Posted: 26 Jan. 2022

Im Restrukturierungsteam arbeiten wir  daran, die wahrscheinlich größte Herausforderung für Unternehmen zu bewältigen: eine Krise. Das erfordert ein umfassendes Verständnis des jeweiligen Geschäftsmodells sowie zuverlässige Teamarbeit.

Sunna ist Teil des Turnaround & Restructuring Teams innerhalb von Financial Advisory und gibt dir spannende Einblicke in ihre Arbeit.

Hallo, ich bin Sunna und seit Februar 2021 Teil des Turnaround & Restructuring Teams innerhalb von Financial Advisory. Dort entwickeln wir vor allem Maßnahmenkonzepte, um Transformationsprojekte und Unternehmenskrisen nachhaltig zu bewältigen.
Mein erstes Jahr bei Deloitte war sehr abwechslungsreich, lehrreich und hat mir viel Spaß gemacht. Ich habe bereits jetzt an sechs hochinteressanten Projekten mitgearbeitet. Dabei ging es vor allem um Restrukturierungsfälle und Transformationsprojekte in der Schifffahrtsbranche, denn darin liegt der Schwerpunkt meines Teams in Hamburg. Wie ich meinen Start bei Deloitte erlebt habe, erzähle ich hier.

Im Restrukturierungsteam arbeiten wir daran, die wahrscheinlich größte Herausforderung für Unternehmen zu bewältigen: eine Krise. Das erfordert ein umfassendes Verständnis des jeweiligen Geschäftsmodells sowie zuverlässige Teamarbeit.

Nimm uns mit in deinen Arbeitsalltag: Mit welchen Aufgaben und Herausforderungen beschäftigt ihr euch im Team und wie unterstützt ihr dabei eure Kund:innen?
Bei Deloitte Turnaround & Restructuring unterstützen wir unsere Mandantschaft dabei, Unternehmenskrisen und Transformationsprojekte nachhaltig zu bewältigen und entwickeln dafür Maßnahmenkonzepte. Typische Aufgaben bei uns umfassen Folgendes: Wir analysieren Geschäftsmodelle und deren strategische Positionierung, erstellen und plausibilisieren Unternehmensplanungen sowie kurzfristige Liquiditätsrechnungen und begleiten die Umsetzung unserer Restrukturierungsmaßnahmen. Mit knapp 100 Berater:innen an fünf verschiedenen Standorten in Deutschland kann unser Team den gesamten Prozess dieser herausfordernden Unternehmenssituationen abdecken. Um unserer Mandantschaft dabei eine optimale Lösung anzubieten, sind wir meist in multidisziplinären Projektteams unterwegs.

Der thematische Schwerpunkt am Standort Hamburg ist die finanzielle Restrukturierung. In unseren Projekten haben wir es oft mit Unternehmen zu tun, die nicht mehr in der Lage sind, den Schuldendienst fristgerecht zu erbringen. Ihnen würde dann zum Beispiel eine Stundung der Tilgungsraten oder eine Anpassung des Kreditvertrages helfen, um ihre Zahlungsfähigkeit aufrechtzuerhalten. Allerdings erfolgt so eine Unterstützungsmaßnahme seitens der Banken heutzutage nicht mehr ohne Weiteres. Die betroffenen Banken möchten mehr Sicherheit. Daher initiieren sie eine Restrukturierungsberatung, um die Situation umfassend zu verstehen und eine Einschätzung zur Zahlungsfähigkeit, Durchfinanzierung und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu erhalten. Unsere Aufgabe ist es zu beurteilen, ob bei einer Anpassung des Schuldendienstes nicht nur die Krisensituation überwunden werden kann, sondern auch die Rückführung der gestundeten Tilgungen langfristig sichergestellt ist. Für diese Beurteilung müssen wir sowohl die Historie als auch die Strategie des Unternehmens analysieren und bewerten und anschließend gemeinsam Maßnahmen entwickeln, die dem Unternehmen helfen, wieder wettbewerbsfähig zu werden.

In den vergangenen Monaten hast du schon spannende Projekte begleiten können. Unter anderem hast du gleich mehrere Schifffahrtsprojekte unterstützt. Was war dabei das spannendste Projekt für dich und wieso?
Da es in Deutschland 2020 vergleichsweise wenige Krisenfälle gab, hat unser Team schwerpunktmäßig Transformationsprojekte begleitet, vor allem in der Schifffahrt. Mein spannendstes Projekt war bis jetzt die Wirtschaftlichkeitsuntersuchung eines eisbrechenden Forschungsschiffes der Bundesregierung. In dem Projekt haben wir das Forschungsinstitut dabei unterstützt, verschiedene Handlungsalternativen für den Ersatz eines alten Forschungsschiffes zu identifizieren und zu bewerten, um abschließend eine Empfehlung für die wirtschaftlichste Option abzugeben. Dabei haben wir die Alternativen einmal quantitativ anhand ihrer Investitionskosten bewertet und unsere Analyse dann um weitere qualitative Faktoren in einer Nutzwertanalyse ergänzt.

