Die Digital Factory

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Von Bits und Bytes 

Digitale Brückenbauer: Johannes Fuhrmann

Die Digital Factory lebt von den vielfältigen Kompetenzen der Deloitte-Talente, die Industrie 4.0 greifbar machen. Ob Digitalstrategen, Supply Chain Manager, technische Architekten oder Change Management-Experten – interdisziplinäre Teams lassen Blockchain, 3D-Druck und Cobots in jeder Systemlandschaft heimisch werden.

Ein Beitrag aus dem Deloitte-Jahresbericht 2017/2018

In der kaufmännischen Ausbildung von Johannes Fuhrmann drehte sich alles um Einkauf, Lagerhaltung und Warenverkauf. Damals war noch nicht absehbar, dass er die digital vernetzte Produktionslinie der Digital Factory planen und umsetzen – dazu noch eine Geschäftssoftware integrieren und ein Dashboard für Vorstände entwickeln würde.

Als technischer Architekt ist Johannes der Experte für Bits und Bytes. Das Wissen dafür hat er während seines BWL- und IT-Studiums mit Schwerpunkt Innovation erworben. Bevor er zu Deloitte stieß, konzeptionierte er bei einer deutschen Universalbank eine API-Schnittstelle, die von ausgewählten Start-ups für neue Geschäftsmodelle genutzt wird. Heute ist das ein gängiger Prozess, damals ging es zunächst einmal darum, die Anforderungen des Business aufzunehmen und die Technologie entsprechend zu designen. In der Factory fand er genau das wieder: „Für mich wird es spannend, wenn ich etwas aus dem Nichts kreieren kann.“ Das hat der Technologieberater beispielsweise beim Blockchain Use Case getan, den er mit aufgebaut hat. Als zukünftige Grundlagentechnologie für Transaktionen von Vermögenswerten oder als plattformunabhängiger digitaler Zwilling sind ihre Einsatzmöglichkeiten auch im Bereich Industrie 4.0 zahlreich. In der Demo-Produktionslinie der Factory sorgte Johannes dafür, dass die Daten von vernetzten Bauteilen in der Blockchain gespeichert werden: „Ein Bauteil und sein Einsatz werden nachverfolgbar, auch über Unternehmensgrenzen hinweg. Man kann so erkennen, ob es sich um ein Originalteil oder eine Fälschung handelt. Alle Vorgänge sind unwiderruflich gespeichert – die Blockchain vergisst nichts.“

Hören Sie rein: Unser Podcast "Von Bits und Bytes"

Johannes Fuhrmann, technischer Architekt in der Digital Factory

 

 

Die Digital Factory steht für eine businessorientierte Arbeitsweise, die aus der Technologie heraus getrieben wird. Johannes schätzt die Vielfalt an Know-how und Projektgruppen, auf die er dort zurückgreifen kann. Er ist überzeugt, dass Innovationen erst an der Schnittstelle von Business und IT entstehen: „Erfolgsentscheidend ist, zwei vorher getrennte Welten zusammenzubringen“. Selbst erfahren in Operations- wie IT-Fragen spricht Johannes beide Sprachen und vernetzt so nicht nur Maschinen, sondern auch Experten aus beiden Bereichen.

Wo die Reise mit Industrie 4.0 hingeht? Da differenziert Johannes: Während Europäer eher die Zielsetzung Effizienz, Transparenz und Kostensenkung verfolgten, würden in den USA stärker die Potenziale für neue Geschäftsmodelle genutzt. „Daher denke ich, dass bald auch hierzulande Technologien mehr im Zusammenhang mit Umsatzgenerierung durch datenbasierte Produkte und Services genutzt werden.“ Im Industrie 4.0-Umfeld sieht er auch für die Beratung neue Möglichkeiten. „Es wird mehr in Richtung Asset Based Consulting gehen. Das heißt, dass zum Beispiel Software als Dienstleistung angeboten und über eine Lizenzgebühr zur Verfügung gestellt wird.“ Die Digital Factory bietet sich als Plattform an, um damit Erfahrungen zu sammeln und dann in Serie zu gehen.