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Restructuring Services Career

Erfahrungsberichte

Restructuring Services erbringt Dienstleistungen im Umfeld von konzeptionellen, operativen und finanziellen Reorganisations- und Sanierungsprojekten.

Erfahrungsberichte

Dr. Sascha Haggenmüller ist Senior Manager und seit Juli 2016 bei Deloitte im Bereich Restructuring Services tätig. 

Sascha, stell dich doch einmal kurz vor. Wer bist du und was machst du bei Deloitte?

Mein Name ist Sascha Haggenmüller und ich bin Senior Manager im Bereich Restructuring Services bei Deloitte. Nachdem ich zwischen 2012 und 2016 bei einer anderen Big 4-Gesellschaft in der Wirtschaftsprüfung und IFRS-Beratung tätig war, bin ich im Juli 2016 bei Deloitte eingestiegen. Im Rahmen meiner Tätigkeit fokussiere ich mich auf die Erstellung von Restrukturierungskonzepten und –gutachten, operative Restrukturierungsprojekte sowie auf die Begleitung von M&A-Transaktionen. Branchenseitig bin ich hierbei insbesondere in den Bereichen Automotive und Handel tätig. Weiterhin bin ich deutschlandweit mitverantwortlich für die Themen Hochschulmarketing sowie Recruiting und begleite interne Projekte im Bereich Digitalisierung.

Nach Abschluss meines BWL-Bachelors im Juli 2012 habe ich zwischen 2012 und 2014 berufsbegleitend meinen Master mit dem Schwerpunkt „Accounting & Taxation“ absolviert. Im Jahr 2015 habe ich nebenberuflich eine Promotion im Hinblick auf die qualitative Analyse von Projektmanagementprozessen, der Nutzung von Interpretationsspielräumen sowie der Praktikabilität der ab 1. Januar 2018 gültigen Vorschriften zur Umsatzrealisierung nach internationalen Rechnungslegungsstandards begonnen und konnte diese 2019 abschließen.

Wenn du nochmal studieren könntest, welchen anderen Studiengang würdest du wählen?

Ganz klar Ingenieurwesen mit Schwerpunkt Fahrzeugtechnik!

Welcher war der spanneste Ort, auf dem du je auf einem Projekt warst?

Neben Aufenthalten in Brasov/Rumänien, Stockholm/Schweden, London/Großbritannien und Brüssel/Belgien vielleicht nicht unbedingt der spannendste Ort, aber einer an den ich wohl sonst nie gekommen wäre: Hopkinsville in Kentucky (USA) mit irren Temperaturschwankungen.

Bitte erkläre uns in ca. drei Sätzen um was es bei Restructuring Services geht:

Restructuring Services ist quasi eine schnelle Eingreiftruppe und fokussiert sich auf Dienstleistungen im Bereich konzeptioneller, operativer und finanzieller Reorganisations- und Sanierungsprojekte. Durch unser interdisziplinäres Team sind wir in der Lage, für Kunden schnell Potenziale über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg zu identifizieren, zu quantifizieren und im Rahmen der operativen Umsetzung zu implementieren. Unser Motto lautet „So agil wie eine Boutique, so kraftvoll wie eine Big 4“ – entsprechend kombinieren wir Schnelligkeit und ein riesiges globales Netzwerk an Experten, um unseren Kunden maßgeschneiderte Lösungen mit hoher Effizienz anbieten zu können.

Wie wird sich der Bereich Restructuring Services in den kommenden Jahren entwickeln? 

Insbesondere im derzeit noch vorherrschenden Marktumfeld ist die Restrukturierung ein herausfordernder Bereich, da sich Arbeitslosigkeit und Zinsen nach wie vor auf einem sehr niedrigen Niveau befinden. Dennoch zeichnen sich zunehmend angespannte Tendenzen im Hinblick auf die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ab. Da wir diese Herausforderungen am Schopfe packen und uns selbst kontinuierlich kritisch spiegeln, unterliegt unsere Service Line einem stetigen und schnelllebigen Wandel. Für die kommenden Jahre verfolgen wir einen sehr ambitionierten Wachstumsplan. Hierbei werden nicht nur eine größere Anzahl an Sanierungs- und Restrukturierungskonzepten und deren operative Umsetzung eine Rolle spielen, sondern auch die Themen Big Data und Process Mining vermehrt fester Bestandteil unserer innovativen Services werden. Weitere neuartige Tools und Artificial Intelligence werden den Bereich in den kommenden Jahren prägen.

