Posted: 25 Aug. 2022

Wir sind davon überzeugt, dass der CFO der Treiber der Nachhaltigkeits-transformation ist. Daher erarbeiten wir passende Nachhaltigkeitskennzahlen und heben sie mit dem Kunden auf eine Stufe mit finanziellen Kennzahlen.

Marcel hat vor Kurzem sein Studium abgeschlossen und ist nun Consultant im Bereich Finance & Performance. Er eklärt in seinem Beitrag, warum Nachhaltigkeit sämtliche Bereiche der Finanzfunktion betrifft.

Hi, mein Name ist Marcel und ich bin seit März 2022 Consultant im Bereich Finance & Performance bei Deloitte. 
Zurzeit betreue ich ein spannendes Projekt zur ESG-Steuerung und Reporting. Ziel ist die erfolgreiche Konzeption und Einführung eines ganzheitlichen Nachhaltigkeitssteuerungs- und Berichterstattungssystems für ein Unternehmen der Lebensmittelindustrie. Erfahrt in meinem Blogbeitrag mehr über meine weiteren Tätigkeiten und meinen Arbeitsalltag.

Wir sind davon überzeugt, dass der CFO der Treiber der Nachhaltigkeitstransformation ist. Daher erarbeiten wir passende Nachhaltigkeitskennzahlen und heben sie mit dem Kunden auf eine Stufe mit finanziellen Kennzahlen.

Marcel, du bist bei Deloitte in Hamburg als Consultant im Bereich Finance & Performance innerhalb von Consulting eingestiegen – was kann man sich darunter vorstellen und was sind dort deine Aufgaben?
Bei Finance & Performance geht es ganz grundsätzlich um die Transformation der Finanzfunktion von Unternehmen. Ziel ist es dabei, die Effizienz zu steigern und gleichzeitig den jeweiligen Wertbeitrag dieser Finanzfunktion zu erhöhen sowie den Anforderungen des digitalen Zeitalters gerecht zu werden. Da die Transformation sämtliche Bereiche der Finanzfunktion betrifft und zugleich auf viele weitere Geschäftsbereiche einwirkt, ist das Aufgabenspektrum innerhalb von F&P sehr umfangreich. Letztlich handelt es sich stets um eine Beratung, die sich vornehmlich auf den CFO und seinen Verantwortungsbereich fokussiert. Wir unterscheiden dabei folgende Schwerpunktbereiche – die sogenannten „Market Offerings“: Finance Strategy & Transformation, Business Finance, Operational Finance sowie Global Business Services.

Übergeordnet bin ich aktuell jedoch in erster Linie im Team Sustainability at Consulting tätig und arbeite im Moment in einem Projekt zur ESG-Steuerung und  Reporting, das in den Bereich Business Finance eingegliedert ist. Dabei geht es um die erfolgreiche Konzeption und Einführung eines ganzheitlichen Nachhaltigkeitssteuerungs- und Berichterstattungssystems für ein Unternehmen der Lebensmittelindustrie. Die Verbindung von Nachhaltigkeit und der Finanzfunktion eines Unternehmens erscheint dabei im ersten Moment vielleicht etwas abwegig, doch wir bei Deloitte sind davon überzeugt, dass der CFO der Treiber der Nachhaltigkeitstransformation ist. Daher erarbeiten wir in einem Teil des Projekts beispielsweise passende Nachhaltigkeitskennzahlen und heben sie gemeinsam mit dem Kunden bezüglich der internen Steuerung auf eine Stufe mit finanziellen Kennzahlen und etablieren dafür die benötigten Prozesse in der Planung sowie im Reporting. Parallel dazu spielen auch weitere spannende Themen eine Rolle, wie z.B. interne und externe Kommunikation oder finanzielle Anreizsysteme für Vorstands- und Top-Management-Gehälter in Abhängigkeit von Nachhaltigkeitskennzahlen.

