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Financial Services Solutions 

Erfahrungsberichte 

Im Bereich Financial Services Solutions unterstützen wir Banken und Versicherungen bei diversen Themen, u.a. Banking Transformation in den Bereichen Risk & Finance, Capital Markets & Asset Management sowie bei regulatorischen Anforderungen.

Erfahrungsberichte

Kannst du dich bitte kurz vorstellen und verraten welche Rolle du bei Deloitte hast und was deine Aufgaben sind?

Ich heiße Nicole Tranker, bin Senior Managerin und seit 2012 bei FSS. In der Vergangenheit habe ich verschiedene Transformationsprojekte begleitet – Operating Model Themen, Sourcing (SSC & Outsourcing), Restrukturierungen bei Carve-Outs, Cost Reduction Initiativen und klassische Prozessoptimierungen. Seit über 3 Jahren beschäftige ich mich nun primär mit Digitalisierung und hier insb. mit Robotics & Cognitive Automation. Diese Themen sind bei uns cross-industry und cross-functional organisiert, weshalb wir sehr eng mit Kollegen aus S&O, Technology & der Garage (insb. dem DAI) zusammenarbeiten. Gemeinsam haben wir ein Offering aufgebaut bzw. entwickeln dieses auf Basis der unterschiedlichen Projekterfahrungen und Trends laufend weiter, um die Erwartungen unser Kunden bestmöglich zu bedienen.

Was versteht man unter Robotics?

Bei Robotics handelt es sich um Standardsoftwarelösungen, die wir einsetzen, um manuelle, repetitive Prozesse zu automatisieren. Hier imitieren wir weitestgehend die Abläufe, die der menschliche Mitarbeiter tagtäglich vornimmt. Robotics Lösungen sind sehr flexibel einsetzbar, da wir keine zusätzlichen Schnittstellen aufbauen müssen, sondern auf der bestehenden Infrastruktur aufsetzen und diese direkt bedienen. Um es mit den Worten eines meiner Kunden auszudrücken „die Prozessschritte werden wie von Geisterhand abgearbeitet“. Dazu möchte ich ergänzen, dass es zwei Arten von Robotern gibt: die Back-Office Bots, die auf eigenen Maschinen Prozess komplett selbstständig bearbeiten, und die Front-Office Bots, die einen Mitarbeiter unterstützen und auf dem Nutzer-PC aktiviert werden – diese „Support“-Robotern finden wir primär in Contact Centern.

Welchen Einfluss hat das Thema Robotics auf unseren Bereich Financial Service Solutions?

Wir sehen, dass viele Banken und Versicherungen mit unterschiedlichsten – teilweise sehr alten – Anwendungen zu kämpfen haben, die nur bedingt integriert sind. Es gibt viele manuelle Abstimmungen, viele Daten / Transaktionen werden per Hand erfasst etc. In vielen Häusern ist der Kostendruck deutlich zu spüren, Robotics ist gerade hier eine Maßnahme, um Effizienzen zu heben. Zudem kann man damit Peaks abmildern, z.B. Jahreswechsel im Versicherungsumfeld. Mit Blick auf Digitalisierung ist Robotics gleichzeitig auch die „Einstiegstechnologie“, da man schnell Ergebnisse sieht, Benefits realisieren kann und die Implementierungskosten im Vergleich zu anderen Lösungen sehr gering sind. Sie kann gut mit anderen Lösungen verknüpft werden, so integrieren wir beispielsweise Robotics mit OCR/ICR Komponenten, um digitale Inputs für die Bearbeitung aufzubereiten – grade papierbasierte Prozesse sind in FSI ein wesentlicher Aufwandstreiber und gerade Banken haben hier noch deutlich Nachholbedarf.

Kannst du uns einen kurzen Einblick in deine Erfahrungen im Projektalltag mit dem Thema Robotics geben?

Wir haben unterschiedliche Projekttypen: mit RoboticsNow! bieten wir unseren Kunden einen ersten Einstieg, bei dem sie im Rahmen eines maximal zweiwöchigen PoCs erste Erfahrungen sammeln können. Im Rahmen von Pilot- und Rollout-Projekten setzen wir nicht nur (in der Regel gemeinsam mit Kundenmitarbeitern) Prozessautomatisierungen um, sondern begleiten die Konzeption und Implementierung der Robotics Infrastruktur, die Entwicklung von Security- und Berechtigungskonzepten sowie den Aufbau des RPA Operating Models und entsprechender Governance Strukturen. Wir gehen hier sehr interaktiv vor und arbeiten eng mit unseren Kunden zusammen, damit unsere Designs & Lösungen akzeptiert und nachhaltig in der Organisation verankert werden. In vielen Fällen führen wir auch Potentialanalysen durch, um ein Automatisierungsbacklog aufzubauen – hierbei bewerten wir Prozesskandidaten nicht nur in Hinblick auf Robotics, sondern auch auf Cognitive & AI Solutions. Damit schaffen wir auch eine Basis für weiterführende Diskussionen und zeigen unseren Kunden sein gesamtes Potential auf.

Vivien Laureen-Lüder und Christian Bentlage sind ehemalige Praktikanten im Bereich Financial Services Solutions (FSS) von Deloitte und fungieren heute, nach Abschluss Ihrer Praktikantentätigkeit, als Deloitte Buddies für Studierende an den Universitäten Göttingen und Hannover.

Vivien, wie bist Du im Vorfeld Deines Praktikums auf Deloitte aufmerksam geworden?

In Kooperation mit Deloitte wurde an der Universität Göttingen das Modul Controlling mit SAP angeboten, wodurch ich auf das Unternehmen aufmerksam wurde. Ähnlich wie bei Christian wollte ich vor allem die abwechslungsreichen Aufgaben und die Teamarbeit in der Unternehmensberatung kennenlernen und habe mich daher für ein Praktikum bei Deloitte Consulting beworben.

Wie ging es nach Deinem Praktikum im Bereich Financial Services Solutions für Dich weiter?

Nach meinem Praktikum bin ich als Werkstudentin und Campus Buddy für die Universität Göttingen bei Deloitte Consulting geblieben. Als Ansprechpartnerin am Campus in Göttingen versuche ich interessierten Studenten sämtliche Fragen zum Thema Deloitte und zum Berateralltag zu beantworten. Neben dem halbjährlichen Campus Stammtisch bin ich auch bei Campus Messen wie der Praxisbörse vor Ort, wo ich von meinen bisherigen Erfahrungen als Junior Staff im Bereich Financial Services Solutions berichte.

Christian, warum hast Du Dich für ein Praktikum bei Deloitte im Bereich Financial Services Solutions entschieden?

Bereits beim ersten Kontakt mit Deloitte auf einer Hochschulmesse hatte ich das Gefühl mit Kollegen zu sprechen. Da mich sowohl die abwechslungsreiche Tätigkeit als Unternehmensberater als auch die Finanzbranche ansprechen, habe ich ein Praktikum bei Deloitte Consulting im Bereich FSS gegenüber einer Bank vorgezogen.

Und wie geht es jetzt weiter bei Dir?

Nach meinem Praktikum bin ich Deloitte Buddy am Standort Hannover geworden. Da ich als Praktikant im Bereich FSS viel Erfahrung sammeln konnte, versuche ich nun Studierenden ebenfalls den Einstieg bei Deloitte zu erleichtern und bin daher immer auf dem Campus ansprechbar. Ansonsten organisiere ich unseren Campus Stammtisch, wo Studierende ohne Bewerbung einfach mit mir und anderen Kollegen den Austausch suchen können. Der nächste Termin ist übrigens bereits am 04. Juli! Wenn Du Interesse hast, melde Dich einfach unter: buddy.hannover@deloitte.de

Erfahrungsberichte Bewerbertag

Jessica Pietsch ist Consultant im Bereich Financial Services Solutions.

Was war dein erster Gedanke, als du zum Bewerbertag bei Deloitte eingeladen wurdest?

Als ich die Einladung erhalten habe, habe ich mich sehr gefreut. Der nächste Schritt zu einer Festanstellung war erreicht. Nun bedeutete es sich auf diesen Tag vorzubereiten.

Wie hast du den Bewerbertag empfunden?

Der Tag hat mir sehr gut gefallen. Als Bewerber wurden wir kollegial empfangen und haben uns gleich als Teil der Community gefühlt. Der Bewerbertag hat uns Bewerbern eine gute Möglichkeit gegeben, unsere zukünftigen Mitarbeiter kennenzulernen.

Mit welchen 3 Worten würdest du den Bewerbertag beschreiben?

Informativ, spannend, empfehlenswert.

Was hat dir am Bewerbertag bei Deloitte besonders gut gefallen?

Es hat mir sehr gut gefallen, dass ich die Rückmeldung am gleichen Tag erhalten habe.