Wie überzeugt man am besten als Bewerber?

Bewerber überzeugen zunächst auf einer persönlichen Ebene, gerne mit Ecken und Kanten. Wenn die Persönlichkeit des Bewerbers zu der unseres jungen und dynamischen Teams passt und die Chemie stimmt, ist schon einmal ein wichtiger Schritt getan. Wichtig ist uns natürlich auch ein ausgeprägtes Interesse für die Bereiche Finanzen, operative Unternehmensprozesse sowie unsere Produkte. Ein gewisses Maß an Kreativität, der Blick über den Tellerrand hinaus und die Motivation, Herausforderungen proaktiv anzugehen, runden das Profil ab.

Jonas Goltz ist Senior Consultant und seit 2014 bei Deloitte im Bereich Restructuring tätig.

Jonas, stell dich doch einmal kurz vor. Wer bist du und was machst du bei Deloitte?

Ich bin während meines Master-Studiums 2014 als Praktikant bei Deloitte im Bereich Restructuring Services eingestiegen. 2015 habe ich dann meine Master-Thesis im Rahmen einer Werkstudententätigkeit in der gleichen Abteilung geschrieben, um dann genau einen Tag nach Abgabe der Arbeit als Festangestellter einzusteigen.

Ich befasse mich hauptsächlich mit dem Bereich finanzwirtschaftliche Restrukturierung und Performance Improvement. Dazu gehören neben der Erstellung und Validierung von Business Planungen und Restrukturierungskonzepten auch deren operative Umsetzung. Zudem habe ich noch einige interne Rollen und Projekte wie beispielsweise die Mitarbeit an Markstudien oder das Recruiting von Praktikanten am Standort Frankfurt. 

Welcher war der spannendste Ort, auf dem Du je auf einem Projekt warst?

Neben Projekten und Meetings an verschiedenen Orten in Deutschland, Europa und New York finde ich es immer spannend die Standorte unserer Kunden zu besuchen und dort Einblicke zu erhalten, welche man als Außenstehender sonst nicht bekommen würde. 

Was muss man aus Deiner Sicht mitbringen, um zu Eurem Team zu passen? 

Man sollte flexibel sein, gerne reisen und etwas Humor schadet nie.

Was ist das Reizvolle an einem Einstieg im Bereich Restructuring Services?

Das interessante an unserer Service Line, was mich nach dem Studium auch mit zum Einstieg bewegt hat, ist die Abwechslung in der Art der Projekte und die dadurch nie abfallende Lernkurve. Von Konzepterstellung, über operative Umsetzung von Restrukturierungs- und Performance Improvement-Maßnahmen bis zur Begleitung von Unternehmenstransaktionen ist bei uns alles dabei. Außerdem ist es sehr spannend, dass man zahlreiche verschiedene Branchen und Unternehmensfunktionen kennen lernen kann.

Seit 2014 merke ich als Mitarbeiter, dass sich innerhalb von Deloitte immer etwas tut und vieles weiter verbessert wird. Seitdem ich an Board gekommen bin gab es zahlreiche neue Dinge die den Arbeitsalltag noch angenehmer werden lassen, wie bspw. das Mitarbeiter Firmenwagen Leasing Programm „MyCar“. 

Was wäre eine alternative Karriere gewesen?

Pilot oder Arzt.

Fabian Paß ist Manager im Bereich Restructuring Services und seit 2014 bei Deloitte.

Wie bist du zu Deloitte gekommen und was beinhaltet deine Tätigkeit?

Die anspruchsvollen Aufgabenstellungen in der Unternehmensrestrukturierung sowie die vielfältigen Tätigkeiten in einem der weltweit führenden Prüfungs- und Beratungsunternehmen haben mich bereits während meines Studiums sehr interessiert. Nach verschiedenen Praktika in der Jahresabschlussprüfung sowie der Transaktionsberatung habe ich mich schließlich sehr darüber gefreut, ein Teil der Service Line Restructuring Services von Deloitte in Düsseldorf zu werden.

