Posted: 29 Sep. 2022

Eine Werkstudierendentätigkeit bringt dir einen Bezug zur realen Arbeitswelt und vermittelt dir persönliche Kompetenzen wie Zeitmanagement, Expertise auf weiteren in der Praxis relevanten Fachgebieten und ein Netzwerk an interessanten Persönlichkeiten.

Celina, Werkstudentin im Bereich Business Tax, berichtet, wie sie ihren Alltag mit Studium an der FOM und Arbeit bei Deloitte strukturiert und inwiefern beide Tätigkeiten sich ergänzen.

Hallo, ich bin Celina und seit September 2022 Werkstudentin im Business Tax Team.
Meiner Ansicht nach ist eine Werkstudierendentätigkeit insofern sinnvoll, da ich auf die Art bereits die Möglichkeit habe, Gelerntes aus dem Studium direkt in die Tat umzusetzen. Zudem kann ich so den mir noch bevorstehenden „normalen“ Arbeitsalltag nachempfinden und mich darauf einstellen. Wie jedoch mein aktueller Alltag mit Studium und Arbeit aussieht, lest ihr hier.

Eine Werkstudierendentätigkeit bringt dir einen Bezug zur realen Arbeitswelt und vermittelt dir persönliche Kompetenzen wie Zeitmanagement, Expertise auf weiteren in der Praxis relevanten Fachgebieten und ein Netzwerk an interessanten Persönlichkeiten.

Celina, du bist seit September 2022 Werkstudentin im Team Business Tax. Was studierst du und wie strukturierst du aktuell deine Woche?
Richtig, ich bin zum 01.09.2022 intern aus dem Team GES (= Global Employer Services) ins Team Business Tax gewechselt. Zurzeit studiere ich Steuerrecht im Bachelor an der FOM. Das Studium ist engmaschig an die Praxis angelehnt, was mir in den kommenden Monaten vermutlich das Verständnis für Inhalte und Prozesse weiterhin erleichtern wird.

Priorität hat momentan mein Studium. Für die Vorlesungen in der Uni habe ich feste Tage und Zeitspannen vorgegeben. Zusätzlich nehme ich mir einen Wochentag bewusst für die Vor- und Nachbereitungen von Vorlesungen, das Verfassen von Hausarbeiten und weitere administrative Tätigkeiten. Ich kann es nur empfehlen, sich von Anfang an hierfür einen Tag in der Woche zu reservieren. So stauen sich keine Wissenslücken an, ihr kommt in den Vorlesungen gut mit und seid gelassener bei Abgaben, Klausuren und mündlichen Prüfungen.

Für Deloitte arbeite ich an zwei Wochentagen bis zu insgesamt zwanzig Stunden. Freund:innen von mir kommen gerne an mehreren Wochentagen mit kürzeren Arbeitszeiten zu ihrem Arbeitgeber. Das Modell funktioniert für mich nicht. Hier nehme ich mir mein Team zum Vorbild, denn bei ihnen sehe ich, wie lange ein regulärer Arbeitstag ist und wie ein struktureller Ablauf realistisch funktioniert. Außerdem habe ich dadurch die Möglichkeit, mich auch mal ein paar Stunden konzentriert und vertieft in neue komplexe Themengebiete einzuarbeiten sowie mich an „normale“ Arbeitszeiten und deren psychische Beanspruchung zu gewöhnen.

Meine Woche ist strukturell geordnet und sieht während der Vorlesungszeiten in der Regel gleich aus. Ich kann mir vorstellen, dass viele dies als eintönig empfinden, aber mir gibt eine feste Routine innere Ruhe und Gelassenheit. Unterbewusst kann ich mich so auf die Tage und den jeweiligen Anspruch, der mich erwarten wird, einstellen und dadurch meinen Alltag planen.

Business Tax klingt für viele bestimmt erstmal etwas schwammig. Wofür ist das Team konkret zuständig und bei welchen Aufgaben unterstützt du die Kolleg:innen als Werkstudentin?
Sagen wir es so: Während das Team GES mehr für die steuerrechtliche Behandlung natürlicher Personen zuständig ist, ist das Team Business Tax für die steuerrechtliche Beratung multinationaler Unternehmen gefragt, die sich beispielsweise umstrukturieren wollen. Hierbei sind Leistungen in den Bereichen Compliance, Tax Accounting und Reporting sowie Advisory mit Bezug zu nationalen und internationalen Steuerpflichten der Schwerpunkt. Einfach gesagt: Das Team berät Unternehmen, sodass diese steuerlich effizient und rechtmäßig durch den Dschungel des Steuerrechts navigiert werden. Dabei muss jedes Mandat individuell geprüft werden und stellt in der Regel häufig neue Ansprüche auf, welche gerade bei den stetig neu verfassten und expandierenden Rechtsgrundsätzen für genügend Abwechslung und Input sorgen. Meine Aufgaben sind hierbei unterschiedlich und es kommt wöchentlich Neues dazu, was ich vorher noch nicht gesehen, gewusst oder gemacht habe. Kaffee kochen gehörte definitiv nie dazu. ;-) Im Gegenteil: In der Regel darf ich viel recherchieren und neue Änderungen im internationalen Steuerrecht für den internen und externen Nutzen aufbereiten sowie die ersten Mandantengespräche begleiten und somit reale Fälle und deren Handhabung in der Praxis beobachten.

