Posted: 25 Feb. 2021

Wie wir unsere Fälle untersuchen, ist von Projekt zu Projekt unterschiedlich und muss individuell ausgearbeitet werden. Losgelöst von der Ausgangslage ist unser Ziel immer eine unabhängige, faktenbasierte Aufklärung des Sachverhalts.

Julius, Senior Manager im Team Forensic innerhalb von Financial Advisory, berichtet, wie er als Wirtschaftsprüfer mit viel Berufserfahrung bei Deloitte eingestiegen ist.

Hallo, mein Name ist Julius, ich bin seit Juli 2019 Teil des Forensic Teams innerhalb von Financial Advisory und dort aktuell als Senior Manager tätig. 
Ich habe eine klassische Karriere in der Wirtschaftsprüfung gemacht und beschäftige mich jetzt im Forensic Team mit forensischen Sonderuntersuchungen. Dabei kann es sich zum Beispiel um Fälle von Korruption, Bilanzmanipulation oder Kartellrechtsverstöße handeln. Wie ich zu Deloitte gekommen bin und wie mein Arbeitsalltag abläuft, erzähle ich hier.

Wie wir unsere Fälle untersuchen, ist von Projekt zu Projekt unterschiedlich und muss individuell ausgearbeitet werden. Losgelöst von der Ausgangslage ist unser Ziel immer eine unabhängige, faktenbasierte Aufklärung des Sachverhalts.

Wie sah deine vorherige Karriere aus?
Vor meinem Einstieg bei Deloitte habe ich 14 Jahre lang bei einer anderen Big-Four- Wirtschaftsprüfungsgesellschaft gearbeitet, davon sechs Jahre als Werkstudent während meines Studiums an der Universität Hohenheim in Stuttgart. Dadurch hatte ich schon einen guten Einblick in den beruflichen Alltag der Abschlussprüfer und ich hatte auch Interesse an bilanziellen Fragestellungen. Daher konnte ich direkt nach dem Studium in „meiner“ Abteilung als Wirtschaftsprüfungsassistent beginnen. Dieser organische Übergang vom Studentenleben in den Berufsalltag ist mir relativ leichtgefallen und ich habe mich voller Elan auf die Prüfung von Jahres- und Konzernabschlüssen des klassischen schwäbischen Mittelstandes gestürzt.

Nach einer stressigen, an die Substanz gehenden, aber wenigstens erfolgreichen Vorbereitung auf das Steuerberaterexamen habe ich mich entschlossen, ein solches Martyrium kein weiteres Mal auf mich zu nehmen und nicht auch noch das Wirtschaftsprüferexamen zu machen. Ich wollte aber weiterhin in der Branche tätig sein und so kam es dazu, dass ich mittlerweile seit über fünf Jahren forensischen Sonderuntersuchungen durchführe.

Nach zwei oder drei Jahren habe ich dann doch noch den Drang verspürt, das Wirtschaftsprüferexamen abzulegen, auch wenn es für meine berufliche Weiterentwicklung nicht mehr Voraussetzung war. In der Retrospektive erschienen die Qualen des Steuerberaterexamens nicht mehr so schlimm und einen entscheidenden Motivationsschub bekam ich auch von meiner Mentorin. Letztendlich kam ich dann im Sommer 2019 als „frisch gebackener und vereidigter“ Wirtschaftsprüfer zu Deloitte.

Wieso hast du das FA Forensic Team als deinen nächsten Karriereschritt gewählt?
Die strategische Fokussierung auf das klassische Kerngeschäft – die Durchführung von forensischen Sonderuntersuchungen nach berufsrechtlichen Vorgaben – war eine wesentliche Grundlage meiner Entscheidung. Das FA Forensic Team investiert hierbei sowohl in die methodische Weiterentwicklung des erfolgreichsten Produkts als auch in unterstützende IT-Systeme. Diese Schwerpunktsetzung spiegelt sich auch in den Profilen meiner Kolleginnen und Kollegen wider. Insofern war Deloitte für mich die einzige Option.

Die dynamischere Unternehmenskultur, die flachen Hierarchien und Deloitte Deutschlands erfolgreiche Aufholjagd der letzten Jahre hat mich darin bestärkt, dass der Wechsel zu Deloitte ein sinnvoller Schritt war. Nachdem ich mit einem äußerst positiven Eindruck aus dem Bewerbungsgespräch gekommen bin, ist mir die Entscheidung sehr leicht gefallen und ich habe sie bis heute noch keine Sekunde bereut.