Bei Restructuring Services bieten wir unseren Mandanten eine Vielzahl unterschiedlicher Beratungsleistungen bzw. -produkte. Diese umfassen neben der Erstellung, Begutachtung sowie dem Verkauf von Unternehmen in schwierigen Situationen auch die Begleitung und operative Umsetzung von Sanierungskonzepten, um die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu verbessern.

Kannst du uns einen typischen Arbeitsalltag skizzieren?

Einen “typischen” Arbeitsalltag gibt es bei uns eigentlich nicht. Wir arbeiten projektbezogen, wodurch sowohl unsere Tätigkeiten, als auch der Einsatzort von den individuellen Projektgegebenheiten und -erfordernissen abhängen. In der Regel arbeiten wir vor Ort beim Mandanten, um die notwendigen Daten aufzuarbeiten und zu analysieren. Des Weiteren werden zahlreiche Gespräche mit den Bereichsleitern bzw. der Geschäftsführung geführt, um das Unternehmen und die Ursachen der vorhandenen Probleme besser verstehen sowie evaluieren zu können. Auf Basis der Ergebnisse dieser Voranalysen werden Maßnahmen für die Sanierung des Unternehmens abgeleitet, die - natürlich immer in enger Abstimmung mit dem Mandanten - anschließend umgesetzt werden sollen. Innerhalb eines Projektes tragen alle - auch die junioren - Teammitglieder die Verantwortung für ihre Teile des Projektes. Frei nach dem Motto „Wer kann, der darf“ und entsprechend den individuellen Wünschen sowie Fähigkeiten des Einzelnen, wird die fachliche Kompetenz kontinuierlich weiter geschärft und die Verantwortung im Projekt sukzessive erweitert.

Welchen Aspekt deines Jobs findest du am spannendsten?

Das Spannendste an meinem Job ist die Vielseitigkeit, die die Projekte mit sich bringen und die Möglichkeit, Projekte im Team aktiv mitzugestalten. Ich lerne dabei viele unterschiedliche Unternehmen aus verschiedenen Branchen kennen. Denn um in der Restrukturierung zielgerichtete sowie schnell wirksame Maßnahmen entwickeln und umsetzen zu können, muss unser Team das Unternehmen aus verschiedenen Perspektiven durchleuchten. Dabei wird mir auch bewusst, dass hinter jedem Unternehmen sehr unterschiedliche Menschen stehen, mit denen ich projektbezogen auch in Kontakt komme. Dadurch entwickle ich mich nicht nur auf der fachlichen, sondern auch auf der persönlichen Ebene weiter.

Was ist für dich das Besondere an Deloitte? Warum arbeitest du gerne bei Deloitte?

Deloitte bzw. der Bereich Restructuring Services zeichnet sich besonders durch Kollegialität und ein ausgeprägtes Teamdenken aus: Gegenseitige Unterstützung ist eine Selbstverständlichkeit. Darüber hinaus weiß ich auch die Offenheit und Ehrlichkeit in den Diskussionen mit den Kollegen sehr zu schätzen - hierbei spielt die Hierarchieebene keine Rolle. In unserem Beruf ist es sehr wichtig, dass sich das Team gut versteht und aufeinander verlassen kann, um auch in zeitkritischen Phasen eines Projektes das bestmögliche Ergebnis für den Kunden erzielen zu können. Denn genau in diesen Phasen zeigt sich die Stärke eines Teams. 

Welchen Beitrag leistest du mit deiner Arbeit für die Kunden, deine Kollegen oder sogar für die Gesellschaft, kurz gesagt: Was ist dein persönlicher Impact?

