Posted: 16 Mar. 2022

Im Bereich Regulatorik bekommt man einen sehr guten Überblick über die Finanzbranche, da es zahlreiche Schnittstellen zu weiteren Themen gibt.

Fabrice ist Ende 2021 als Professional im Bereich Audit FSI eingestiegen und berichtet über seinen Start bei Deloitte und über die aktuellen Projekte, die er begleiten darf.

Hi, ich bin Fabrice, Professional im Bereich Audit FSI innerhalb von Audit & Assurance und Teil des Sektors „Banking & Capital Markets“.
Gleich in meiner ersten Woche bei Deloitte konnte ich parallel zum Onboarding schon mit der Projektarbeit beginnen. Ich bin Teil eines Teams von Regulierungsexpert:innen und beschäftige mich vor allem mit der Implementierung nationaler und internationaler aufsichtsrechtlicher Anforderungen. Wie das in meinem Arbeitsalltag aussieht, erzähle ich hier.

Im Bereich Regulatorik bekommt man einen sehr guten Überblick über die Finanzbranche, da es zahlreiche Schnittstellen zu weiteren Themen gibt.

Fabrice, du bist als Professional im Competence Center Regulatory tätig. Wie bist du zu Deloitte gekommen, wie lief dein Einstieg ab und was hast du vorher studiert?
Ich habe im Bachelorstudium BWL mit Schwerpunkt Finanzen, Rechnungswesen und Steuern an der Georg-August-Universität in Göttingen studiert und habe dann ein Masterstudium in BWL mit Schwerpunkt Finanzen an der Nottingham-Trent-University absolviert. Auf Deloitte bin ich über eine Kommilitonin aufmerksam geworden. Sie ist zwar in einem anderen Bereich bei Deloitte tätig, hat mir jedoch ausschließlich positives über die Firmenkultur und den Zusammenhalt innerhalb ihres Teams berichtet. Daraufhin habe ich mir verschiedene Bereiche im Karriereportal angesehen, mich schließlich für Regulatory Advisory entschieden und mich über das „Refer a Friend“-Programm werben lassen, was den Bewerbungsprozess enorm beschleunigt hat. Die anschließenden Bewerbungsgespräche mit meinem heutigen Director und Manager fanden online statt. Abschließend gab es noch ein Gespräch mit zwei FSI-Partnern.

Nachdem ich mein Equipment im Düsseldorfer Büro erhalten hatte, bestand das Onboarding aus Online-Veranstaltungen. Ich habe sie mir im Büro angesehen, um so gleichzeitig Kontakt zu meinen neuen Kolleg:innen zu knüpfen. Ein persönlicher Austausch, besonders am Anfang in einer neuen Firma, ist meiner Meinung nach durch Zoom-Konferenzen nicht zu ersetzen. Glücklicherweise ist das im Moment wieder möglich, denn durch ein ausgeklügeltes Hygienekonzept können wir hybrid arbeiten. Drei Tage die Woche gehe ich ins Büro und zwei Tage arbeite ich von zu Hause aus.

Parallel zu den Onboarding-Veranstaltungen bin ich auch gleich in das erste Projekt in der prüfungsnahen Beratung eingestiegen. Das Projektteam hat sich gemeinsam im Büro getroffen und sich remote beim Kunden auf die Computer in der Bank eingewählt, sodass ich mich mit meinen neuen Kolleg:innen auch persönlich über Fachliches austauschen konnte. Ich hatte gleich in der ersten Woche Kundenkontakt. Dabei haben wir die zu erreichenden Meilensteine und den Zeitrahmen des Projekts festgelegt.

Du bist Mitglied von FSI-Assurance und Teil eines Teams von Regulierungsexpert:innen, die sich mit der Bankenaufsicht und ihren Schnittstellen zu Rechnungslegungsvorschriften befassen. Was genau kann man sich darunter vorstellen? Wie sieht dein Arbeitsalltag als Professional aus?
In unserem Team beschäftigten wir uns maßgeblich mit der Implementierung nationaler und internationaler aufsichtsrechtlicher Anforderungen und unterstützen unsere Kunden dabei, die Anforderungen der unterschiedlichsten Aufsichtsbehörden zu erfüllen. Dies kann bspw. auf nationaler Ebene die Bafin sein, auf internationaler Ebene die EZB. Die Beantwortung regulatorischer Fragestellungen stellt sich für mich als äußerst dynamisch dar, denn man muss sich immer wieder mit neuen Änderungen auseinandersetzen.

In unserem Team beschäftigen wir uns auch mit den unterschiedlichsten regulatorischen Kennzahlen. Die für die Ermittlung der Kennzahlen notwendigen Datenlieferstrecken, mit welchen wir uns im Rahmen unserer Arbeit auch auseinandersetzen, reichen oftmals von den Front-Office-Systemen bis zum Accounting. Da die zu erfüllenden Anforderungen im Aufsichtsrecht oft von bilanziellen Kennzahlen, beispielsweise der Bilanzsumme, abhängen, bin ich an vielen Schnittstellen unterwegs und bekomme einen wirklich weitreichenden Überblick über bilanzielle Fragestellungen in der Bankenlandschaft und auch über die damit verbundenen aufsichtsrechtlichen Anforderungen. Bei regulatorischen Anpassungen kann es zudem auch notwendig sein, die bestehende IT-Strukturen zu optimieren. Somit stellt für mich der Bereich Regulatory Advisory den richtigen Mix aus fachlicher Herausforderung und der technischen Adaption existierender Infrastruktur dar.