Wie waren deine ersten sechs Monate bei Deloitte und mit welchen Herausforderungen warst du zu Beginn konfrontiert?
Meine ersten sechs Monate sind vor allem eines – unglaublich schnell vergangen. Im Rückblick frage ich mich wirklich, wo die Zeit geblieben ist. Dennoch war es eine sehr intensive und lehrreiche Zeit.

Ich will aber auch ehrlich sein: Von der Uni in ein solch großes und in seiner Struktur sehr komplexes Unternehmen wie Deloitte zu wechseln, gleichzeitig direkt in der zweiten Woche auf das Kundenprojekt zu kommen und von Anfang an als vollwertiges Mitglied des Teams auch eine (Teil-)Verantwortung zu übernehmen, z.B. bei Präsentationen, parallel den Kunden und das Projekt zu verstehen sowie sich möglichst schnell das „Handwerkszeug“ eines Beraters anzueignen – das war für mich wahnsinnig herausfordernd. Jetzt im Rückblick bin ich aber überzeugt, dass es gut war, denn in kaltem Wasser lernt man deutlich schneller schwimmen und heute nach sechs Monaten fühle ich mich in vielen Bereichen sehr viel sicherer. Zudem lehrt einen gerade die Anfangszeit, Dinge zu priorisieren, und sie hat mir persönlich wieder einmal gezeigt, dass man mit seinen Aufgaben wächst. Insbesondere dieser Punkt war jedoch nur möglich, weil ich ein tolles Team auf dem Projekt und abseits davon um mich herum habe, das mich in allen Bereichen unterstützt, mir gezieltes und konstruktives Feedback gibt, wenn ich es brauche, mich aber zugleich auch fordert und mir Verantwortung überträgt. Letztlich ist die offene und intern sehr unkomplizierte sowie lockere Kommunikation aber das Entscheidende für mich. Eine Atmosphäre, in der man gerne arbeitet, ist ein Hauptkriterium, damit ich mich wohl fühle und entsprechend auch meine Leistung bringen kann.

Abseits der eigentlichen Kundenprojekte macht Deloitte es uns Neueinsteiger:innen ebenfalls leicht, im Unternehmen anzukommen. Zum einen bekommt man als New Joiner einen Buddy an die Seite gestellt. Dieser ist meist auf demselben Karriere-Level wie man selbst und auch noch nicht allzu lange im Unternehmen. Der Buddy ist Ansprechpartner:in für die „kleinen Fragen des Alltags“ und ist oftmals eine große Hilfe, gerade in den ersten Wochen. Zum anderen bekommt man zusätzlich noch einen sogenannten Counselor, mit dem man in erster Linie seine Karriereplanung bespricht und umsetzt, der aber auch als Ansprechpartner:in fungiert, falls es beispielsweise auf dem aktuellen Projekt einmal nicht rund laufen sollte. Mit seiner Hilfe können individuelle Lösungen gefunden werden.

Wie sieht ein typischer Arbeitsalltag bei dir aus?
Wie schon beschrieben, ist die Themenvielfalt auf meinem derzeitigen Projekt relativ groß, sodass ich stets parallel an verschiedenen Inhalten arbeite. Einen großen Teil meiner Arbeit nehmen dabei insbesondere die inhaltliche Vorbereitung sowie Durchführung von Kundenmeetings oder -workshops in Anspruch. Um die anfangs vereinbarten Projektziele in der vorgegebenen Zeit zu erreichen, ist zudem eine sehr enge und regelmäßige Absprache mit dem Kunden nötig.

Weiterhin führen wir oftmals fit-gap-Analysen durch, erarbeiten darauf aufbauend (strategische) Vorschläge für Prozesse, entwerfen Konzepte und skizzieren Roadmaps mit entsprechenden Maßnahmen, die zur Zielerreichung führen. Diese und andere Konzeptionen, wie auch beispielsweise die Erstellung von Vorlagen zur Erfüllung regulatorischer Anforderungen, werden anschließend eingehend mit dem Kunden evaluiert.