Was bereitet dir an deinem Job am meisten Freude?
Kurz gesagt: Das Team! Wir sind alle recht jung, hilfsbereit und locker im Umgang miteinander. Ich glaube, es wird oft unterschätzt, wie wichtig es ist, dass man sich gut mit- und untereinander versteht. Wenn du nicht das Gefühl hast, dich auf die Kollegen in deinem Team verlassen zu können oder bei Fragen und Anregungen auf Sie zugehen zu können, wird es früher oder später an einer effizienten Zusammenarbeit mangeln und die generelle Zufriedenheit am Arbeitsplatz senken. Außerdem arbeiten wir noch eng mit Teams aus der Legal Abteilung sowie anderen Fachgebieten zusammen, wodurch man einen Einblick in mehrere Perspektiven bekommt. Hier sind auch viele inspirierende Persönlichkeiten dabei, welche mich durch Ihre Kompetenz motivieren, selbst das Beste aus mir zu holen.

Was mir an der Arbeit an sich noch Spaß macht sind die die Möglichkeiten, ständig dazu zu lernen. Mich in neue komplexe rechtliche Themen einzuarbeiten und zu sehen, dass die damit einhergehenden Ergebnisse andere weiterbringen, bereitet mir einfach große Freude.

Was sind deine bisher größten Learnings und wieso kannst du auch anderen nur empfehlen, einer Werkstudierendentätigkeit neben dem Studium nachzugehen?
An der Stelle will ich nochmal auf die bereits angesprochenen Aspekte zurückkommen. Es bringt dich einfach weiter. Eine Werkstudierendentätigkeit bringt dir einen Bezug zur realen Arbeitswelt und vermittelt dir persönliche Kompetenzen wie Zeitmanagement, Expertise auf weiteren in der Praxis relevanten Fachgebieten und ein Netzwerk an interessanten Persönlichkeiten und Expert:innen. Du weißt auch am Ende des Tages, warum und wofür du studierst und es werden dir verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt, wie dein Berufsweg aussehen kann. Und auch wenn du dich zeitlich durch eine Werkstudierendentätigkeit mehr einspannst – du verdienst dein eigenes Geld, sammelst mehr Selbstbewusstsein und Vertrauen in dein Können und lernst früh, mit alltäglichen Herausforderungen bei der Arbeit umzugehen. Es liegen Welten zwischen der Erstellung einer Hausarbeit und dem Verfassen eines concept paper‘s, so viel steht fest.

Inwiefern hilft dir dein Studium dabei, die Zusammenhänge im Bereich Business Tax besser nachvollziehen zu können? Was kannst du aus der Theorie nun auch in der Praxis anwenden?
Da die FOM ein Studium anbietet, welches dich bestmöglich auf die Praxis und nicht nur den Bachelorabschluss vorbreitet, kann ich bereits jetzt viele rechtliche Grundlagen in der Praxis wiedererkennen. Die Arbeit mit dem Gesetzestext, das Verständnis für dessen Struktur und die Fachsprache sind grundlegend gegeben. Schemata, die man in der Uni auswendig lernen musste, wende ich nun an. Es ist aber auch rückwirkend der Fall, dass ich momentan auf der Arbeit mit Themen konfrontiert werde, die mich noch im Studium erwarten. Es ergibt also auf beiden Seiten Vorteile.  

Welche Skills sollten Studierende und Absolvent:innen mitbringen, um bei euch im Team durchstarten zu können?
Ein fundiertes und präzises Englisch, da wir viel mit multinationalen Mandanten und Themengebieten zu tun haben. Das Vorwissen zu juristischen und steuerlichen Aspekten ist von Vorteil, jedoch lernst du auch viel während der Zeit im Team neu dazu. Hierfür brauchst du Geduld und Vertrauen in dich selbst. Nicht alles klappt von Anfang an. Außerdem ist es hilfreich, sich vorab darüber klar zu werden, dass man in einem klassischen „Office“-Job arbeitet.

 

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Jennifer Koschel

Jennifer Koschel

Senior Employer Branding

Jennifer ist seit 2019 Teil des Teams Employer Branding & Personalmarketing bei Deloitte Deutschland. Dort verantwortet sie in erster Linie Employer Branding Kampagnen für verschiedene Businesses und Zielgruppen.

Sven Schulz

Sven Schulz

Employer Branding Manager

Sven ist seit 2018 im Team Employer Branding & Personalmarketing bei Deloitte Deutschland tätig. Dort verantwortet er unter anderem Employer Branding Kampagnen mit Fokus auf berufserfahrene Talente.  Im Deloitte Karriere Blog berichtet Sven über aktuelle Karrierethemen und relevante Business Entwicklungen, die Karrieremöglichkeiten für die unterschiedlichsten Profile bereithalten.