Am besten an dem Projekt haben mir die Interviews mit den verschiedenen Wissenschaftler:innen und Expert:innen gefallen. Denn in den Gesprächen haben meine Kolleg:innen und ich sehr viel über konkrete Auswirkungen des Klimawandels und Maßnahmen der globalen Klimapolitik erfahren – und das aus erster Hand. Übrigens ist es kein Zufall, dass ich bereits bei mehreren Schifffahrtsprojekten mitgearbeitet habe, denn unser Team in Hamburg ist das globale Deloitte Shipping Team. Das heißt, dass unser Team durch diese Expertise bei vielen Schifffahrtsprojekten – überall auf der Welt – hinzugezogen wird oder die Projekte sogar ganz übernimmt. Durch diesen Schwerpunkt sind unsere Projekte besonders vielseitig. So habe ich zum Beispiel bereits an einer strategischen Ship Management Markteintrittsstudie für eine internationale Reederei sowie an einer Buy-Side M&A Beratung im Zusammenhang mit einer deutschen Werft gearbeitet.

Was macht dir an deiner Arbeit als Restrukturierungsberaterin besonders viel Freude? Was hingegen sind Herausforderungen und wie gehst du mit diesen um?
An meiner Arbeit motiviert mich, Unternehmen aus den schwierigsten Unternehmenssituationen heraus zu helfen. Ich mag die Herausforderung, die mit der Vielseitigkeit und der Dringlichkeit einer Transformation oder Krise einhergeht. Das ermöglicht mir, in kürzester Zeit in verschiedene Geschäftsmodelle und Branchen einzutauchen und dabei mein Verständnis von komplexen betriebswirtschaftlichen Zusammenhängen täglich zu erweitern. Außerdem finde ich die soziale Komponente an meiner Arbeit spannend. Bei jedem Projekt müssen wir die Mitarbeitenden des jeweiligen Unternehmens abholen und von der Transformation überzeugen. Und zuletzt macht mir die Arbeit in meinem motivierten und dynamischen Team sehr viel Spaß.

Eine Herausforderung bei meiner Arbeit? Definitiv die Komplexität und Vielseitigkeit der Projekte. Jedes Projekt ist anders und erfordert neue Kenntnisse und Kompetenzen. Das verlangt eine hohe Eigenmotivation. In sehr intensiven Projektphasen hilft es mir dann, mich mit meinen direkten Kolleg:innen auszutauschen. Außerdem kann ich mich jederzeit auf die Unterstützung durch meine Kolleg:innen oder Projektleiter:innen verlassen.

Außerdem bietet Deloitte viele verschiedene Trainings an und bereitet uns sehr gut auf den Projektalltag vor. Ich befinde mich zum Beispiel gerade in der „TR Initiative“. Das ist eine Schulungsreihe für Berufseinsteiger:innen bei uns im Deutschen Turnaround & Restructuring Team, in der wir verschiedene Vorträge und Workshops zu Soft Skills, wie der pyramidalen Kommunikation und anderen Beratungstools, sowie zu fachlichen Themen, wie der integrierten Unternehmensplanung oder Sanierungsgutachten, bekommen. Ein guter Nebeneffekt dieser Schulungen ist, dass ich neue Kolleg:innen aus ganz Deutschland kennenlerne und dadurch schnell gut vernetzt bin.

Dein Bachelorstudium hast du klassisch in Betriebswirtschaftslehre absolviert. Dabei hast du einen Schwerpunkt auf die Bereiche Strategie & Innovation gelegt. Wieso hast du dich gerade für diese Schwerpunkte entschieden und wie kannst du dein gewonnenes Wissen nun in den Arbeitsalltag integrieren?
In meinem Bachelorstudium war es mir wichtig, die großen Zusammenhänge von Unternehmen zu verstehen und an fortschrittlichen Ideen und Themen zu arbeiten. Durch meinen Schwerpunkt hatte ich während der Praxisphasen meines dualen Studiums die Möglichkeit, diverse Einsätze in strategischen Abteilungen meines Partnerunternehmens zu absolvieren. So war ich beispielsweise im Business Development und im Inhouse Consulting eingesetzt und konnte dort an wegweisenden und innovativen Projekten – häufig mit Bezug zur Digitalisierung – mitarbeiten. Konkret habe ich dabei an verschiedenen Markt-, Wettbewerbs- und Kundenanalysen mitgearbeitet. Und diese Analysen müssen wir auch in den meisten unserer Berichte aufführen – zum Beispiel im Marktteil eines Sanierungsgutachtens.