Warum hast du dich nach dem Bewerbertag für Deloitte entschieden?

Mich für Deloitte zu entscheiden war eine sehr gute Entscheidung. Die Unterstützung bei der beruflichen Weiterbildung, das kollegiale Miteinander und die innovative Denkweise haben mich letztendlich überzeugt mich für Deloitte zu entscheiden.

Victor Hof ist Consultant Business Analyst und hat zuvor am Bewerbertag teilgenommen.

Was war dein erster Gedanke, als du zum Bewerbertag bei Deloitte eingeladen wurdest?

Ich war überrascht, dass ich so schnell eingeladen wurde. Ich habe mich sehr gefreut, dass ich eine Chance bekomme, mich für einen Job in diesem international etablierten und stark wachsenden Beratungsunternehmen vorzustellen.

Wie hast du den Bewerbertag empfunden?

Wir wurden sehr offen und freundlich aufgenommen. Uns Bewerbern wurde dabei das Gefühl gegeben, schon fast ein Teil des Teams zu sein. Die Gespräche fanden alle auf einer Augenhöhe statt.

Mit welchen 3 Worten würdest du den Bewerbertag beschreiben?

Gut organisiert, unterhaltsam, spannend.

Was hat dir am Bewerbertag bei Deloitte besonders gut gefallen?

Der ehrliche und offene Austausch mit den Mitarbeitern der verschiedenen Consulting-Bereiche und unterschiedlichen Karrierestufe.

Warum hast du dich nach dem Bewerbertag für Deloitte entschieden?

Das Arbeitsklima und die Firmenkultur hat mich von Anfang an überzeugt.

Ask a Consultant

Patrick Krawiec ist Business Analyst im Bereich Banking Operations am Standort Düsseldorf. Er hat am Recruitingevent von Financial Services Solutions auf Schloss Löwenstein teilgenommen und ist nun seit September 2018 bei Deloitte.

1)    Wie bist Du das erste Mal auf Deloitte aufmerksam geworden?

Der erste Kontakt war durch einen Vortrag von Deloitte-Mitarbeitern an meiner Universität. Ich fand die offene Unternehmenskultur und die Themen, mit denen sich Deloitte beschäftigt interessant und wollte mehr darüber erfahren. Dann habe ich angefangen die Social-Media-Kanäle zu verfolgen und mir die Webseite näher angeschaut. Als ich dann von dem Recruiting-Event auf Schloss Löwenstein erfahren habe, war mir klar, dass das die Chance ist mein Interesse am Unternehmen und dem Arbeitsumfeld auf die Probe zu stellen. Wo sollte es angenehmer sein als im Schloss? ;-)

2)    Dein Einstieg bei Deloitte erfolgte nach einem erfolgreichen Recruitingevent auf Schloss Löwenstein. Was hat Dich nach Deiner Teilnahme dort überzeugt das Jobangebot von Deloitte anzunehmen?

Zunächst hat man bei Deloitte die Möglichkeit sich durch vielfältige Angebote persönlich und fachlich in die gewünschte Richtung zu entwickeln. Dabei wird man durchgehend unterstützt. Im Schloss hatten wir viel Zeit die verschiedenen Services Lines und die Arbeitsweisen von Deloitte im Detail kennen zu lernen. Ich habe mich dann schnell mit der Service Line ‚Banking Operations‘ identifiziert. Die Hauptgründe waren dann die Bearbeitung der Case-Study als Beispiel für die praktische Arbeit und vor allem das von Beginn an kollegiale Verhältnis von den Mitarbeitern zu allen Teilnehmern.

3)    Wie würdest Du das Onboarding und die ersten Tage bei Deloitte beschreiben?

Das Onboarding war sehr gut strukturiert und geplant. Man kriegt von der ersten Reisebuchung bis zu Weiterbildungsmöglichkeiten und Arbeitszeitbuchungen alles im Detail erklärt. Die Highlights waren dabei das Networking mit den Kollegen und die Abendevents.

Der erste Tag im Office war am Freitag. Dort wurde ich von meinem Counselor empfangen und wir haben uns neben einigen fachlichen Themen offen über meine Karriereplanung unterhalten und uns menschlich näher kennen gelernt. Ich wurde dann von Beginn an in die Aufgaben involviert und fühlte mich sofort als fester Bestandteil des Teams.

4)    War Dir schon zu Deiner Studienzeit klar, dass Du ins Consulting möchtest?

Ich hatte das Glück ein duales Studium machen zu dürfen und habe dadurch viele Eindrücke aus der Praxis gesammelt. Dabei habe ich gemerkt, dass die Herausforderung neue Entwicklungen voran zu treiben und Veränderungen zu planen und umzusetzen das Richtige für mich ist. Als ich dann Deloitte kennen gelernt habe, war mir schnell klar, dass wir vom Mindset zueinander passen. Das Event auf Schloss Löwenstein war dann nochmal ein intensiver Austausch über Deloitte und die Arbeit im Beratungsumfeld. Dadurch habe ich die Bestätigung bekommen, dass Consulting genau das richtige für mich ist.

5)    Welchen Tipp kannst du künftigen Bewerbern mitgeben?

Bereite dich nicht zu viel vor und sei du selbst. Es klingt simpel, ist aber meist nicht einfach. Jeder kennt die Anspannung vor einem Vorstellungsgespräch, Bewerbertag oder Recruitingevent. Ich denke, wenn man sich zu viele Gedanken darüber macht welche Fragen einem gestellt werden könnten und wie man darauf antworten wird, wirkt das im Gespräch nicht authentisch und fällt häufig auf. Außerdem kommt es meistens anders, als man denkt. Viel wichtiger sind Soft-Skills, die Identifikation mit der ausgeschriebenen Stelle und der Unternehmensphilosophie sowie das persönliche Kennenlernen der Menschen hinter dem Unternehmen. Wenn das passt, dann steht einem Start nichts mehr im Wege.

Patrick Krawiec

Frank Thiele ist Partner und seit über 25 Jahren bei Deloitte. Als Mitglied des Financial Services Leadershipteams koordiniert er die Aktivitäten in der S-Finanzgruppe für Deloitte in Deutschland. Zudem leitet er für den Bereich FSS die Service Line Banking Operations.

Hallo Frank! Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für ein paar Fragen nimmst. Würdest Du Dich einmal kurz vorstellen und uns verraten, welche Aufgaben Du bei Deloitte als Partner übernimmst?

Sehr gern. Ich bin 56 Jahre alt, verheiratet, habe zwei Töchter und wohne in Hannover. Nach meiner Ausbildung zum Bankkaufmann habe ich Wirtschaftswissenschaften studiert und arbeite seit Januar 1991 bei Deloitte.

Als Leiter der Service Line Banking Operations bin ich neben der Weiterentwicklung unseres Service- und Produktportfolios für Banken schwerpunktmäßig für die Mitarbeitereinstellung, -beurteilung und -entwicklung verantwortlich.  In meiner Rolle als Lead Client Service Partner für drei Institute innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe steuere ich die Aktivitäten zur Positionierung unserer funktions-übergreifenden Offerings sowie unserer Aktivitäten zum weiteren Ausbau unserer Beziehungen.

Aufgrund meiner langjährigen Arbeit bei öffentlichen Banken habe ich vor einigen Jahren einen regelmäßigen Austausch mit den zuständigen FSI Partnern und Direktoren ins Leben gerufen. Wir sprechen sowohl über spezifische Kundensituationen als auch über übergreifende, neue Themen wie Robotics, AI, etc., die auch für alle öffentlich-rechtlichen Banken interessant sein könnten. Es ist dabei immer wieder interessant festzustellen, welche Offerings in Deloitte in den einzelnen Funktionen erstellt werden und welches breite Wissen insgesamt vorhanden ist.

Als Office Managing Partner für den Standort Hannover bin ich zuständig für ein funktionierendes Consulting Büro und ein angenehmes und offenes Betriebsklima. Lokales Recruiting ist ein wichtiges Thema am Standort. Durch eine Reihe unterschiedlicher Aktivitäten bauen wir den Kontakt zu den Studenten in der Region zielgerichtet aus, um Nachwuchskräfte für Deloitte vor Ort zu gewinnen.

Du bist seit über 25 Jahren bei Deloitte tätig und kannst auf eine beeindruckende Karriere im Consulting zurückblicken. Wie bist Du damals in die Beratung eingestiegen und was würdest Du jetzigen Studenten und Absolventen raten, die sich für eine Karriere in der Beratung interessieren?

Nach dem Studium habe ich zunächst im elterlichen Unternehmen meinen Einstieg ins Berufsleben begonnen. Nach sechs Monaten war jedoch klar, dass Vater und Sohn unterschiedliche Vorstellungen vom künftigen Geschäftsbetrieb hatten.

