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Forensic 

Erfahrungsberichte

Wirtschaftskriminelles Handeln kann zu erheblichen Vermögens- und Reputationsrisiken für die betroffenen Unternehmen führen. Aufgrunddessen kommt es darauf an, Risiken bereits im Vorfeld zu erkennen und Verdachtsfälle nachhaltig aufzuklären.

Erfahrungsberichte

Vaidehi ist Senior Consultant im Business Financial Advisory in der Service Line Forensic.

Ihr persönliches Motto:

“Business is people, your fundamental business is people. It’s human wellbeing which is the basis of all the businesses in the world. If that is forgotten, then that business is of no relevance to human beings.” —Sadhguru. Ich gebe jeden Tag das Beste, um Lösungen für die Probleme auf der Welt zu finden.

Was beinhaltet Ihre Tätigkeit?

Meine Aufgabe besteht darin, mithilfe von maschinellen Lernverfahren und Data Mining Techniken nationale und internationale Wirtschaftskriminalität zu analysieren. Wir sichten große Datenmengen unserer Mandanten, die wir nach Beweisen für kriminelle Handlungen überprüfen. Diese Daten können strukturiert oder unstrukturiert sein. Dementsprechend werden unterschiedliche maschinelle Lernverfahren sowie Data Mining Techniken angewandt, um betrügerische Muster aufzudecken. Kurz gesagt: Anhand von Data Analytics entwickle ich Techniken zur Betrugserkennung und –prävention.

Können Sie uns einen typischen Arbeitsalltag skizzieren?

In meinem Job gibt es keinen typischen Arbeitsalltag, denn jeden Tag erwarten mich neue anspruchsvolle Aufgaben, welche meine Kreativität immer wieder aufs Neue herausfordern. Einige Tage können sehr lang sein, insbesondere wenn ein Mandant kurzfristig Ergebnisse benötigt. Andere Tage sind wiederum sehr entspannt und ich habe geregelte Arbeitszeiten. Aber egal wie lang oder kurz der Tag auch sein mag - ich freue mich jeden Tag gleichermaßen auf meine Arbeit.

Unser Team beschäftigt sich mit zahlreichen Projekten aus verschiedenen Branchen. Das bringt sehr viel Spaß und ich mag es in einer abwechslungsreichen Umgebung zu arbeiten. Darüber hinaus sind wir ein sehr internationales Team, sodass ich jeden Tag auf Menschen mit einem anderen kulturellen Hintergrund treffe. Außerdem arbeiten wir auch mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen Bereichen von Deloitte zusammen. Das alles führt zu einem spannenden, lehrreichen und stets wachsenden Arbeitsumfeld.

Was ist für Sie das Besondere an Deloitte? Warum arbeiten Sie gerne bei Deloitte?

Auch wenn Deloitte eine der führenden Prüfungs- und Beratungsfirmen ist, ist es sehr schön zu sehen, dass die Menschen hier nicht auf dem Status Quo bestehen. Neue Ideen werden vom Team immer begrüßt (ganz im Sinne unserer „open door policy“) und jeden Tag erwartet uns etwas Neues. Hinzu kommt, dass unser Team aus sympathischen Kolleginnen und Kollegen besteht, die aus verschiedenen Teilen der Welt kommen. Dies ermöglicht es mir die unterschiedlichen Arbeitsethiken zu verstehen, was für eine erfolgreiche Zusammenarbeit unerlässlich ist. In meinem Job kann ich mich nicht nur fachlich, sondern auch persönlich dank verschiedener Weiterbildungsmaßnahmen stets weiterentwickeln. Vom Welcome Day bis heute konnte ich mein Fachwissen jeden Tag stetig erweitern. Auch deswegen bin ich sehr froh ein Teil dieses tollen Teams zu sein.

Ihr spannendstes Projekt bei Deloitte und warum?

Das spannendste an unserem aktuellen Projekt ist, dass wir uns auf einem herausfordernden, unbekannten, jedoch sehr aufregendem Terrain bewegen. Genauer gesagt: Das spannende an dem Projekt ist, dass es keine bestehende Aufdeckungs-Technik und keinen Algorithmus gibt, die wir zur Lösung unserer aktuellen Problemstellungen verwenden können. Das Team sieht sich mit diversen Betrugsszenarien konfrontiert und entwickelt verschiedene Algorithmen für die Aufdeckung und Prävention dieser Verbrechen. Während des Projekts habe ich viel über GPU (Graphics Processing Units) Programmierung, maschinelle Lernverfahren und parallele Programmierung gelernt – in jedem Fall also aufregende Zeiten. Das Potenzial der beruflichen Weitereinwicklung ist quasi grenzenlos.

Welchen Beitrag leistet ihr für eure Mandanten, eure Kollegen und vielleicht sogar für die Gesellschaft? Was ist dein persönlicher Beitrag dazu?

