Posted: 08 Nov. 2022

Für mich ist besonders der interdisziplinäre Ansatz der Projekte so spannend: sie zielen auf eine ökologische oder ökonomische Verbesserung ab, müssen sich aber an gewissen Prinzipien einer Förderung halten.

Guy ist als Professional im Bereich Public Funds Assurance tätig und prüft im Rahmen dessen Projekte des öffentlichen Sektors.

Hallo, ich bin Guy und als Professional im Government & Public Services Team tätig.
Teil des Teams bin ich seit April 2019 – erst als Praktikant, dann als Werkstudent und nun als Professional, aber stets mit Fokus auf den Bereich Public Funds Assurance, in dem wir Projekte des öffentlichen Sektors auf den Förderungsprozess durch EU-Gelder prüfen. Mehr dazu verrate ich euch gerne hier in meinem Blog.

Für mich ist besonders der interdisziplinäre Ansatz der Projekte so spannend. Das Förderprojekt zielt dabei meist auf eine ökologische oder ökonomische Verbesserung ab, muss sich aber an betriebswirtschaftliche und zuwendungsrechtliche Prinzipien einer solchen Förderung halten.

Hallo Guy, mit welchen Themen beschäftigt sich euer Team im Allgemeinen?
Wie schon kurz angeteasert, beschäftigt sich unser Team primär mit der Überprüfung des Prozesses der Förderung durch EU-Gelder im Rahmen von Projekten des öffentlichen Sektors. Dies umfasst sowohl die Prüfung der Verwendung der Fördermittel auf Projektebene als auch die Prüfung des zugrundeliegenden Verwaltungssystems für die Bereitstellung durch die Bundesländer. Die Organisation des Teams in Berlin orientiert sich bei uns an den drei großen Fonds der EU-Förderung: Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), Europäischer Sozialfonds (ESF) und Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER).

Bei welchen konkreten Projekten durftest du bislang mitwirken und was war hier deine Rolle bzw. deine Aufgaben als Prüfer?
Ich hatte bereits von Anfang an die Möglichkeit, eigenverantwortlich Projekte zu betreuen und auch extern gegenüber Kunden als Verantwortlicher aufzutreten. In der Anfangsphase wurde ich dabei natürlich eng von erfahrenen Kolleg:innen betreut, die jederzeit für Fragen zur Verfügung standen. Konkret habe ich mit Projektkontrollen im Bereich des EFRE im Land Berlin begonnen. Nach und nach kamen dann weitere Aufgaben, wie die Durchführung von Vorhabenprüfungen im ELER in den Bundesländern Brandenburg und Rheinland-Pfalz, die Ausgabentestierung eines Fördermittelnehmers in Niedersachsen sowie die administrative Begleitung des Förderprogrammes REACT-EU EFRE im Land Hessen, hinzu.

Was macht die Prüfung von Projekten des öffentlichen Sektors so spannend und was macht dir so viel Freude an deiner Arbeit?
Für mich ist besonders der interdisziplinäre Ansatz der Projekte so spannend. Das Förderprojekt zielt dabei meist auf eine ökologische oder ökonomische Verbesserung ab, muss sich aber an betriebswirtschaftliche und zuwendungsrechtliche Prinzipien einer solchen Förderung halten. Das Zusammenspiel aus Fördermittelgeber und -nehmer ist dabei bei jedem Projekt anders, wodurch jedes Projekt seine ganz eigene Dynamik entwickelt. Weiterhin finde ich es toll, so einen tiefen Einblick in die Förderprojekte der jeweiligen Region zu bekommen. Insbesondere bei Projekten, die in der eigenen Heimatregion durchgeführt werden, ist dies besonders spannend – sei es nun ein gefördertes Forschungsprojekt oder eine energetische Sanierung eines historischen Gebäudes, welches das Stadtbild prägt. Letztlich kann ich sagen, dass wir mit unserer Arbeit einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass die aus Steuergeldern finanzierten Förderungen ordnungsgemäß durchgeführt werden.

Trotz der eigenverantwortlichen Betreuung der Förderprojekte wird bei uns viel im Team eng zusammengearbeitet. Die gemeinsame Lösungsfindung und der Erfahrungsaustausch stehen im Vordergrund, wodurch sowohl eine konstante Arbeitsqualität gewährleistet als auch die Zusammengehörigkeit als Team gefördert wird.