Parallel dazu gibt es bei Deloitte aber auch noch sehr viel, in das man sich neben den eigenen Projekten einarbeiten kann. So warten unzählige (Themen-)Bereiche darauf, bei Interesse behandelt zu werden. Eine produktive Unterstützung ist immer willkommen. Dabei ist es beispielsweise möglich, Themen zu erarbeiten und anschließend weiteren Interessierten zu präsentieren, bei der Planung von Teamevents mitzuwirken, Deloitte auf Vorträgen zum Beispiel an Unis zu repräsentieren – oder einen Beitrag für unsere Karriere-Website zu erstellen. 

Nachhaltigkeit hat über die letzten Jahre immer mehr an Relevanz gewonnen. Inwiefern spiegelt sich dies in deiner Arbeit mit deinen Kunden wider und welchen Trend kannst du da als Experte erkennen?
Wir merken die steigende Relevanz von Nachhaltigkeit vor allem am steigenden Bedarf nach Beratung in verschiedenen Bereichen. Insbesondere Unternehmen, die bisher nicht von der Pflicht zur Berichterstattung über nicht-finanzielle Kennzahlen betroffen waren, starten oftmals bei Null und brauchen jetzt unsere Hilfe. Vielfach betrifft das bereits das Verständnis der (EU-)Regulatorik oder auch die Festlegung des eigenen strategischen Ambitionsniveaus sowie der sich ableitenden Implikationen.

Sobald diese Punkte erarbeitet wurden, geht es bereits um ersten messbaren Einfluss – was möchte man in welcher Form messbar machen, intern für die Steuerung nutzen und vielleicht auch extern berichten – kurz: Welche Kennzahlen legt man fest?

Daran schließt sich unmittelbar die aus meiner Sicht derzeit wohl größte Schwierigkeit für die Unternehmen an: Die Bereitstellung der erforderlichen Daten. Insbesondere der Prozess der Datengenerierung auf einem Niveau, das auch der Wirtschaftsprüfer akzeptiert, ist eine enorme Herausforderung. Unternehmen, für die Nachhaltigkeit ein gänzlich neues Thema ist – und das ist bei mehr Unternehmen der Fall, als man zunächst denkt – haben keinerlei Erfahrung in diesem Bereich und müssen nun binnen kürzester Zeit Datengenerierungsprozesse sowie interne Kontrollsysteme aufsetzen, um die Anforderungen der EU-Regulierung bezüglich der Nachhaltigkeitsberichterstattung erfüllen zu können. Diese Daten müssen dabei letztlich dasselbe Niveau haben wie die finanziellen – mit dem Unterschied, dass diese Prozesse und Systeme über Jahrzehnte gewachsen sind. An dieser Stelle sind viele Unternehmen schlichtweg überfordert.

Grundsätzlich ist außerdem festzuhalten, dass der Trend eindeutig zu einem Integrierten Reporting geht. Das bedeutet, dass die Berichterstattung über nicht-finanzielle Kennzahlen nicht mehr nur eine Nebenrolle spielt, sondern dieselbe Bedeutung bekommt wie die finanziellen Kenngrößen eines Unternehmens. Zudem wird diese Berichterstattung stets enorm ausgeweitet und die Unternehmen müssen immer mehr Facetten der Nachhaltigkeit berücksichtigen und ihre Geschäftsmodelle eingehend in diesen Bereichen auf Nachhaltigkeit prüfen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass „nachhaltig“ das neue „profitabel“ ist – davon bin ich überzeugt. Denn auch die EU-Regulatorik wirkt vor allem über den Hebel Finanzmarkt und trifft die Unternehmen, die eine schlechte Nachhaltigkeitsperformance haben, dort, wo es ihnen am meisten wehtut – bei der Finanzierung. Auch wenn es viel Arbeit bedarf, die Regulatorik zu erfüllen und diese sicherlich an vielen Stellen und aus einzelnen Perspektiven kritisch gesehen werden kann, denke ich, dass ihre Ausweitung ein richtiger und wichtiger Schritt in die Zukunft ist. Ob die Maßnahmen letztlich ausreichen, um die Pariser Klimaziele zu erreichen, steht jedoch auf einem anderen Blatt.