Aus meiner Sicht ist ein wesentlicher Beitrag unserer Arbeit, dass wir unseren Mandanten - sowohl auf der Führungsebene, als auch auf Ebene der einzelnen Mitarbeiter - Perspektiven aufzeigen, ihnen die richtigen Werkzeuge an die Hand geben und die Motivation dafür stärken, sowohl die Zukunft ihres Unternehmens aktiv mitgestalten zu wollen, als auch dafür, sich an der Umsetzung des Turnarounds zu beteiligen. Insbesondere in unserem Bereich ist es wichtig, schnell die richtigen Stellschrauben zu drehen und diese auch nachhaltig sowohl in den Köpfen als auch den operativen Prozessen zu verankern. Diese Aufgabe fordert von jedem Projektmitarbeiter, immer wieder die Motivation, Neugierde und den Mut aufzubringen, innovative und kundenindividuelle Lösungsansätze im Team zu entwickeln und durch eine professionelle Arbeitshaltung eine verlässliche Stütze innerhalb des Projekts zu bilden - sowohl für den Mandanten, als auch für das eigene Team. Mein Beitrag sowohl für meine Kollegen als auch für die Gesellschaft besteht folglich darin, jeden Tag genau diese Einstellung mitzubringen und die kundenseitigen Herausforderungen umzusetzen, um das bestmögliche Ziel zu erreichen.

Julia Schindler ist Consultant und seit April 2018 bei Deloitte im Bereich Restructuring Services tätig.

Wie bist du zu Deloitte gekommen und was beinhaltet deine Tätigkeit? 

Ich bin direkt nach Abschluss meines Masterstudiums bei Deloitte im Bereich Restructuring Services eingestiegen. Hier arbeite ich insbesondere an Projekten im Distressed M&A, einem Service innerhalb Restructuring Services, im Rahmen dessen wir Mandanten beim Erwerb und der Veräußerung von Unternehmen oder Unternehmensteilen in Krisen- und Insolvenzsituationen beraten.

Zu meinen Hauptaufgaben gehören die Erstellung von Pitches und Präsentationen, die Durchführung von Unternehmensbewertungen und Branchen-, Wettbewerbs- und Geschäftsmodellanalysen sowie die Identifikation und Kommunikation mit potentiellen Investoren. Darüber hinaus koordinieren wir den Due Diligence-Prozess und unterstützen bei Management-Präsentationen sowie Site Visits.

Was begeistert dich an deinem Job?

Wir arbeiten aufgrund der Größe unserer Mandate und der unterschiedlichen Branchen, in denen die Unternehmen tätig sind, immer zusammen im Team, mitunter auch mit Kollegen aus dem globalen Deloitte-Netzwerk. Das Arbeitsklima ist konstruktiv und alle Beteiligten sind sehr motiviert. Aktiv daran beteiligt gewesen zu sein, ein Unternehmen aus der Krise, in Verbindung mit dem Erhalt von Mitarbeitern mit Zukunftsperspektive und einer höchstmöglichen Befriedigung der Gläubiger, geführt zu haben, ist eine spannende und tolle Aufgabe.

Kurzgefasst: Mein Job bei Deloitte ist vielfältig, spannend und die Lernkurve ist steil.

Wie sieht dein typischer Arbeitsalltag aus?

Mein Berufsalltag besteht grundsätzlich aus Projektarbeit. Es gibt allerdings keinen typischen Tagesablauf – die täglichen Aufgaben ergeben sich aus den verschiedenen Projekten und unterscheiden sich je nach Prozessphase. Der Distressed M&A-Prozess ist oftmals kurz, da sowohl die Liquiditätslage als auch das Kundenverhalten limitierend wirken können.

Neben dem täglichen Projektgeschäft, welches im Office oder beim Mandanten stattfinden kann, erstellen wir Pitches, befinden uns in Meetings oder Telefonkonferenzen. Während des gesamten Transaktionsprozesses sind wir im stetigen Austausch mit Vertretern des Unternehmens, Gesellschaftern, Insolvenzverwaltern, Treuhändern, Beratern und potentiellen Investoren.

Was muss man aus deiner Sicht mitbringen, um zu deinem Team zu passen?

Engagement, Flexibilität, Kommunikations- und Teamfähigkeit

Was wäre eine alternative Karriere gewesen?

Neurochirurgin

Welches war die beste Erfindung in den letzten 10 Jahren?
Meerestaubsauger

Julia Schindler
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