Mit welchen Themen und Projekten beschäftigt ihr euch konkret und was sind im Rahmen dessen deine Aufgaben als Senior Manager?
Wie schon erwähnt, lassen sich die meisten unserer Projekte unter dem Begriff „forensische Sonderuntersuchung“ zusammenfassen, auch wenn die Realität natürlich etwas komplexer ist.  Regelmäßig beauftragen uns Mandanten im Zusammenhang mit möglichen wirtschaftskriminellen Handlungen oder abweichendem Verhalten in ihren Organisationen. Die Bandbreite der Themenkomplexe ist groß: Korruption, Bilanzmanipulation, Unterschlagung oder Veruntreuung, Datenschutzverstöße, Kartellrechtsverstöße, Verstöße gegen interne Richtlinien, aber auch Mobbing und Belästigung, um nur ein paar zu nennen. Wie wir solche Fälle untersuchen, ist von Projekt zu Projekt unterschiedlich und muss individuell ausgearbeitet werden. Losgelöst von der Ausgangslage ist unser Ziel immer eine unabhängige, faktenbasierte Aufklärung des Sachverhalts. Dabei setzen wir verschiedene Methoden ein, zum Beispiel Dokumentenreview, Buchhaltungsdatenanalysen, Interviews, Hintergrundrecherchen oder E-Mail-Review. Nach Abschluss des Projekts erhält unser Mandant in den meisten Fällen einen umfassenden Bericht, der im Idealfall den Sachverhalt in vollem Umfang und auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse darstellt. In einigen Fällen bildet unser Bericht die Grundlage für zivilrechtliche Schadensersatzansprüche oder auch für strafrechtliche Ermittlungen.

Neben forensischen Sonderuntersuchungen bieten wir aber noch weitere Leistungen an, zum Beispiel Compliance Due Diligences, Unterstützung bei Disputes oder Litigations, Fraud Risk Assessments. Im Rahmen der Projektarbeit ist es meine wichtigste Aufgabe, die Erwartungen des Mandanten zu erfüllen und uns als verlässlichen Partner zu positionieren. Dabei beachten wir natürlich stets unsere berufsrechtliche Verpflichtung zur Unabhängigkeit. Ich kümmere mich auch darum, dass das Projekt operativ und administrativ reibungslos abläuft, das Projektteam motiviert ist und die Arbeitsergebnisse unseren Qualitätsansprüchen genügen. Das klingt eigentlich ganz einfach, ist manchmal aber eine ziemliche Herausforderung.

Die verbleibende Zeit neben der operativen Projekttätigkeit nutze ich zur Erstellung von Angeboten, Unterstützung von Marketingaktivitäten, der Pflege meines beruflichen Netzwerks und der Mitarbeiterentwicklung.

Welche relevanten Erfahrungen konntest du für deine Rolle als Senior Manager bei Deloitte bereits mitbringen, was hingegen galt es für dich neu zu lernen?
Ich hoffe doch, dass ich alle relevanten Erfahrungen bereits mitgebracht habe, denn sonst wäre ich ein schlechter Fang für Deloitte gewesen. Abgesehen davon musste ich mich natürlich erst einmal mit den internen Prozessen und den IT-Systemen vertraut machen. Es war sicherlich von Vorteil, dass ich davor bereits bei einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft gearbeitet habe und sich die Prozesse grundsätzlich ähneln.

Apropos lernen – selbstverständlich muss ich mich regelmäßig fachlich weiterbilden. Das liegt jedoch nicht am Arbeitgeberwechsel, sondern daran, dass geänderte rechtliche Rahmenbedingungen unsere Serviceleistungen betreffen. Aktuelle Beispiele sind der Referentenentwurf zum Verbandssanktionsgesetz oder die EU-Whistleblower-Richtlinie.

Auch aktuell ist das FA Forensic Team auf der Suche nach berufserfahrenen Experten. Welche Profile passen gut in euer Team?
Das fachliche Profil ist meines Erachtens klar. Die neuen Teammitglieder können sowohl einen Hintergrund in der Beratung oder Wirtschaftsprüfung haben als auch aus der Industrie kommen. Entscheidend ist vielmehr, dass sie bereits relevante Berufserfahrung haben. Aber natürlich freuen wir uns auch immer ganz besonders über Rechtsanwälte, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer.

Spannender ist die Frage nach der Persönlichkeit. Leistungsbereitschaft und ein gewisses Maß an Stressresistenz kann in jedem Fall nicht schaden. Ansonsten würde ich mir kreative Köpfe mit einer Portion Humor wünschen.

Wieso kannst du interessierten Experten einen Einstieg in euer Team nur empfehlen?
Weil wir wirklich als Team agieren. Wir ziehen an einem Strang, ergänzen und unterstützen uns und arbeiten jeden Tag aufs Neue vertrauensvoll, partnerschaftlich und hierarchieübergreifend zusammen. Neben der fachlichen Expertise jedes einzelnen ist dies das Fundament unseres wirtschaftlichen Erfolgs.

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Jennifer Koschel

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Senior Employer Branding

Jennifer ist seit 2019 Teil des Teams Employer Branding & Personalmarketing bei Deloitte Deutschland. Dort verantwortet sie in erster Linie Employer Branding Kampagnen für verschiedene Businesses und Zielgruppen.

Sven Schulz

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Employer Branding Manager

Sven ist seit 2018 im Team Employer Branding & Personalmarketing bei Deloitte Deutschland tätig. Dort verantwortet er unter anderem Employer Branding Kampagnen mit Fokus auf berufserfahrene Talente.  Im Deloitte Karriere Blog berichtet Sven über aktuelle Karrierethemen und relevante Business Entwicklungen, die Karrieremöglichkeiten für die unterschiedlichsten Profile bereithalten.