Wenn man sich im Job viel mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzt, beeinflusst einen das sicher auch persönlich. Wo versuchst du – auch im privaten Kontext – umwelt- und klimabewusst zu handeln?
Natürlich versuche ich auch privat möglichst nachhaltig zu leben. Ein großer Punkt ist dabei sicherlich, dass ich fast alle Wege in meinem Alltag, inklusive dem Arbeitsweg, mit dem Fahrrad zurücklege. Ehrlicherweise geht das aber auch nur, weil ich in der Großstadt lebe und das Glück habe, dass unser Büro nur 15 Min von meinem Zuhause entfernt ist. Deshalb besitze ich auch kein Auto und wenn das Wetter wirklich mal zu schlecht ist, dann nehme ich die U-Bahn. Auf längeren Strecken wähle ich fast ausschließlich den Zug, sofern es nicht zu weit ist, denn dann steige ich doch lieber auf das Flugzeug um. Das passiert aber maximal ein bis zweimal pro Jahr, wenn es in den Urlaub geht.

Ansonsten das Übliche: Plastik im Alltag vermeiden, wo es geht, möglichst regional einkaufen, selten Fleisch essen und Wasser/Energie sparen. All das tut ja nebenbei auch noch dem eigenen Geldbeutel gut. 😉

Du lebst in der wunderschönen Hafenstadt Hamburg – was macht den Standort Hamburg so besonders für dich?
Seit mehr als vier Jahren ist Hamburg nun schon meine Wahlheimat und was soll ich sagen – sie wird es auch noch einige Zeit bleiben. Ich fühle mich hier unglaublich wohl und liebe die hohe Lebensqualität der Stadt. Das Wasser, die Menschen, die Vielfalt der Stadt und die Tatsache, dass ich in maximal 30 Fahrradminuten alles Wichtige und Sehenswerte erreichen kann, machen Hamburg für mich so lebenswert.

Unser Standort am Gänsemarkt – mitten im Zentrum der Stadt gelegen – steht dem in nichts nach. Die Büros sind wirklich schön, modern, offen gestaltet und sehr gut ausgestattet. Auch die Pausen kann man, sofern man nicht in der Stadt Mittag essen geht, an sehr schönen Orten mit den Kolleg:innen zusammen verbringen. Einer dieser Orte ist unsere Dachterrasse, von der aus man einen tollen Blick über die Stadt bis hin zur Elphi und den Hafen hat. Dort lassen wir uns gerade im Sommer zwischendurch bei einem Kaffee oder einer Cola gern die Sonne ins Gesicht scheinen.

Ich komme also immer sehr gern ins Büro,  genieße die Zeit mit den Kolleg:innen und bin wirklich froh, dass wir hier in Hamburg so eine coole Community haben. Das Team ist einfach super, wir verstehen uns alle bestens und treffen uns auch gern mal nach der Arbeit auf ein Bier oder veranstalten Teamevents, wie Segeln auf der Alster.

Du möchtest mehr über den Bereich Sustainability & Climate sowie deine dortigen Einstiegsmöglichkeiten erfahren? Dann schau doch gerne auf unserer Karrierewebseite vorbei, bewirb dich und starte deine Karriere mit Sustainability-Fokus bei Deloitte!

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Jennifer Koschel

Jennifer Koschel

Senior Employer Branding

Jennifer ist seit 2019 Teil des Teams Employer Branding & Personalmarketing bei Deloitte Deutschland. Dort verantwortet sie in erster Linie Employer Branding Kampagnen für verschiedene Businesses und Zielgruppen.

Sven Schulz

Sven Schulz

Employer Branding Manager

Sven ist seit 2018 im Team Employer Branding & Personalmarketing bei Deloitte Deutschland tätig. Dort verantwortet er unter anderem Employer Branding Kampagnen mit Fokus auf berufserfahrene Talente.  Im Deloitte Karriere Blog berichtet Sven über aktuelle Karrierethemen und relevante Business Entwicklungen, die Karrieremöglichkeiten für die unterschiedlichsten Profile bereithalten.