentwicklung eine große Rolle, da die Verträge langfristig angesetzt sind und häufig eine feste Verzinsung der eingezahlten Beiträge zugesagt wird. In der „Non-Life“-Sparte ist das in der Regel nicht so von Belang, denn die Vertragszeiträume sind meist kürzer und die Versicherungsnehmer sind nicht an Zinsgewinnen beteiligt.

Die Aufgaben bei uns im AIS-Team sind sehr vielfältig. Zum einen unterstützen wir unsere Kunden dabei, neue Produkte, Tarife oder Technologien umzusetzen. Zum anderen prüfen wir gemeinsam mit unseren Audit-Kollegen die versicherungsmathematische Bilanz von Versicherungen. Auch unterstützen wir Versicherungsunternehmen bei sogenannten Linientätigkeiten, beispielsweise bei der Erstellung von Jahresabschlüssen oder der Solvenzvbilanz. Zu guter Letzt begleiten wir Projekte, bei denen unsere Kunden Versicherungsbestände kaufen oder verkaufen wollen (sogenannte M&As). Aktuell liegt mein Fokus darauf, unseren Kunden bei der Umsetzung des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 17 zu helfen. Das geht von der Entwicklung bzw. Mitarbeit bei Fachkonzepten bis hin zur konkreten technischen Umsetzung in den Systemen der Kunden.

Was war das spannendste Projekt, an dem du bisher mitarbeiten durftest?
Ich fand bis jetzt jedes Projekt sehr spannend. Jedes einzelne bringt einen neuen Einblick in die verschiedenen Unternehmensbereiche der Kunden. Spannend finde ich also die Vielfalt und die Chance, ständig Neues kennenzulernen.

Wie sieht ein klassischer Tag als Consultant bei dir aus?
Einen „klassischen“ Tag gibt es nicht. Unser Berufsalltag ist sehr weit von dem entfernt, was man im Mathematikstudium vermittelt bekommt. Daher muss jeder Consultant zu Beginn erst mal viel lernen. Gerade in der ersten Zeit braucht man viel Anleitung von erfahrenen Kollegen. Mit anfangs noch etwas einfacheren Aufgaben tastet man sich an verschiedenste komplexe Fragestellungen heran.  Mit der Zeit ändert sich das und man bekommt immer mehr Verantwortung – bis hin zu dem Punkt, dass man alleiniger Ansprechpartner für einzelne Themen ist. Natürlich immer in Zusammenarbeit mit erfahreneren Kollegen, die einen bei Rückfragen und Problemen den Rücken stärken.

Was sagst du Berufseinsteigern, die sich für einen Karrierestart wie deinen interessieren?
Ihr solltet auf jeden Fall einen stark quantitativen Studiengang gut abgeschlossen haben, etwa (Wirtschafts-/Finanz-/Versicherungs-)Mathematik, Physik oder Ähnliches. Am besten mit Masterabschluss, gerne auch mit Promotion. Gut sind erste Programmiererfahrungen, etwa im Rahmen von Werkstudentenjobs oder Praktika. Falls ihr bisher keine Erfahrungen im aktuariellen Bereich habt, ist das kein Problem – das war bei mir und sehr vielen anderen Kollegen auch so. Wichtig ist, dass ihr eine gute Auffassungsgabe habt, gewillt seid, euch intensiv in neue Themen einzuarbeiten und prinzipiell die Bereitschaft habt, die von Deloitte geförderte Aktuarsausbildung zu machen. Eine gewisse Reisebereitschaft gehört auch dazu. Nach meiner Erfahrung (vor Corona) beschränkt sich das Reisen aber auf zwei bis drei Tage pro Woche.

Wenn ihr diese Punkte erfüllt, kann ich euch nur ermutigen, euch im AIS-Team zu bewerben. Wir bieten eine faire Vergütung mit performanceabhängigem Bonus sowie gute, klar kommunizierte und transparente Aufstiegschancen. Nicht zu verachten ist auch die sehr gute Förderung der Aktuarsausbildung und sonstiger Weiterbildungen. Man arbeitet auf spannenden und vielseitigen Projekten in einem bunt gemischten Team. Alle sind sehr freundlich, hilfsbereit und kompetent, und die Teamevents und Weihnachtsfeiern machen viel Spaß.

Was ist deiner Meinung nach besonders wichtig, um einen erfolgreichen Karrierestart im AIS-Bereich bei Deloitte hinzulegen?
Da fallen mir vor allem vier Dinge ein: Ehrgeiz, sehr gutes mathematisches Grundverständnis, gute Auffassungsgabe und ausgeprägte Kommunikationsfähigkeiten.

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Jennifer Koschel

Jennifer Koschel

Senior Employer Branding

Jennifer ist seit 2019 Teil des Teams Employer Branding & Personalmarketing bei Deloitte Deutschland. Dort verantwortet sie in erster Linie Employer Branding Kampagnen für verschiedene Businesses und Zielgruppen.

Sven Schulz

Sven Schulz

Employer Branding Manager

Sven ist seit 2018 im Team Employer Branding & Personalmarketing bei Deloitte Deutschland tätig. Dort verantwortet er unter anderem Employer Branding Kampagnen mit Fokus auf berufserfahrene Talente.  Im Deloitte Karriere Blog berichtet Sven über aktuelle Karrierethemen und relevante Business Entwicklungen, die Karrieremöglichkeiten für die unterschiedlichsten Profile bereithalten.