Da für mich zu der Zeit auch eine Zusatzqualifikation als Wirtschaftsprüfer interessant gewesen ist, habe ich mich bei Deloitte in Düsseldorf auf eine Anzeige beworben und eine Einladung zum Vorstellungsgespräch in Hamburg erhalten. Das Gespräch mit dem zuständigen Partner verlief sehr gut und als Ergebnis habe ich die Zusage für ein Vertragsangebot erhalten. Noch während ich auf den Eingang des Angebots wartete, habe ich durch Zufall den Leiter der Beratungseinheit getroffen. Wir haben uns spontan gut verstanden und er suchte einen jungen Berater für ein Bankenprojekt. Durch seine überzeugende Erklärung, warum der Einstieg im Consulting interessanter sei fiel mir die Entscheidung für eine Beraterkarriere im Bankenbereich dann relativ leicht.

Heutzutage gibt es bereits an der Universität vielfach die Möglichkeit, einer studentischen Unternehmensberatung als Student beizutreten. Aus meiner Sicht ist dies, neben entsprechenden Praktika und Werkstudententätigkeiten, eine sehr gute Möglichkeit, das künftige Berufsfeld kennenzulernen.

Durch Gespräche mit Freunden oder früheren Kommilitonen, die sich auch für einen Einstieg in die Beratung entschieden haben, können weitere, wertvolle Einblicke gewonnen werden, wobei sich die einzelnen Gesellschaften sowohl von der Größe, der inhaltlichen Ausrichtung als auch von den jeweiligen Kulturen oftmals stark unterscheiden. Künftige Berater sollten sich weiterhin darüber im Klaren sein, dass dieser Beruf sehr fordernd ist und eine sehr hohe Leistungsbereitschaft, Flexibilität und Mobilität erfordert.

In den letzten Jahren hat sich der Financial Services Sektor weltweit stark verändert. Denkst Du, dass dieser Sektor auch zukünftig ein interessantes Tätigkeitsfeld für Berater ist und wo siehst Du die Trends für die kommenden Jahre?

Der Finanzdienstleistungssektor wird auch in Zukunft interessante und herausfordernde Projekte bieten, auch wenn die Banken der Zukunft sich sicherlich von der heutigen Aufstellung sehr stark unterscheiden dürften.

Viele Tätigkeiten im Front- und Backoffice werden automatisiert werden. Der Startschuss hierfür ist schon gefallen. Wir sehen heute schon einen hohen Reifegrad entsprechender technologischer Anwendungen. Parallel muss eine stärkere Fokussierung auf die Kundenbedürfnisse im Mittelpunkt jeder Bank stehen. Hierzu gehört sich über den Lebenszyklus ändernde Bedürfnisse zu erkennen bzw. zu antizipieren und maßgeschneiderte Lösungen anzubieten.

Ich bin mir auch sicher, dass bestimmte Services, die heute durch Banken als zwischengeschaltete Instanz angeboten werden, künftig auf einer Blockchainplattform abgebildet werden. Um ihre zentrale Rolle als Vertrauensinstanz künftig nicht zu verlieren, müssen Banken sich jedoch jetzt entsprechend positionieren und dazu beitragen, diese neue Technologie zu standardisieren und marktfähig zu machen.

Das Leben als Partner in der Beratung ist sicherlich oft stressig und mit langen Arbeitstagen verbunden. Wie sieht dein Ausgleich zum Job und Berufsleben aus?

Beratung ist für jeden Beteiligten herausfordernd, nicht nur für Partner. Insofern ist mein Rat an junge Kollegen, sich die Kraft einzuteilen. Das Arbeitsleben ist eher mit einem Marathon als mit einem Kurzstreckenrennen vergleichbar. Wir alle kennen Projektsituationen wie z.B. die Einhaltung des seit zwei Jahren geplanten Go-Live Termins, die es erforderlich machen, die „Extra-Meile“ zu gehen. Das sollte jedoch kein Dauerzustand sein.

Als Ausgleich zur Arbeit bietet sich natürlich Sport an, wobei meiner Meinung auch hier wichtig ist, nicht ständig neue Rekorde aufstellen zu wollen. Aktuell könnte ich persönlich sicherlich mehr Sport betreiben, aber die Temperaturen waren bisher zu hoch (Ausrede).

Als letzten Punkt ist meines Erachtens auch wichtig, die Anforderungen der Familie im Auge zu behalten. Nur wenn auch die privaten Angelegenheiten gut laufen, können Höchstleistungen im Beruf erbracht werden.

Nicolai Hartmann ist seit zwei Jahren als Senior Consultant IT Management im Bereich FSS bei Deloitte tätig.

Hallo Nicolai! Vielen Dank, dass du dir die Zeit für ein paar Fragen nimmst. Kannst du dich bitte kiurz vorstellen und mir veraten, welche Rolle du bei Deloitte hast und was deine Aufgaben sind? 

Meine Name ist Nicolai Hartmann, ich bin seit 2 Jahren als Senior Consultant im Bereich FSS bei Deloitte tätig. Ich bin IT Management Consultant, d.h. ich verantworte die Steuerung und Umsetzung von IT-Transformationsprojekten insbesondere für Banken, aber auch Versicherungen. Das können sehr strategische Projekte sein, bei denen es um das Aufsetzen großer Transformationsprojekte geht, wie bspw. die internationale Standardisierung und Vereinheitlichung gewachsener IT-Landschaften, aber auch in etwas kleinerem Rahmen die Auswahl und Einführung von Software für die Erfüllung regulatorischer Anforderungen wie bspw. BCBS239 oder IFRS9.

Wie sieht der normale Tagesablauf bei dir aus?

Einen standardisierten Tagesablauf habe ich nicht, das ist sehr stark vom jeweiligen Projekt abhängig. Auf meinem aktuellen Projekteinsatz in Frankfurt komme ich – außer an den Reisetagen – in den Genuss eines sehr geregelten Tagesablaufs, d.h. ich fahre normalerweise mit öffentlichen Verkehrsmitteln an meinen angestammten Arbeitsplatz beim Kunden, an dem ich die normalen Kernarbeitszeiten (9-18 Uhr) verbringe. Der Tag ist normalerweise geprägt von regelmäßigen Abstimmungsmeetings mit Vertretern auf Kundenseite, die eigentlichen Arbeitsergebnisse erarbeite ich zwischen den Terminen bzw. außerhalb der Kernarbeitszeiten (gerne auch im Hotel). Auf anderen Projekten kam es aber durchaus auch schon zu ganz anderen Tagesabläufen, wie bspw. frühmorgens den ersten Inlandsflug von München nach Norddeutschland, am selben Tag dann weiter nach Osteuropa, und abends wieder zurück zum Projektstandort. Das Schöne an dem Job: Es wird nie langweilig!

Was fasziniert dich an der Bankenbranche in Verbindung mit der Service Line FSS?

Als ausgebildeter Volkswirt finde ich es immer wieder spannend eine Idee davon zu bekommen, was unsere globalisierte Wirtschaft „im Innersten zusammenhält“. Auch die vielen Einblicke in ungeahnte Herausforderungen vor denen Finanzinstitute heutzutage stehen faszinieren mich. Gerade im IT-Bereich sind Banken und Versicherungen natürlich auch durch eine Null-Fehler-Toleranz geprägt, diese Herausforderung gilt es bei jedem Projekt aufs Neue zu akzeptieren und zu meistern.

Warum duzt man sich eigentlich im Consulting bei Deloitte?

Hierauf kann ich nicht wirklich eine Antwort geben, denn als ich zu Deloitte kam, war das schon so. Das hat sicherlich mit einer eher amerikanischen Unternehmenskultur zu tun, führt aber dazu, dass Hierarchien, die natürlich in einem so großen Unternehmen wie Deloitte existieren müssen, weit weniger durch einen selbst wahrgenommen werden. Es vereinfacht auch den Umgang mit Vorgesetzten, und führt im Arbeitsalltag dazu, dass Ideen und Vorschläge, egal von wem, ob von einem Praktikanten oder einem Senior Partner, erst einmal gleichrangig behandelt werden. D.h. es zählt bei Deloitte weniger, wer etwas sagt, sondern mehr was gesagt wird.

Stefanie Kampmann ist Service Line Lead Partner und seit 2011 bei Deloitte. 

Hallo Stefanie! Vielen Dank, dass du dir die Zeit für ein paar Fragen nimmst. Kannst du dich bitte kurz vorstellen und uns verraten welche Rolle du bei Deloitte hast und was deine Aufgaben sind?

Ich bin Partnerin und seit 2011 bei Deloitte. Dort leite ich seit 6 Jahren den Bereich Performance Management und Analytics für Banken und Versicherungen. Wir kümmern uns darum, wie aus Daten Informationen werden, die eine effektive Steuerung ermöglichen.

