Die Digital Factory

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Gut vernetzt

Digitale Brückenbauer: Yvonne von Ostrowski

Die Digital Factory lebt von den vielfältigen Kompetenzen der Deloitte-Talente, die Industrie 4.0 greifbar machen. Ob Digitalstrategen, Supply Chain Manager, technische Architekten oder Change Management-Experten – interdisziplinäre Teams lassen Blockchain, 3D-Druck und Cobots in jeder Systemlandschaft heimisch werden.

Ein Beitrag aus dem Deloitte-Jahresbericht 2017/2018

Das Rückgrat ist der Stützpfeiler unserer Physis. Auch in der Industrie 4.0 ist von einem Rückgrat die Rede, dem „Digital Backbone“. Genauer erklärt Yvonne von Ostrowski den Begriff. 

„Mit dem Digital Backbone ist es wie mit einem Eisberg: Die Spitze, also die Maschinen auf der Fläche, die sehe ich. Das, was den Eisberg aber ausmacht, der riesige Teil unter Wasser, der bleibt unsichtbar. Und das ist die IT, die im Hintergrund einer Wertschöpfungskette läuft und das Zusammenspiel aller Prozesse koordiniert – der Digital Backbone.“

Yvonne ist hier in ihrem Thema. Mit über zehn Jahren Erfahrung in der Unternehmensberatung ist sie diejenige, die digitale Reifegradprüfungen durchführt. Damit kann der Kunde den Status quo der eigenen digitalen Evolution überblicken und quantifizieren. Ein Parameter, der hier untersucht wird, ist der Digital Backbone. Er zeigt dem Kunden an, inwieweit die vernetzte Fertigung schon in der Lage ist, automatisiert mit Unternehmensfunktionen wie Logistik, Einkauf oder Marketing zu kommunizieren. 

„Über den Reifegradindex lassen sich die Handlungsfelder priorisieren. Das können die Digitalisierungsstrategie, das Partner- und Lieferantennetzwerk, Unternehmensprozesse, Produkte und Services oder Kundenschnittstellen sein“, erklärt Yvonne. „Besonders wichtig für die digitale Transformation sind die Talente im Unternehmen: Wie motiviert sind Führungsmannschaft und Mitarbeiter für Maßnahmen der Digitalisierung? Inwieweit ist kontinuierliches Lernen schon gelebte Praxis?“

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Yvonne von Ostrowski

 

 

Yvonnes Stärken liegen zudem in ihrem Expertennetzwerk. Sie bringt die richtigen Use Cases mit den richtigen Ansprechpartnern für die speziellen Anforderungen des Kunden zusammen. „Ich bin hier so etwas wie die Spielführerin“, sagt Yvonne. Soll heißen: Sie hält organisatorisch die Fäden in der Hand und leitet die Tour durch die Factory.

Ihr Engagement und ihr Know-how waren unter anderem gefragt, als Anfang 2018 die Anfrage eines mexikanischen Industriekonsortiums kam – er wollte seinen Digitalisierungsbestrebungen eine ganzheitliche Vision zugrunde legen. Das Konzept der Factory ging auf: Die Vorstellung dessen, was technologisch möglich ist, zusammen mit Brainstormings, die die Use Cases auf Kundenebene herunterbrachen, zündeten. Daraufhin wollte der Kunde genau dieses Erlebnis weiteren Geschäftseinheiten ermöglichen. Und so konzipierte Yvonne einen Workshop für 60 Führungskräfte, die die Verantwortung für 25 Produktionsstätten in den Divisionen Kabel, Transformatoren, Infrastruktur und Nahrungsmittel tragen. Das Deloitte-Team holte die Manager erfolgreich ins Boot. „Mit einem Digital Maturity Assessment zeigten wir auf, worauf der Kunde langfristig hinarbeiten und mit konkreten, kleinen Schritten auf das ganz Große zugehen kann. Nach dem Motto ‚start small, think big, scale fast‘.“ Mit der Umsetzung der ersten Use Cases rückt nun die Vision etwas näher.