Wie Albert Einstein einst sagte: „Die Welt ist ein gefährlicher Ort zu leben; nicht wegen der Menschen, die böse sind, sondern wegen der Menschen, die nichts dagegen tun“. Unser Team tut das, was am meisten zählt – es bekämpft Verbrechen in einzigartiger Weise. Wir arbeiten daran, unseren Mandanten Sicherheit zu verschaffen. Mein persönlicher Beitrag dazu ist, dass ich mein Bestes gebe, unser Team dabei zu unterstützen neue Methoden zu entwickeln, um Wirtschaftskriminalität zu bekämpfen. Ich muss zugeben, dass Teamwork in diesem Zusammenhang ungemein wichtig ist, da wir mit komplexen Projekten und Aufgabenstellungen konfrontiert sind. Ich bin sehr stolz darauf, Teil unseres Teams zu sein – nicht nur weil wir unsere Arbeit lieben, sondern auch weil wir daran glauben, dass wir an etwas großem und wichtigen arbeiten, indem wir für Sicherheit in der heutigen Wirtschaft sorgen.  

Thomas ist Senior Consultant im Business Financial Advisory in der Service Line Forensic.

Sein persönliches Motto:

“Give me six hours to chop down a tree and I will spend the first four sharpening the axe.” nach dem US-Präsidenten Abraham Lincoln. Soll heißen: Vorbereitung ist alles. Überstürzt und unüberlegt an computerforensische Aufgabenstellungen heranzugehen führt unweigerlich zu anschließenden Kopfschmerzen.

Was beinhaltet Ihre Tätigkeit?

Kurz zusammengefasst umfasst mein Aufgabengebiet die gerichtsverwertbare Sicherstellung von digitalem Beweismaterial sowie die anschließende Auswertung und Analyse, um Sachverhalte nachzuvollziehen und mit Beweisen zu unterlegen – wenn diese denn vorhanden sind, wenn beispielsweise ein Unternehmen begründeten Verdacht hegt, ein Mitarbeiter hätte kurz vor seiner Kündigung geistiges Eigentum des Unternehmens aus der Unternehmensinfrastruktur entnommen. Dazu können unterschiedliche Datenquellen herangezogen werden, von mobilen Endgeräten und Computern bis zu Protokollinformationen von Firewalls die Rückschlüsse auf das Online-Verhalten erlauben.

Können Sie uns einen typischen Arbeitsalltag skizzieren?

Einen typischen Arbeitsalltag in dem Sinne gibt es nicht, das ist stark projektabhängig. Bei Großprojekten kann es vorkommen, dass der Arbeitstag eine sehr strukturierte Form annimmt, d.h. jeder Tag im Büro damit verbracht wird, Beweismaterial (sogenannte forensische Artefakte) zu sichten und die daraus gewonnen Erkenntnisse in Berichtsform zu gießen. Bei kleineren, kurzfristigeren Projekten kann es vor kommen, dass sehr kurzfristig zur Beweissicherung aufgebrochen werden muss, und anschließend in intensiver Arbeit ausgewertet wird, um Mandanten schnellstmöglich belastbare Aussagen zu einem Sachverhalt liefern zu können.

Welchen Aspekt Ihres Jobs finden Sie am spannendsten?

Einerseits der Umstand, dass jedes Projekt, jeder Mandant, jeder Sachverhalt neu ist. Andererseits die Spannung, sehr genau nachvollziehen und belegen zu können, wie ein Benutzer mit seinen Geräten interagiert hat und wie er möglicherweise einen Tatbestand erfüllt – oder eben nicht. Dadurch erhält die Arbeit einen sehr starken Realitätsbezug. In früheren Jobs die sich mit Informationssicherheit befasst haben, fehlte mir diese Unmittelbarkeit.

Was ist für Sie das Besondere an Deloitte? Warum arbeiten Sie gerne bei Deloitte?

Neben Deloitte habe ich bereits für zwei weitere Beratungsunternehmen gearbeitet, und während diese Unternehmen ebenso gut darin waren, was sie tun, erscheint mir, dass Deloitte sich durch ein wenig mehr Agilität und Dynamik auszeichnet. Ich habe als Mitarbeiter das Gefühl die Möglichkeit zu haben, unsere Dienstleistungen aktiv mitgestalten und weiterentwickeln zu können. Gerade im Bereich Computerforensik gibt es eine derartige Fülle von Tools, die es ermöglicht immer wieder neue Dinge auszuprobieren.

Was muss man aus Ihrer Sicht mitbringen, um zu Ihrem Team zu passen?

Wie ich schon mit meinem Motto andeute, sind eine gewisse Ruhe und Überlegtheit von Vorteil. Gleichzeitig erfordert der Job aber auch die Flexibilität, sich schnell auf neue Umstände und Entwicklungen einzustellen, und gelegentlich auch die Zähne zusammenzubeißen und eine Nachtschicht einzulegen. Und, naturgemäß, erfordert Computerforensik ein hohes Maß an Genauigkeit in der Arbeit und sprachlicher Präzision in der Berichterstellung, wodurch eine gewisse Liebe zum Detail unerlässlich ist.

Welchen Beitrag leisten Sie mit Ihrer Arbeit für die Kunden, Ihre Kollegen oder sogar für die Gesellschaft, kurz gesagt: Was ist Ihr persönlicher Impact?

Ich denke das liegt in diesem Bereich auf der Hand: wir unterstützen Unternehmen dabei, doloses Handeln aufzuklären und ermöglichen ihnen so, gegebenenfalls sogar strafrechtliche Schritte einzuleiten. Damit erfüllen wir aus meiner Sicht eine Rolle, die klar zur Steigerung der Rechtssicherheit in der Wirtschaft beiträgt. Je kompetenter wir agieren, desto schwerer machen wir es den „Bösen“.

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