Eingestiegen bist du damals während bzw. direkt nach deinem Studium. Was hast du studiert, wie bist du auf das Government & Public Services Team aufmerksam geworden und wieso hast du dich letztendlich dazu entschieden, genau hier deine Karriere zu starten?
Erstmalig bin ich nach meinem Bachelorstudium auf das Government & Public Services Team aufmerksam geworden. Ich habe damals Volkswirtschaftslehre und Rechtswissenschaften im 2-Fächer-Bachelor an der Georg-August-Universität in Göttingen studiert und nach einem GAP-Praktikum zwischen Bachelor und Master gesucht. Dabei habe ich nach einem Bereich Ausschau gehalten, der die gesamtwirtschaftliche sowie die rechtliche Komponente meines Studiums gleichermaßen mit einbezieht. Dies war im Bereich „Public Funds Assurance“ nach meiner ersten Recherche der Fall und dieser Eindruck hat sich auch nach Arbeitsbeginn bestätigt. Nach meinem Praktikum begann ich mein Masterstudium im Bereich Unternehmensrecht, wobei mir Deloitte ermöglichte, mein gesamtes Studium nebenbei als Werkstudent tätig zu sein. Nach meinem erfolgreichen Abschluss als Wirtschaftsjurist war für mich klar, dass ich meine Aufgabe bei Deloitte weiterführen möchte und hatte das Glück, Vollzeit als Professional am Standort Berlin einsteigen zu können.

Was müssen junge Talente deiner Meinung nach mitbringen, um eine erfolgreiche Karriere in eurem Team zu starten?
Das Wichtigste ist Interesse und Motivation, sich Wissen in einem komplett neuen Bereich anzueignen. Das doch eher speziellere Feld der öffentlichen Förderung ist erfahrungsgemäß keines, in dem die Bewerber:innen große Vorkenntnisse haben. Folglich kann man in seiner Anfangszeit viel Neues lernen. Vorkenntnisse im Bereich Zuwendungsrecht oder Vergaberecht sind zwar hilfreich, aber keine Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Einstieg. Trotz der eigenverantwortlichen Projektarbeit sollte man ein guter Teamplayer sein, da die teaminterne Lösungsfindung ein wichtiger Teil der täglichen Arbeit ist.

Für wen ist der Berufseinstieg in eurem Team genau das Richtige und auf welche Chancen, aber auch Herausforderungen, dürfen sich Talente freuen?
Wer gewissenhaft arbeitet und viel Wert auf Details legt, ist bei uns im Team auf jeden Fall richtig. Dabei kommt es weniger darauf an, was jemand studiert hat. Gerade die unterschiedlichen Studienhintergründe, wie BWL, VWL, Jura oder auch Agrarökonomie, machen meiner Meinung nach die Stärke unseres Teams aus. Jede:r bekommt die Chance, eigenverantwortlich Förderprojekte im gesamten Bundesgebiet zu begleiten. Die Herausforderung dabei ist, dass jedes Projekt anders ist und den unterschiedlichsten internen sowie externen Einflüssen unterlegen ist. Der/die Prüfungsverantwortliche muss jedes Mal aufs Neue die förderaktionsspezifischen Grundlagen, die Vorgaben des EU-Rechts sowie den Deloitte Prüfungsansatz auf ein individuelles Projekt anwenden und zu einem verbindlichen Ergebnis kommen.

Du möchtest mehr über das Government & Public Services Team sowie deine dortigen Karrieremöglichkeiten erfahren? Dann besuche gerne unsere Karrierewebseite.

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Sven Schulz

Sven Schulz

Employer Branding Manager

Sven ist seit 2018 im Team Employer Branding & Personalmarketing bei Deloitte Deutschland tätig. Dort verantwortet er unter anderem Employer Branding Kampagnen mit Fokus auf berufserfahrene Talente.  Im Deloitte Karriere Blog berichtet Sven über aktuelle Karrierethemen und relevante Business Entwicklungen, die Karrieremöglichkeiten für die unterschiedlichsten Profile bereithalten.

Jennifer Koschel

Jennifer Koschel

Senior Employer Branding

Jennifer ist seit 2019 Teil des Teams Employer Branding & Personalmarketing bei Deloitte Deutschland. Dort verantwortet sie in erster Linie Employer Branding Kampagnen für verschiedene Businesses und Zielgruppen.