Im Financial Advisory Bereich sucht ihr immer wieder nach Verstärkung durch Hochschulabsolvent:innen. Welche Eigenschaften sollten interessierte Bewerber:innen mitbringen und worauf kommt es in eurem Team wirklich an?
Was die Berater:innen bei Deloitte und im Turnaround & Restructuring Team meiner Meinung nach gemeinsam haben, ist, dass wir hoch motiviert sind und die Herausforderungen mögen, die durch die Vielfalt an Themen und Problemstellungen im globalen Projektgeschäft entstehen. Diese Eigenschaften schätzen wir auch sehr bei unseren Bewerber:innen. Neben Motivation und Neugierde achten wir bei Bewerber:innen auf den Personal Fit, denn während eines Projekts arbeiten wir zum Teil sehr intensiv zusammen im Team und da ist Teamfähigkeit besonders wichtig. Ansonsten sind eine gewisse Zahlenaffinität und Kenntnisse im Bereich Finanzen und Rechnungslegung natürlich hilfreich. Mein persönlicher Eindruck ist, dass es bei uns weniger um harte Qualifikationen oder spezifische Erfahrungswerte in der Restrukturierung geht. Praktika oder ähnliche Erfahrungen in unserem Bereich sind natürlich sehr willkommen, aber keinesfalls eine Voraussetzung, um bei uns durchzustarten. „We hire for attitude and train for skill” – ein Spruch, den ich bei LinkedIn gesehen habe und bei Deloitte sehr stark erlebe. Wenn sich also jemand für einen Einstieg bei uns interessiert, egal mit welchem Hintergrund, empfehle ich, einfach eine Bewerbung abzuschicken und es zu probieren.

Was macht die Restrukturierungsberatung bei Deloitte so interessant und welche überzeugenden Argumente kannst du zukünftigen Teammitgliedern mit auf den Weg geben?
In der Restrukturierungsberatung von Deloitte profitiert man zunächst vom globalen Netzwerk und der Projektvielfalt, die sich daraus ergibt. Mit unserer Reichweite als weltweit größte Unternehmensberatung haben wir oft renommierte Mandanten, über die in der Presse berichtet wird. Dadurch haben unsere Projekte häufig einen so großen Umfang, dass sie die Zusammenarbeit von globalen, multidisziplinären Teams erfordern. Mich reizt es, an diesen weitreichenden und relevanten Themen mitzuarbeiten. Allerdings ist nicht nur unsere Mandantschaft global verteilt, sondern auch unsere Kolleg:innen, mit denen wir zum Teil grenzüberschreitend zusammenarbeiten. So hatte ich beispielsweise schon bei einem Projekt die Möglichkeit, mit Kolleg:innen aus Nahost und Großbritannien zusammen zu arbeiten.

Ein weiterer Vorteil sind die umfangreichen Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten. Deloitte fördert uns mit vielseitigen Schulungen und Workshops zu Soft Skills und Hard Skills, aber auch mit umfangreichen Weiterbildungschancen. So gibt es zum Beispiel Unterstützung für Berufsexamina. Außerdem stellt Deloitte Einsteiger:innen individuelle Ansprechpartner:innen zur Seite, die sie zum Thema Karriereentwicklung beraten.

Ein kleiner Rückblick: Du bist nun ein knappes Jahr bei Deloitte. Wie war das erste Jahr für dich?
Vielseitig, lehrreich und es hat mir vor allem richtig viel Spaß gemacht! In diesem einen Jahr habe ich schon an sechs spannenden Projekten mitgearbeitet, habe mit motivierten und inspirierenden Kolleg:innen zusammengearbeitet, mit denen ich auch sehr gerne privat etwas unternehme. Ich habe auch an Videokonferenzen mit Wissenschaftler:innen, Geschäftsführer:innen und Investmentbanker:innen teilgenommen, habe „Suits-Momente“ in einer Bibliothek im 11. Stockwerk einer Rechtskanzlei erlebt, mir viel Wissen über die Polarregionen angeeignet und die Nutzung von wertvollen Excel-Shortcuts vervielfacht.

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Jennifer Koschel

Jennifer Koschel

Senior Employer Branding

Jennifer ist seit 2019 Teil des Teams Employer Branding & Personalmarketing bei Deloitte Deutschland. Dort verantwortet sie in erster Linie Employer Branding Kampagnen für verschiedene Businesses und Zielgruppen.

Sven Schulz

Sven Schulz

Employer Branding Manager

Sven ist seit 2018 im Team Employer Branding & Personalmarketing bei Deloitte Deutschland tätig. Dort verantwortet er unter anderem Employer Branding Kampagnen mit Fokus auf berufserfahrene Talente.  Im Deloitte Karriere Blog berichtet Sven über aktuelle Karrierethemen und relevante Business Entwicklungen, die Karrieremöglichkeiten für die unterschiedlichsten Profile bereithalten.