Der Arbeitsalltag, sofern man von einem Alltag sprechen kann, ist projektabhängig. Neben Meetings mit den Ansprechpartnern auf der Kundenseite bin ich mit dem Deloitte-Netzwerk im ständigen Austausch, aber natürlich auch mit den verschiedensten Abteilungen in der Bank, um den benötigten Input zu erhalten. Zusätzlich beschäftige ich mich mit Facharbeit und treibe gemeinsam mit den Kolleg:innen aus dem CoC Regulatory die Themenentwicklung wesentlicher aufsichtsrechtlicher Änderungen voran, indem ich beispielsweise Slides für Workshops vorbereite.

Kurz nach deinem Einstieg durftest du bereits an größeren Projekten mitarbeiten und hast sehr schnell viel Verantwortung übertragen bekommen. An welchen spannenden Projekten arbeitest du derzeit?
 Derzeit befinden wir uns in der Endphase eines Projekts bei einer internationalen Bank, die wir bei der Implementierung der aktualisierten Fassung der Capital Requirements Regulation unterstützen. Die Europäische Kommission hat eine neue Fassung veröffentlicht, wonach bestimmte Finanzinstitute ihre aufsichtsrechtlichen KPIs, zum Beispiel Eigenmittelausstattungen, für Marktteilnehmer offenlegen müssen. Konkret geht es darum, aufsichtsrechtliche Kennzahlen der Bank anhand eines Tools der EBA zu ermitteln und in einem einheitlichen Offenlegungsformat dem Markt zur Verfügung zu stellen. Bei diesem Projekt gefällt mir besonders, dass wir mit den Kunden auf Augenhöhe diskutieren und wir uns im ständigen Austausch abstimmen. Es ist keineswegs so, dass einem die Problemstellung „hingeworfen“ wird, sondern wir überlegen gemeinsam, bevor wir in die Umsetzung gehen. Die Meinung von jedem und jeder zählt hier, was ich als Einsteiger natürlich toll finde.

Du bist zudem Teil des Sektors „Banking & Capital Markets“. Was begeistert dich am meisten am Finanzsektor und was sind deiner Meinung nach zukünftig die größten Chancen und Herausforderungen des Sektors?
Ich bin neugierig, wie sehr Finanzinstitute ESG Reporting adaptieren werden und wie sich dahingehend die Relevanz weiterentwickelt. Zudem verfolge ich den Einfluss der Kryptowährungen auf etablierte Finanzinstitute und bin gespannt, welche regulatorischen Neuerungen in diesem Bereich kommen werden. Im Bereich Regulatorik bekommt man einen sehr guten Überblick über die Finanzbranche, da es zahlreiche Schnittstellen zu weiteren Themen gibt. Speziell für etablierte Banken wird es interessant, wie sie sich gegenüber den großen Technologiekonzernen aufstellen werden. Außerdem kommen immer wieder neue Anbieter von Zahlungsdiensten und FinTechs mit eigener Banklizenz, sogenannte Neobanken, auf den Markt. In dieser Hinsicht bleibt abzuwarten, wie sich die Kräfteverhältnisse möglicherweise verschieben. Ich bin neugierig, wie sich das Betätigungsfeld weiterentwickelt und wie ich gemeinsam mit Deloitte meine Nische finden kann.

Du bist selbst erst Anfang Dezember 2021 bei Deloitte eingestiegen. Warum kannst du einen Einstieg in deinem Team auch anderen Absolvent:innen nur weiterempfehlen?
Es gibt einem die Möglichkeit, in einem jungen dynamischen Team mit fachlicher Expertise zu arbeiten. Alle kommen einem auf Augenhöhe entgegen und sind wirklich nett und hilfsbereit. Es ist auch möglich, durch interne Weiterbildungen an sogenannten „Certification Journeys“ mit anderen Kolleg:innen teilzunehmen. Derzeit mache ich einen Robotic-Process-Automation-Kurs. Auf die fachliche und technische Weiterbildung wird wirklich viel Wert gelegt und man kann auch Themen angehen, die zunächst nicht ganz offensichtlich ins Jobprofil passen.

Welchen Tipp kannst du Bewerber:innen für ihren Bewerbungsprozess mit auf den Weg geben und welche Eigenschaften sollten sie mitbringen?
Ich denke, man sollte sich so geben, wie man ist und nicht zu ernst auftreten, um die Atmosphäre bei den Online-Interviews ein wenig aufzulockern. Einfach offen und ehrlich sein und die möglicherweise vorhandene Nervosität nicht unnötig unterdrücken.

Auch wenn du erst seit Kurzem Teil des Deloitte-Teams bist: Was war dein absolutes Highlight bisher?
Die anfänglichen fachübergreifenden Online-Roundtables mit den Kolleg:innen fand ich sehr cool, da ich so Leute aus anderen Bereichen kennenlernen konnte. Wir haben uns auch schon privat auf ein Bier getroffen. Zusätzlich finden regelmäßige Online-Teamevents statt. Ganz besonders sind jedoch die Kick-Off-Veranstaltungen bei neuen Projekten.

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Jennifer Koschel

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Jennifer ist seit 2019 Teil des Teams Employer Branding & Personalmarketing bei Deloitte Deutschland. Dort verantwortet sie in erster Linie Employer Branding Kampagnen für verschiedene Businesses und Zielgruppen.

Sven Schulz

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Employer Branding Manager

Sven ist seit 2018 im Team Employer Branding & Personalmarketing bei Deloitte Deutschland tätig. Dort verantwortet er unter anderem Employer Branding Kampagnen mit Fokus auf berufserfahrene Talente.  Im Deloitte Karriere Blog berichtet Sven über aktuelle Karrierethemen und relevante Business Entwicklungen, die Karrieremöglichkeiten für die unterschiedlichsten Profile bereithalten.