Deloitte legt besonderen Wert auf die Weiterbildung und Karriereperspektiven von weiblichen Mitarbeitern und Führungskräften. Du engagierst dich dort sehr stark im Rahmen der Women Initiative (WIN). Warum ist diese Initiative so wichtig für dich?

Frauen sind aus meiner Sicht hervorragend für das Consulting geeignet und ich wünsche mir, dass wir auch auf den höheren Ebenen unseren Frauenanteil weiter ausbauen. Wir haben immer mehr Frauen, die auch mit Familie weiter für uns tätig sind. Je höher man kommt, desto leichter kann man z.B. Einfluss auf die Terminplanung nehmen. Karriere bei Deloitte bietet auch für Frauen so viele Möglichkeiten und spannende Arbeitsbereiche. Ich sehe es als meine Aufgabe, Karriereperspektiven zu eröffnen und Frauen zu ermutigen, diesen Weg zu gehen.

Gibt es bestimmte Tipps die du insbesondere Bewerberinnen bei Financial Services Solutions mitgeben würdest?

Ich glaube, dass sich die Anforderungen an Frauen und Männer nicht unterscheiden. Man sollte sich bewusst Gedanken über das Berufsbild machen und aufzeigen, warum man genau der richtige Kandidat für die jeweilige Position ist. Ich finde es wichtig, dass die Bewerber authentisch auftreten. Praxiserfahrung durch Praktika oder Werkstudententätigkeit hilft, aber wichtig ist uns vor allem auch die Persönlichkeit. Und ich stelle mir auch immer die typische Frage: kann ich mir vorstellen mit ihr oder ihm den ganzen Tag zusammen zu arbeiten und abends noch gerne gemeinsam was zu unternehmen. Weitere wichtige Aspekte für mich: Wirkt der Kandidat offen, kann er oder sie zuhören und Themen gut strukturieren?

Das Leben als Partnerin ist sicher nicht einfach und stressfrei. Wie bekommt man bei Deloitte insbesondere als Frau immer noch eine ausgewogene Work-Life Balance zwischen Familie und Beruf hin?

Es ist wichtig, sich aktiv einen Ausgleich zu suchen. Das kann Sport sein, was ich persönlich sehr empfehle, aber auch andere Hobbies können hier helfen. Freizeit muss man bewusst einplanen. Glücklicherweise haben wir bei Deloitte keine Kultur, dass man extra lange im Büro bleiben muss, weil alle das machen. Wir versuchen, die Wochenenden soweit es nur irgend geht, freizuhalten und die Arbeitszeiten in der Woche im Rahmen zu halten. Wobei ich auch klar sagen muss, dass wir keinen „9 to 5-Job“ bieten können. Viele Frauen nutzen unsere flexiblen Arbeitszeitmodelle und gehen nachmittags nach Hause, um sich um ihre Kinder zu kümmern. Oft arbeiten sie dann aber auch abends noch mal. Ich habe immer wieder erlebt, dass die Kunden flexible Modelle gerne unterstützen und sogar ihre Meetings darauf ausrichten.

Zu guter Letzt noch eine nicht berufliche Frage. Das neue Jahr hat bereits angefangen, da interessiert uns natürlich welche guten Vorsätze du dir für das Jahr 2018 vorgenommen hast.

Konsequent drei- bis viermal die Woche Sport machen!

Vielen lieben Dank für das Gespräch und die interessanten Einblicke.

Herbert Oberländer ist Service Line Lead Partner und seit knapp 5 Jahren bei Deloitte Consulting. 

Hallo Herbert! Vielen Dank, dass du dir die Zeit für ein paar Fragen nimmst.
Kannst du dich bitte kurz vorstellen und mir verraten welche Rolle du bei Deloitte hast und was deine Aufgaben sind?

Sehr gerne. Mein Name ist Herbert Oberländer und ich bin jetzt seit knapp 5 Jahren bei Deloitte Consulting. Dort verantworte ich die Service Line Insurance Operations. Hier sind alle Consultants beheimatet, welche sich fachlich mit Versicherungen beschäftigen, mit Ausnahme der Strategen und Technologen, die in anderen Bereichen angesiedelt sind. Ursprünglich komme ich aus der Versicherungswirtschaft, danach war ich bei zwei weiteren Beratungshäusern und bin mittlerweile seit über 30 Jahren in der Versicherungsbranche tätig. Neben der Leitung der Service Line bin ich zusätzlich für verschiedene Kunden als Lead Client Partner zuständig. Diese sind u.a. die Württembergische (W&W), die Alte Leipziger, die Hallesche die Versicherungskammer Bayern und die R+V Versicherungen um einige dieser großen deutschen Versicherungen zu nennen.

Wenn man sich bei Deloitte direkt für die Service Line Insurance Operations bewerben möchte, welches Profil sollte man mitbringen und was erwartet einen?

Ich fange mit dem zweiten Teil der Frage an. Es erwartet einen ein hervorragendes Arbeitsumfeld mit motivierten Kollegen, in einer tollen Firma, die sicherlich zu den Top Unternehmen in Deutschland gehört und aktuell enormes Wachstum aufweist.

Mitbringen sollte man auf jeden Fall ein gewisses Faible für Versicherungen und wenn möglich dort schon erste Erfahrungen gesammelt haben. Sei es während des Studiums oder im Rahmen eines Praktikums. Darüber hinaus ist eine hohe Motivation, hohe Flexibilität, analytisches Denken, strukturiertes Arbeiten und die Bereitschaft Neues zu lernen und sich weiterzuentwickeln sehr wichtig. Dann bietet Deloitte eine exzellente Plattform für einen individuellen Karriereplan im Consultingbereich. Dabei muss man nicht zwingend Betriebswirtschaftslehre studiert haben. Auch Mathematiker und Informatiker sind gefragt. Deloitte bietet mit seinem Angebot an Business-, Industrie und Führungstrainings, sowohl am Standort Deutschland als auch an den Deloitte Universities im Ausland, ein breites Spektrum an Möglichkeiten, sich als Mitarbeiter neben dem täglichen Projektgeschäft weiterzuentwickeln.

Du hast zu Beginn des Gesprächs gesagt, dass du schon 5 Jahre bei Deloitte dabei bist. Wie bist du damals eingestiegen, wie war der Wechsel für dich und was hat sich in den letzten 4-5 Jahren in der Firma geändert?

Vor über 5 Jahren hat man mich angesprochen und gefragt ob ich Teil einer Mannschaft werden möchte, die sich zum Ziel gesetzt hat den Consulting Bereich Versicherungen auf- bzw. auszubauen. Zu diesem Zeitpunkt war Deloitte bei Versicherungen fast ausschließlich in Prüfungsnahen Themen unterwegs. Diese Aufgabe habe ich gerne angenommen.
Verändert hat sich seitdem einiges. Wir haben es in dieser Zeit geschafft Deloitte auf dem Versicherungsmarkt als eines der Top Beratungsunternehmen zu positionieren. Dies verdanken wir nicht zuletzt der erfolgreichen Durchführung von gewonnenen Großprojekten. Gleichzeitig stellen wir uns permanent den neuen Anforderungen die sich der Versicherungsbranche stellen und arbeiten daran immer ein entsprechendes Leistungsportfolio zu Verfügung zu haben. Somit sind wir mittlerweile in der Lage fast alle Aufgabenstellungen die sich in der Versicherungswirtschaft ergeben, erfolgreich bedienen zu können.

Was sind denn aktuell brennende Themen in der Versicherungsbranche?

Wie in anderen Branchen, steht das Zauberwort Digitalisierung auch in der Versicherungsbranche ganz oben.
Was sonst, neben den ganzen Regulatorischen Themen wie IDD (Insurance Distribution Directive) oder IFRS17, bei Versicherungen eine sehr wichtige Rolle einnimmt ist die Transformation der Versicherungsgesellschaften hin zu kundenorientierten Unternehmen. Das heißt der Kunde steht im Mittelpunkt und ich als Unternehmen muss meine Prozesse, meine Tätigkeiten und meine Organisation entsprechend auf den Kunden ausrichten. Dies hat zur Folge, dass in der bestehenden technologischen Anwendunggslandschaft große Transformationen stattfinden, hin zu neuen und leistungsfähigeren, flexibleren Systemen und Plattformen.
Zusammengefasst also sind die brennenden Themen Digitalisierung und Regulatorik mit der Herausforderung, den Kunden zukünftig in den Mittelpunkt aller Aktivitäten steht.

Das Leben als Partner ist sicher nicht einfach und stressfrei. Was sind für dich Momente die dich motivieren und wie schaffst du es deine Batterien wieder aufzuladen?

