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Women@Work Studie 2021

Wie Arbeitgeber Frauen unterstützen und eine inklusive Unternehmenskultur schaffen können

Deloitte hat 5.000 berufstätige Frauen in zehn Ländern befragt, welche Auswirkungen die Pandemie auf sie und ihr Arbeitsleben hat. Die aktuelle Studie Women @ Work zeigt, dass sowohl die Care-Arbeit als auch das Arbeitspensum in der Pandemie stark zunahmen, die Karrieren von Frauen behinderte und zu einer hohen Unzufriedenheit im Job führte.

Die zwischen November 2020 und März 2021 befragten Frauen geben an, dass sie seit Beginn der Pandemie gestresster und entmutigter sind, weil sie sowohl zu Hause als auch am Arbeitsplatz immer mehr Verantwortung übernommen haben. Frauen sind zudem nach wie vor mit einer Vielzahl von nicht-integrativen Verhaltensweisen und Strukturen konfrontiert. Viele Arbeitgeber haben zwar Richtlinien und Verfahren für die Meldung von Vorurteilen und Diskriminierung etabliert, aber nur wenige haben eine Vertrauenskultur aufgebaut, in der sich Frauen wohl fühlen, wenn sie ihre Bedenken äußern, ohne negative Auswirkungen auf ihre Karriere befürchten zu müssen.

Die Pandemie und die aus der Perspektive der Befragten unzureichenden Maßnahmen ihrer Arbeitgeber zur Bewältigung des Drucks, stellten viele der Frauen vor die schwierige Entscheidung, einen neuen Arbeitsplatz zu finden oder sogar ganz aus dem Berufsleben auszuscheiden.

Laden Sie hier die globale Studie Women@Work herunter und erfahren Sie alle Ergebnisse im Überblick.

Zentrale Ergebnisse der Studie

  • Die globale Umfrage zeigt, dass Frauen heute gestresster und pessimistischer in Bezug auf ihre Karriere sind als vor der Pandemie. Die Pandemie hat sich negativ auf das Wohlbefinden vieler Frauen und auf die Beziehung zu ihrem Arbeitgeber ausgewirkt.
  • Im Laufe der Pandemie haben Frauen mehr Verantwortung zu Hause und am Arbeitsplatz übernommen, aber vielfach von ihren Arbeitgebern keine ausreichende Unterstützung erhalten. Fast 80% der befragten Frauen geben an, dass ihre Arbeitsbelastung im Job durch die Pandemie gestiegen ist. Gleichzeitig sagen 66%, dass sie den Hauptteil der Verantwortung für den Haushalt zu tragen haben. Mehr als die Hälfte der Mütter geben an, dass sie den Großteil der Kinderbetreuung übernommen haben. Die zunehmende Verantwortung fordert einen deutlichen Tribut in Bezug auf ihre körperliche Gesundheit, ihr mentales Wohlbefinden und ihre beruflichen Ambitionen.
  • Von abfälligen sexistischen Bemerkungen bis hin zur Infragestellung ihres Urteilsvermögens sind Frauen am Arbeitsplatz weiterhin mit einem breiten Spektrum an nicht-integrativem Verhalten konfrontiert. Farbige Frauen sind häufiger Kommentaren über ihren Kommunikationsstil ausgesetzt, während LGBT+-Frauen fast viermal häufiger als andere Frauen mit sexuell konnotierten Bemerkungen konfrontiert werden. Frauen, die nicht-inklusives Verhalten erlebt haben, erwägen in dieser Zeit der hohen Belastung und Unsicherheit sogar vermehrt, ihren Arbeitsplatz zu kündigen oder aus dem Arbeitsleben auszuscheiden.
  • Viele der befragten Frauen sind durch das geringe Engagement ihrer Arbeitgeber für die Gleichstellung der Geschlechter entmutigt. Etwa vier Prozent der befragten Frauen geben an, dass ihre Unternehmen eine integrative, flexible und vertrauensvolle Kultur im Unternehmen geschaffen haben, die Frauen unterstützt. Die Vorteile einer integrativen Kultur sind inspirierend: Frauen, die in „führenden“ Organisationen arbeiten, berichten über ein höheres Maß an Produktivität, an mentalem Wohlbefinden und an Arbeitszufriedenheit als Frauen anderen Organisationen. 


Die Studienergebnisse zeigen: Arbeitgeber müssen jetzt handeln, um im Arbeitsalltag inklusive Arbeitsplätze und die Gleichstellung der Geschlechter zu fördern. Durch die Einführung flexibler Arbeitszeiten, einer Verpflichtung zur Geschlechterparität auf der Führungsebene und die Bereitstellung umfassender Entwicklungsmöglichkeiten für Frauen haben Arbeitgeber die Möglichkeit, ihr Unternehmen für die Zukunft aufzustellen.

Erfahren Sie mehr über die deutschen Studienergebnisse im Detail.
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