Ich denke jeder hat in seinem Aufgabengebiet Momente in denen es vielleicht ein bisschen stressiger ist, egal ob Partner oder nicht. Aber ein ganz wichtiger Faktor ist es Spaß an der Arbeit zu haben und immer interessante Aufgabenstellungen zu bekommen. Das motiviert. Und dann kann man mit dem hohen Arbeitsaufwand auch gut umgehen. Ansonsten versuche ich natürlich die Freizeit die mir bleibt sinnvoll zu nutzen. Sei es mit sportlichen oder kulturellen Aktivitäten. Das hilft mir dann sehr in einer vernünftigen work-life-balance zu sein.

Zu guter Letzt noch eine nicht berufliche Frage. Neben welcher berühmten Persönlichkeit würdest du gerne mal im Flugzeug sitzen und wieso?

Da fallen mir jetzt sehr viele ein und es ist wirklich schwierig eine Person auszusuchen. Aber wahrscheinlich wäre mir Franz Beckenbauer am liebsten. Natürlich gäbe es auch aus Politik und Wirtschaft den ein oder anderen der interessant wäre, aber mein Herz schlägt ganz klar für den FC Bayern.

Dann vielen lieben Dank für das Gespräch und die interessanten Einblicke.

Thomas Birker ist Service Area Lead Partner und seit über 25 Jahren bei Deloitte. 

Hallo Thomas! Herzlichen Dank, dass wir dir ein paar Fragen stellen dürfen. Kannst du dich bitte kurz vorstellen und uns verraten, wie lange du im Consulting bei Deloitte bist und welche Aufgabe und Rolle du innehast?

Mein Name ist Thomas Birker. Ich bin seit über 25 Jahren bei Deloitte und leite die Service Area Financial Services Solutions (FSS) sowie die darunter angeordnete Service Line Finance and Risk Operations. Meine Aufgaben sind im Wesentlichen die Organisation und Steuerung sowie das Vorantreiben und die Neuentwicklung von Themenstellungen sowie Offerings für die Practice. Zudem bin ich für den personellen Aufbau in FSS verantwortlich, der in Bezug auf unsere Wachstumsziele nicht zu unterschätzen ist.

Für Außenstehende ist es manchmal gar nicht so einfach die verschiedenen Offerings von Financial Services Solutions (FSS) zu verstehen. Was genau steckt hinter der Service Area FSS und welche aktuellen Themen bearbeitet ihr gerade?

Dazu muss man zunächst wissen, dass FSS eine industriebezogene Service Area ist, die sich nur auf industriespezifische Themenstellungen fokussiert. Unser Klientel sind Banken, Versicherungen und Asset Manager - in Teilen auch Leasingunternehmen, welche die Financial Services Dienstleistungen der großen Automobilunternehmen wie BMW, Mercedes oder VW einschließt.

Aktuell gibt es drei große Themen, mit denen wir uns beschäftigen und in Projekten begleiten.

Der erste große Block ist die Digitalisierung, die unsere Kunden vor eine Reihe von Herausforderungen stellt. Diese können organisatorischer Natur sein oder ganz allgemein die Optimierung von Prozessabläufen betreffen (Robotics). Im Versicherungsbereich unterstützen wir bei der Verbesserung und Neuentwicklung von Vertriebskanälen und Kundenzugängen – die Entwicklung einer App ist hier ein gutes Beispiel. Wir begleiten unsere Kunden in Projekten aber auch bei der Digitalisierung ihrer Prozess- und Wertschöpfungsketten.

Ein weiteres großes Thema ist die sogenannte Transformation. Darunter versteht man z.B. die Optimierung von Kostenstrukturen, aber auch Fusionen oder Carve Outs, die Veräußerung von Unternehmensanteilen.

Das dritte große Themenfeld ist die Regulatorik, die nach wie vor nichts an Brisanz verloren hat. Hier gibt es weiterhin erhebliche Nachfrage im Markt. Wir unterstützen unsere Kunden hinsichtlich unterschiedlichster regulatorischer Vorschriften im Banken- und Versicherungsumfeld, wobei die wichtigsten sicherlich die International Accounting Standards bzw. die International Financial Reporting Standards sind. In teils sehr großen Projekten helfen wir in fachlichen Fragen und der Umsetzung.

Insbesondere der Consulting Bereich bei Deloitte ist in den letzten Jahren durch das Joint Venture mit Deloitte USA stark gewachsen. Merkst du dieses Wachstum auch innerhalb von FSS und hat sich etwas zu früher verändert?

Neben der Tatsache, dass die Wachstumspläne durch das Joint Venture sehr stark auf Technologie und Strategy and Operations fokussiert waren, ist der Effekt auch in FSS sehr deutlich zu sehen. Wir hatten im FY 2017 ein Wachstum von 31 Prozent, damit sind wir absolut in Schlagdistanz zum Gesamtwachstum von Consulting mit 40 Prozent. Im laufenden Geschäftsjahr liegt das Wachstum bei erfreulichen 23 Prozent, das auf der einen Seite aus FSS heraus vorangetrieben wird, auf der anderen hilft natürlich auch das Wachstum in anderen Bereichen.  Wir sind dadurch bei den Kunden zusätzlich mit unseren jungen Capital Services und/oder unseren Technologie Kollegen in wesentlich mehr Themen präsent, was für uns als industriebezogene Practice wiederum von Vorteil ist. Dadurch steigt natürlich auch unsere Brand Awareness deutlich und wir werden in vielen Bereichen als verlässlicher und kompetenter Partner gesehen.

Innerhalb von FSS arbeiten ca. 400 Personen, kannst du uns bitte in drei Worten die Kultur von FSS beschreiben? Was macht den Bereich so einzigartig?

Wenn ich drei Worte zur Verfügung habe, würde ich zunächst den Begriff „offen“ wählen, da wir ein bunter Mix von KollegInnen mit unterschiedlichstem Background sind.

Die Eigenschaft „teamorientiert“ beschreibt unsere Kultur ebenso gut, denn wenn wir nicht teamorientiert arbeiten, dann funktioniert das ganze Geschäftsmodell nicht.

Als dritter Begriff passt „industriefokussiert“. All unsere Kolleginnen und Kollegen in FSS bringen verschiedenstes fachliches Wissen in den Projekten ein, das sie entweder aus einer früheren Tätigkeit mitbringen oder sich in den Jahren bei Deloitte aufbauen oder bereits aufgebaut haben.  

Sehr gut! Falls sich nun der ein oder andere Leser bewerben möchte, wie sehen denn die Einstiegsmöglichkeiten aus was sollte ein guter Consultant mitbringen?

Die Einstellungs- und Karrieremöglichkeiten bei Deloitte sind so gut wie nie, was in unserem enormen Wachstum begründet ist. Wir hatten noch nie so viele unterschiedliche Profile ausgeschrieben und haben noch nie derartig viele neue Kollegen und Kolleginnen eingestellt. Auf unserer Homepage sind eine Vielzahl von Ausschreibungen inseriert, die zum einen auf Berufseinsteiger und zum anderen aber auch auf potenzielle BeraterInnen mit erster Berufserfahrung von 1-3 Jahren abzielen. Wir legen Wert auf Flexibilität, analytisches Denken und strukturiertes Arbeiten. Ein Consultant sollte aber auch Spaß an Veränderungen haben, denn diese bringt unser Beruf permanent mit, wenn nicht sogar täglich. Zusammenfassend sind die klassischen Consulting Skills und eine hohe Motivation wichtiger als das eigentliche Fachwissen, weil sich Themen immer wieder verändern und man ständig vor neue fachliche Herausforderungen gestellt wird. Am Ende kann man sagen: Consulting ist kein Sprint, sondern eher eine Mittel- bis Langstrecke mit unterschiedlichsten Landschaften, für dessen Bewältigung die klassischen Consulting Skills von Vorteil sind. 

Und nun unsere letzte Frage: Welche ist deine skurrilste und beeindruckendste Situation bei Deloitte, an die du dich erinnern kannst?

Die skurrilste liegt schon sehr lange zurück, nämlich etwas mehr als 25 Jahre. Es war meine erste Weihnachtsfeier in Hannover, die mit sehr bescheidenen Mitteln ausgetragen wurde. Nachdem ich damals auf einem internationalen Projekt bei einer Investmentbank war, hatte dies einen Kulturschock ausgelöst. Skurril in dem Sinne, weil es doch sehr bodenständig und bescheiden war und so ganz anders als der Projektalltag, den ich gewohnt war. Die beeindruckendste Geschichte ist ca. 2,5 bis 3 Jahre her, als unser Joint Venture mit den US-Kollegen noch in den „Kinderschuhen“ steckte. In diesem Zusammenhang besuchten wir die Deloitte University in Dallas mit einer Gruppe von Partnern aus der US-Company. Das war dann doch das genaue Gegenteil. Die von den US-Kollegen dort aufgebaute und gebotene Infrastruktur, die Trainingsmöglichkeiten und andere berufsspezifische Angebote waren sehr beeindruckend.

Klasse, vielen Dank für Deine Insights und wir freuen uns weiterhin auf neues Wachstum und vor allem auch Dynamik innerhalb von FSS bei Deloitte. Danke.

Gerne, danke auch an Euch.

Mathias Bürkle ist Director in der Funktion Consulting und seit Januar 2006 bei Deloitte.

Sein persönliches Motto: Wege entstehen dadurch, dass man sie geht.

Wie sind Sie zu Deloitte gekommen und was beinhaltet Ihre Tätigkeit? 

Ich habe – nach Stationen als Management-Berater bei zwei Unternehmensberatungen – im Jahr 2006 bei Deloitte Consulting im Bereich Financial Services Solutions begonnen. Mein persönlicher Tätigkeitsbereich beinhaltet das Projektmanagement großer und komplexer Transformations- und Implementierungs-Initiativen, Finanz-Transformations-Projekte, Prozessoptimierungen, die Entwicklung von Finanzarchitekturen, die Implementierung Bank-analytischer Applikationen, sowie die Umsetzung von Business Intelligence und Reporting Lösungen für Banken und Financial Services Unternehmen. Hierbei bewege ich mich zumeist im Spannungsfeld zwischen IT, Finance und Risk. Bei meinen Projekten habe ich mich in den vergangenen fünf Jahren auf einen großen Kunden fokussiert und arbeite im Account-Team mit, das den Kunden betreut. Darüber hinaus bin ich Mitglied der Capability Performance Management und Analytics, die sich mit Design, Entwicklung, Umsetzung und Test von Analyse-, Reporting- und Planungs-Architekturen für Banken und Versicherungen befasst, betreue mehrere Mitarbeiter als Counselor (Mentor) und nehme regelmäßig an Recruiting-Veranstaltungen teil, um neue Talente für Deloitte zu begeistern.

Was war Ihr spannendstes Projekt bei Deloitte und warum?

Definitiv die Entwicklung einer konzernweiten Enterprise Services Zielarchitektur für einen internationalen Bankkonzern. Hier starteten wir mit einem kleinen dreiköpfigen Deloitte-Team und zwei Senior Management Vertretern des Kunden in einem fensterlosen Raum nur mit einer Idee und quasi ohne Budget. Außerhalb des Teams glaubte niemand an den Erfolg des Projekts und man gab uns maximal zwei bis drei Wochen Zeit, bis das Projekt eingestellt werden würde. Am Ende haben wir auch die letzten Kritiker überzeugt. Es ist uns gelungen, unter hohem politischem und zeitlichem Druck gemeinsam mit dem Kundenteam durch gute Ideen und Ergebnisse die Widerstände im Unternehmen zu überwinden und eine tragfähige Lösung zu entwickeln. Aus einer Blaupause wurden am Ende konkrete Implementierungsprojekte und aus den 2-3 Wochen am Ende mehr als 1 ½ Jahre Projektlaufzeit. Aus dem Projekt heraus konnten wir ein nachhaltiges Vertrauensverhältnis zu Senior Management Vertretern des Kunden aufbauen und die Deloitte Reichweite innerhalb des Konzerns deutlich ausbauen. Das Projekt hat mir wieder eindrucksvoll vor Augen geführt, was man alles erreichen kann, wenn man ein klares Ziel hat und ein motiviertes Team geschlossen an einem Strang zieht.

Was ist für Sie das Besondere an Deloitte? Warum arbeiten Sie gerne bei Deloitte?

Das Besondere an Deloitte sind für mich meine Kollegen. Ich schätze an Deloitte die sehr angenehme Arbeitsatmosphäre, die professionelle Zusammenarbeit und den extrem starken Teamspirit. Das ist für mich enorm wichtig. Nur wenn ich mich in einem Unternehmen wohl fühle und mich in der Unternehmenskultur und den Werten wieder finde, kann ich jeden Tag aufs Neue mit Spaß meine Projekte angehen und für das Unternehmen gute Leistungen erbringen. Deloitte bietet mir darüber hinaus das richtige Umfeld, mich weiterzuentwickeln und zu wachsen. Ein wichtiger Punkt ist aus meiner Sicht auch das Counseling, das mir zum einen in meiner persönlichen Karriereentwicklung sehr geholfen hat und zum anderen in meiner eigenen Tätigkeit als Counselor immer wieder viel Freude bereitet.

Was muss man aus Ihrer Sicht mitbringen, um zu Ihrem Team zu passen?

Das klare Commitment für unsere Kunden und Teams erstklassige Leistungen zu erbringen, ein gutes Maß Neugier und Interesse, Freude an der Arbeit, die Bereitschaft kontinuierlich zu lernen und natürlich eine gute Portion Humor.

Welchen Beitrag leisten Sie mit Ihrer Arbeit für die Kunden, Ihre Kollegen oder sogar für die Gesellschaft, kurz gesagt: Was ist Ihr persönlicher Impact? 

Ich helfe durch meine Arbeit meinen Kunden dabei, dem ständig steigenden Druck der Regulatorien sowie den wachsenden Anforderungen von Kunden und internen Stakeholdern durch leistungsfähige Analytics Lösungen zu begegnen. Mit meiner Arbeit im Recruiting und Counseling trage ich dazu bei, junge Talente für Deloitte zu begeistern, auf ihrem Karriereweg bei Deloitte zu begleiten und zu fördern.

Erfahrungsbericht Deloitte University & Impact Award 

Deloitte University

Ein Ort, an dem Deloittes Führungsteam die kommende Generation inspiriert und fördert

Die Deloitte University steht für innovativen Wissenstransfer und interaktive Lernkonzepte, für erstklassige Trainings und wertvolle On-the-job-Erfahrungen, für effizienten Austausch und internationales Netzwerken, für ausgewählte Referenten und topaktuelle Themen. Auf unseren Campussen in Belgien und Frankreich sowie in Westlake bei Dallas/USA haben wir das richtige Umfeld für eine Vielzahl von Schulungen auf höchstem Niveau geschaffen und bieten auch die einzigartige Gelegenheit, innerhalb unseres Unternehmens Netzwerke und starke Beziehungen aufzubauen. Kern des Angebots sind die „Career Milestone“-Trainings, die auf die eigene Karrierestufe abgestimmt durchgeführt werden. Sie dienen dazu, Mitarbeiter bestmöglich auf die Herausforderungen ihrer neuen Rolle vorzubereiten, sowie diese länderübergreifend mit den gleichen Skills auszustatten. 

Christiane, Deniz, Diana, Marius und Stephan waren Teilnehmer des letzten Consultant Milestone und berichten darüber, was sie während der drei Tage in Brüssel erlebt haben:

Was hat euch besonders gut gefallen? 

Diana: Der Rahmen des Trainings in Brüssel an sich war besonders. Während der drei Tage mussten die Teilnehmer eine Strategie zum Ausbau des Erfolgs für ein existierendes Unternehmen erarbeiten. Es wurde dafür mit echten Unternehmensdaten gearbeitet und der Arbeitsfortschritt in simulierten Kundenmeetings präsentiert und besprochen. Ein Highlight war dabei die Podiumsdiskussion mit dem CEO des Unternehmens und die abschließende Präsentation der Strategie unter seiner Anwesenheit.

Wie sah der Tagesablauf aus?

Stephan: Die Tage an der Deloitte University begannen morgens mit einem gemeinsamen Frühstück der Teilnehmer, bevor im Nachgang die ersten Kurse des Tages starteten. Diese Kurse bestanden unter anderem aus Gruppenarbeiten und fachlichen Vorträgen, welche passend zum entsprechenden Karrierelevel der Teilnehmer ausgewählt wurden. Während des gemeinsamen Mittagessens konnten die Teilnehmer die Zeit zum Networking nutzen und um sich auf die zweite Hälfte des Tages und die anstehenden Arbeiten und Präsentationen vorzubereiten. Nach dem gemeinsamen Abendessen wurde erneut Wert auf Networking und den Austausch zwischen den Teilnehmer gelegt.

Was hast du aus dem Seminar mitgenommen?

Deniz: Das Consultant Milestone Training war ein außergewöhnliches Seminar, das mir positiv in Erinnerung bleiben wird –  vor allem interaktiv und realitätsbezogen. Wir haben drei intensive Tage mit einer steilen Lernkurve und vielen neuen Impulsen zu Themen rund um storytelling, client pitch, Feedbackkultur sowie Gesprächsführung erlebt.

Für uns war es ein spannendes Experiment und eine prägende Erfahrung, die uns im Consulting sicherlich weiterbringen wird. Dabei haben wir viel über uns selbst gelernt und die Arbeit auf Peer-Level sowie in einem internationalen Umfeld sehr genossen.

Was unterscheidet dieses Training von anderen?

Christiane: Im Gegensatz zu einem klassischen Training mit Kollegen ist das Training an der Deloitte Universität in Brüssel auf EMEA Ebene. Bei dem Training kommen somit Consultants verschiedener Nationalitäten zusammen. Beim diesjährigen Training im März waren es 13 Member Firms. Dadurch entsteht sowohl ein internationaler Austausch an Methoden, Vorgehen, etc. und es wird einem die Möglichkeit gegeben, sich ein internationales Netzwerk aufzubauen, von dem man lange profitieren kann.

Warum würdest du Kollegen dieses Seminar empfehlen?

Marius: Das Training des Consultant Milestones unterscheidet sich grundlegend von den anderen Seminaren in den einzelnen Member Firms. Jeder Teilnehmer bringt ein ganz eigenes Skill-Set und unterschiedliche Erfahrungen aus der jeweiligen Länderfirma mit. So kann man verschiedene „best-practice“ Ansätze erleben und ggf. auch übernehmen. Darüber hinaus arbeitet man in einem sicheren Umfeld an seinen Soft-Skills, bekommt ein offenes Feedback und Tipps von den Trainern, die im echten Consulting Leben sehr hilfreich sein können.

Impact Award 2017 - Kategorie Society Ein Gewinn für die Gesellschaft

„Making an Impact that matters“ – im zweiten Teil der Serie zum Impact Award hat sich die dialog-Redaktion mit den Preisträgern aus der Kategorie „Society“ unterhalten. Ob bei „Ärzte ohne Grenzen“ in Afrika oder durch Spendensammeln mittels Blockchain-Technologie – soziales Engagement wird bei den Gewinnern großgeschrieben.

Wenn Igor Ullrich heute im Stau steht, dann ärgert ihn das nicht. Nicht mehr. Denn der Manager aus dem Bereich Financial Service Solutions hat während seiner ehrenamtlichen Tätigkeit im Südsudan und Kenia insbesondere eines gelernt: Gelassenheit. Zehn Monate lang war er für „Ärzte ohne Grenzen“ als Finanz- und HR-Koordinator in einem Umfeld tätig, in dem Korruption, Misstrauen und Überfälle an der Tagesordnung sind.

​„Mein Team und ich mussten täglich große Mengen an Bargeld bewegen, denn elektronische Zahlungsmittel existieren in diesen verarmten Gebieten schlichtweg nicht. Noch dazu werden Preise so gut wie gar nicht ausgewiesen“, erinnert sich Igor. „Unter diesen Gegebenheiten dafür zu sorgen, dass jeder Euro an Spendengeld sinnvoll ausgegeben wird, war eine große Herausforderung. Nach so einer Erfahrung relativieren sich viele Dinge – und so ist das Warten im Straßenverkehr keine Aufregung mehr wert.“

Geteiltes Glück

Sein Engagement blieb nicht unbemerkt – seit dem 18. August darf sich Igor Impact-Award-Einzelgewinner in der Kategorie „Society“ nennen. Den Deloitte-Purpose „Making an Impact that matters“ in die Welt hinauszutragen, war ihm schon längere Zeit ein Anliegen. „Während meiner Karriere als Berater sind mir zwei Dinge klargeworden: Erstens: wie viel Glück ich hatte, in einem Land wie Deutschland geboren worden zu sein. Und zweitens: Wie nah wir eigentlich dem Hunger und dem Elend sind“, sagt Igor.

„Da habe ich mir die Frage gestellt: „Will ich einmal auf mein Leben zurückschauen und feststellen, dass ich mein Glück in vollen Zügen für mich selbst ausgekostet habe? Oder will ich sagen können, ich habe einen signifikanten Teil meiner Zeit dafür aufgewendet, um mein Glück mit jenen zu teilen, die nicht so viel davon abbekommen haben?“

Igor hat sich für Letzteres entschieden und ist dem Ruf von Ärzte ohne Grenzen in den Südsudan und nach Kenia gefolgt. Insbesondere der medizinische Impact der NGO hat ihn begeistert: „Da, wo die Ärmsten der Armen unmittelbar durch Krankheiten, Kriege, Hunger und andere Katastrophen vom Tod bedroht sind, gehen wir hin und retten Leben – das ist eine unglaublich erfüllende Aufgabe“, sagt der Manager.

Beidseitige Unterstützung

Um seine Herzensangelegenheit realisieren zu können, hatte ihn Deloitte zehn Monate lang freigestellt und dafür gesorgt, dass er nach seiner Auszeit wieder geregelt bei Financial Service Solutions einsteigen kann. „Ein Arbeitgeber, der ein solches Vorhaben unterstützt und seine Mitarbeiter aktiv beim Wiedereinstieg begleitet, ist keine Selbstverständlichkeit. Dafür bin ich Deloitte sehr dankbar“, sagt Igor.

Bei den Kollegen in Deutschland hat sein gemeinnütziges Engagement weit mehr als Anerkennung ausgelöst: „Viele haben den konkreten Wunsch geäußert, sich selbst für eine NGO einsetzen zu wollen und haben sich bei mir informiert. Mit meinen Erfahrungen versuche ich, sie auf ihrem eigenen Weg so gut wie möglich zu unterstützen“, erzählt Igor.

                                                                             

Impact Award 2017 - Kategorie Society
Ein Gewinn für die Gesellschaft

„Making an Impact that matters“ – im zweiten Teil der Serie zum Impact Award hat sich die dialog-Redaktion mit den Preisträgern aus der Kategorie „Society“ unterhalten. Ob bei „Ärzte ohne Grenzen“ in Afrika oder durch Spendensammeln mittels Blockchain-Technologie – soziales Engagement wird bei den Gewinnern großgeschrieben.

Wenn Igor Ullrich heute im Stau steht, dann ärgert ihn das nicht. Nicht mehr. Denn der Manager aus dem Bereich Financial Service Solutions hat während seiner ehrenamtlichen Tätigkeit im Südsudan und Kenia insbesondere eines gelernt: Gelassenheit. Zehn Monate lang war er für „Ärzte ohne Grenzen“ als Finanz- und HR-Koordinator in einem Umfeld tätig, in dem Korruption, Misstrauen und Überfälle an der Tagesordnung sind.

​„Mein Team und ich mussten täglich große Mengen an Bargeld bewegen, denn elektronische Zahlungsmittel existieren in diesen verarmten Gebieten schlichtweg nicht. Noch dazu werden Preise so gut wie gar nicht ausgewiesen“, erinnert sich Igor. „Unter diesen Gegebenheiten dafür zu sorgen, dass jeder Euro an Spendengeld sinnvoll ausgegeben wird, war eine große Herausforderung. Nach so einer Erfahrung relativieren sich viele Dinge – und so ist das Warten im Straßenverkehr keine Aufregung mehr wert.“

Geteiltes Glück

Sein Engagement blieb nicht unbemerkt – seit dem 18. August darf sich Igor Impact-Award-Einzelgewinner in der Kategorie „Society“ nennen. Den Deloitte-Purpose „Making an Impact that matters“ in die Welt hinauszutragen, war ihm schon längere Zeit ein Anliegen. „Während meiner Karriere als Berater sind mir zwei Dinge klargeworden: Erstens: wie viel Glück ich hatte, in einem Land wie Deutschland geboren worden zu sein. Und zweitens: Wie nah wir eigentlich dem Hunger und dem Elend sind“, sagt Igor.

„Da habe ich mir die Frage gestellt: „Will ich einmal auf mein Leben zurückschauen und feststellen, dass ich mein Glück in vollen Zügen für mich selbst ausgekostet habe? Oder will ich sagen können, ich habe einen signifikanten Teil meiner Zeit dafür aufgewendet, um mein Glück mit jenen zu teilen, die nicht so viel davon abbekommen haben?“

Igor hat sich für Letzteres entschieden und ist dem Ruf von Ärzte ohne Grenzen in den Südsudan und nach Kenia gefolgt. Insbesondere der medizinische Impact der NGO hat ihn begeistert: „Da, wo die Ärmsten der Armen unmittelbar durch Krankheiten, Kriege, Hunger und andere Katastrophen vom Tod bedroht sind, gehen wir hin und retten Leben – das ist eine unglaublich erfüllende Aufgabe“, sagt der Manager.

Beidseitige Unterstützung

Um seine Herzensangelegenheit realisieren zu können, hatte ihn Deloitte zehn Monate lang freigestellt und dafür gesorgt, dass er nach seiner Auszeit wieder geregelt bei Financial Service Solutions einsteigen kann. „Ein Arbeitgeber, der ein solches Vorhaben unterstützt und seine Mitarbeiter aktiv beim Wiedereinstieg begleitet, ist keine Selbstverständlichkeit. Dafür bin ich Deloitte sehr dankbar“, sagt Igor.

Bei den Kollegen in Deutschland hat sein gemeinnütziges Engagement weit mehr als Anerkennung ausgelöst: „Viele haben den konkreten Wunsch geäußert, sich selbst für eine NGO einsetzen zu wollen und haben sich bei mir informiert. Mit meinen Erfahrungen versuche ich, sie auf ihrem eigenen Weg so gut wie möglich zu unterstützen“, erzählt Igor.

                                                                             

Impact Award 2017 - Kategorie Society
Ein Gewinn für die Gesellschaft

„Making an Impact that matters“ – im zweiten Teil der Serie zum Impact Award hat sich die dialog-Redaktion mit den Preisträgern aus der Kategorie „Society“ unterhalten. Ob bei „Ärzte ohne Grenzen“ in Afrika oder durch Spendensammeln mittels Blockchain-Technologie – soziales Engagement wird bei den Gewinnern großgeschrieben.

Wenn Igor Ullrich heute im Stau steht, dann ärgert ihn das nicht. Nicht mehr. Denn der Manager aus dem Bereich Financial Service Solutions hat während seiner ehrenamtlichen Tätigkeit im Südsudan und Kenia insbesondere eines gelernt: Gelassenheit. Zehn Monate lang war er für „Ärzte ohne Grenzen“ als Finanz- und HR-Koordinator in einem Umfeld tätig, in dem Korruption, Misstrauen und Überfälle an der Tagesordnung sind.

​„Mein Team und ich mussten täglich große Mengen an Bargeld bewegen, denn elektronische Zahlungsmittel existieren in diesen verarmten Gebieten schlichtweg nicht. Noch dazu werden Preise so gut wie gar nicht ausgewiesen“, erinnert sich Igor. „Unter diesen Gegebenheiten dafür zu sorgen, dass jeder Euro an Spendengeld sinnvoll ausgegeben wird, war eine große Herausforderung. Nach so einer Erfahrung relativieren sich viele Dinge – und so ist das Warten im Straßenverkehr keine Aufregung mehr wert.“

Geteiltes Glück

Sein Engagement blieb nicht unbemerkt – seit dem 18. August darf sich Igor Impact-Award-Einzelgewinner in der Kategorie „Society“ nennen. Den Deloitte-Purpose „Making an Impact that matters“ in die Welt hinauszutragen, war ihm schon längere Zeit ein Anliegen. „Während meiner Karriere als Berater sind mir zwei Dinge klargeworden: Erstens: wie viel Glück ich hatte, in einem Land wie Deutschland geboren worden zu sein. Und zweitens: Wie nah wir eigentlich dem Hunger und dem Elend sind“, sagt Igor.

„Da habe ich mir die Frage gestellt: „Will ich einmal auf mein Leben zurückschauen und feststellen, dass ich mein Glück in vollen Zügen für mich selbst ausgekostet habe? Oder will ich sagen können, ich habe einen signifikanten Teil meiner Zeit dafür aufgewendet, um mein Glück mit jenen zu teilen, die nicht so viel davon abbekommen haben?“

Igor hat sich für Letzteres entschieden und ist dem Ruf von Ärzte ohne Grenzen in den Südsudan und nach Kenia gefolgt. Insbesondere der medizinische Impact der NGO hat ihn begeistert: „Da, wo die Ärmsten der Armen unmittelbar durch Krankheiten, Kriege, Hunger und andere Katastrophen vom Tod bedroht sind, gehen wir hin und retten Leben – das ist eine unglaublich erfüllende Aufgabe“, sagt der Manager.

Beidseitige Unterstützung

Um seine Herzensangelegenheit realisieren zu können, hatte ihn Deloitte zehn Monate lang freigestellt und dafür gesorgt, dass er nach seiner Auszeit wieder geregelt bei Financial Service Solutions einsteigen kann. „Ein Arbeitgeber, der ein solches Vorhaben unterstützt und seine Mitarbeiter aktiv beim Wiedereinstieg begleitet, ist keine Selbstverständlichkeit. Dafür bin ich Deloitte sehr dankbar“, sagt Igor.

Bei den Kollegen in Deutschland hat sein gemeinnütziges Engagement weit mehr als Anerkennung ausgelöst: „Viele haben den konkreten Wunsch geäußert, sich selbst für eine NGO einsetzen zu wollen und haben sich bei mir informiert. Mit meinen Erfahrungen versuche ich, sie auf ihrem eigenen Weg so gut wie möglich zu unterstützen“, erzählt Igor.

                                                                             

Impact Award 2017 - Kategorie Society
Ein Gewinn für die Gesellschaft

„Making an Impact that matters“ – im zweiten Teil der Serie zum Impact Award hat sich die dialog-Redaktion mit den Preisträgern aus der Kategorie „Society“ unterhalten. Ob bei „Ärzte ohne Grenzen“ in Afrika oder durch Spendensammeln mittels Blockchain-Technologie – soziales Engagement wird bei den Gewinnern großgeschrieben.

Wenn Igor Ullrich heute im Stau steht, dann ärgert ihn das nicht. Nicht mehr. Denn der Manager aus dem Bereich Financial Service Solutions hat während seiner ehrenamtlichen Tätigkeit im Südsudan und Kenia insbesondere eines gelernt: Gelassenheit. Zehn Monate lang war er für „Ärzte ohne Grenzen“ als Finanz- und HR-Koordinator in einem Umfeld tätig, in dem Korruption, Misstrauen und Überfälle an der Tagesordnung sind.

​„Mein Team und ich mussten täglich große Mengen an Bargeld bewegen, denn elektronische Zahlungsmittel existieren in diesen verarmten Gebieten schlichtweg nicht. Noch dazu werden Preise so gut wie gar nicht ausgewiesen“, erinnert sich Igor. „Unter diesen Gegebenheiten dafür zu sorgen, dass jeder Euro an Spendengeld sinnvoll ausgegeben wird, war eine große Herausforderung. Nach so einer Erfahrung relativieren sich viele Dinge – und so ist das Warten im Straßenverkehr keine Aufregung mehr wert.“

Geteiltes Glück

Sein Engagement blieb nicht unbemerkt – seit dem 18. August darf sich Igor Impact-Award-Einzelgewinner in der Kategorie „Society“ nennen. Den Deloitte-Purpose „Making an Impact that matters“ in die Welt hinauszutragen, war ihm schon längere Zeit ein Anliegen. „Während meiner Karriere als Berater sind mir zwei Dinge klargeworden: Erstens: wie viel Glück ich hatte, in einem Land wie Deutschland geboren worden zu sein. Und zweitens: Wie nah wir eigentlich dem Hunger und dem Elend sind“, sagt Igor.

„Da habe ich mir die Frage gestellt: „Will ich einmal auf mein Leben zurückschauen und feststellen, dass ich mein Glück in vollen Zügen für mich selbst ausgekostet habe? Oder will ich sagen können, ich habe einen signifikanten Teil meiner Zeit dafür aufgewendet, um mein Glück mit jenen zu teilen, die nicht so viel davon abbekommen haben?“

Igor hat sich für Letzteres entschieden und ist dem Ruf von Ärzte ohne Grenzen in den Südsudan und nach Kenia gefolgt. Insbesondere der medizinische Impact der NGO hat ihn begeistert: „Da, wo die Ärmsten der Armen unmittelbar durch Krankheiten, Kriege, Hunger und andere Katastrophen vom Tod bedroht sind, gehen wir hin und retten Leben – das ist eine unglaublich erfüllende Aufgabe“, sagt der Manager.

Beidseitige Unterstützung

Um seine Herzensangelegenheit realisieren zu können, hatte ihn Deloitte zehn Monate lang freigestellt und dafür gesorgt, dass er nach seiner Auszeit wieder geregelt bei Financial Service Solutions einsteigen kann. „Ein Arbeitgeber, der ein solches Vorhaben unterstützt und seine Mitarbeiter aktiv beim Wiedereinstieg begleitet, ist keine Selbstverständlichkeit. Dafür bin ich Deloitte sehr dankbar“, sagt Igor.

Bei den Kollegen in Deutschland hat sein gemeinnütziges Engagement weit mehr als Anerkennung ausgelöst: „Viele haben den konkreten Wunsch geäußert, sich selbst für eine NGO einsetzen zu wollen und haben sich bei mir informiert. Mit meinen Erfahrungen versuche ich, sie auf ihrem eigenen Weg so gut wie möglich zu unterstützen“, erzählt Igor.

                               
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