Women @ Deloitte Erfahrungsberichte

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Women @ Deloitte   

Personal Story Isabell Feldhoff

Isabell Feldhoff, Director im Bereich Audit & Assurance

„Mir ist das interne Netzwerk bei Deloitte sehr wichtig, besonders zum Erfahrungsaustausch mit Kollegen. Man bekommt die Möglichkeit, sich cross-funktional auszutauschen.“

In vielen Businesses ist der Männeranteil größer als 50 % - wirkt sich dies auf das tägliche Miteinander-Arbeiten für Sie aus? Umgangston, Umgangsformen, Flexibilität, Verständnis für Beruf und Familie?

Ich sehe in meinem Umfeld keinen Unterschied und bin der Auffassung, dass es keine Gendervorteile geben sollte. Meiner Meinung nach ergänzen sich Frauen und Männer sehr gut in Projektteams und beide Parteien können ihre einzigartigen Fähigkeiten einbringen. Der Umgangston sollte dabei nicht nur durch eine Partei geprägt sein.

Wie stehen Sie zur Frauenquote?

Meiner Meinung nach ist die Frauenquote in Führungspositionen nicht geringer, weil Frauen nicht befördert werden, sondern weil es durchaus eine gewisse Zeit benötigt, bis sich ähnlich viele Frauen an der Spitze etabliert haben wie aktuell Männer. Aus der Vergangenheit heraus ist der Männeranteil in Führungspositionen noch sehr hoch, sodass Frauen hier erst einmal „aufholen“ müssen.

Wie würden Sie insbesondere junge Bewerberinnen motivieren, bei uns einzusteigen?

Ich finde unser Umfeld bei Deloitte besonders geeignet, da man sehr selbstständig arbeiten kann und sehr flexibel ist. In meinem Bereich Audit erfolgt beispielsweise die Dokumentation elektronisch, was mir ermöglicht, von „überall“ zu arbeiten. Aber auch beim Mandanten können die Termine entsprechend geplant werden, sodass lange Phasen vor Ort gar nicht mehr notwendig sind. Wichtig ist, dass die Kollegen mitspielen. In meinem Team klappt das super und meine Kollegen wie auch Mandanten haben größtes Verständnis für mein Familien-Karriere-Modell.

Wie wichtig ist Flexibilität für Sie?

Flexibilität ist sehr wichtig und für mich einer der Key Points, um Familie und Karriere miteinander vereinen zu können. Es ist ein beidseitiges Gerüst, bei dem mir seitens Deloitte ein großes Vertrauen und Flexibilität entgegengebracht wird, die ich auch durch meine Leistung und meine Flexibilität zurückgeben muss. So arbeite ich manchmal beispielsweise noch ein paar Stündchen, nachdem ich mein Kind ins Bett gebracht habe und zuvor den Nachmittag frei verfügbar hatte, um mein Kind zu betreuen.

Welchen Tipp haben Sie für junge Kolleginnen und Kollegen?

Man sollte das große Ganze nicht aus den Augen verlieren – im beruflichen wie auch persönlichen Kontext. Mit der richtigen Motivation und dem richtigen Vorgesetzten klappt die Vereinbarkeit und man kann sein ganz individuelles Modell ausgestalten.

Wie wichtig ist ein gutes Netzwerk für Sie? Wie pflegen Sie dieses?

Mir ist das interne Netzwerk bei Deloitte sehr wichtig, besonders zum Erfahrungsaustausch mit Kollegen. Man bekommt die Möglichkeit, sich cross-funktional auszutauschen. Gemeinsame Lunches oder Afterwork am Abend und Sport-Aktivitäten gehören ebenfalls dazu. Auf externen Veranstaltungen sollte man sich insbesondere auch mit Anderen, Unbekannten austauschen, um neue Denkanstöße und Ideen zu bekommen.

Wie wichtig sind persönliche Unterstützer bzw. Mentoren dafür, beruflichen Erfolg zu haben?

Für mich das A und O. Ohne persönliche Mentoren ist es viel schwieriger seinen beruflichen Weg zu gehen. Ich wurde immer unterstützt und besonders mein vorgesetzter Partner hat einen großen Teil dazu beigetragen, mir mein Modell zu ermöglichen.

Gab es Momente oder Entscheidungen in Ihrer Karriere, die sich im Nachhinein als besondere Wendepunkte herausgestellt haben? Welche waren das?

Auf jeden Fall die Berufsexamen – zum Steuerberater und Wirtschaftsprüfer. Diese Lernphasen waren sehr zeitaufwendig, aber haben sich natürlich gelohnt und meine Karriere vorangetrieben. Zweitens natürlich, dass ich Mutter geworden bin. Von da an gab es ganz andere Prioritäten, die es zu organisieren gilt.

Wussten Sie schon immer, dass Sie Kinder und Karriere wollen, oder sind Sie in beides „hineingewachsen“?

Für mich war schon immer klar, dass ich eine Familie haben möchte. Wie weit man in der Karriere kommt, sieht man dann und wächst dort hinein. Durch meine Examen kam natürlich verstärkt die Karriereorientierung. Aber mir war immer klar, dass ich beides möchte und es vereinbaren muss. Erst als ich schwanger war, kam die Idee das aktuelle Modell zu leben.

Was bedeutet es für Sie, Working Mom zu sein?

Zeitmanagement und Flexibilität. Ich möchte natürlich sehr viel Zeit mit meinem Kind verbringen und das klappt, weil Deloitte so flexibel ist. Ich freue mich, dass mein Modell für alle Beteiligten gut läuft und dies ermöglicht es mir, gelassen Zeit mit meinem Kind zu verbringen.  

Welches Betreuungskonzept haben Sie für Ihr Kind?

Mein Mann arbeitet Vollzeit. In Hochphasen arbeite ich zeitweise jeden Abend und am Wochenende – das ist bei uns im Audit üblich, aber mit der Flexibilität von Deloitte auch mit Familie und Kind machbar. Ich erfreue mich wirklich einer sehr großen Akzeptanz durch die Firma, Mandanten, Kollegen und Familie.

Welche Unterstützung nehmen Sie von Deloitte bezüglich „Kind und Karriere“ wahr?

Die größte Unterstützung bietet mir mein vorgesetzter Partner, indem er mir den Freiraum bietet. Dieses und das entgegengebrachte Vertrauen musste ich mir natürlich in meiner über 10-jährigen Tätigkeit bei Deloitte erarbeiten.

 „Deloitte und Kind“, das funktioniert bei Ihnen. Welche Tipps können Sie Kolleginnen bzw. Bewerberinnen geben, wie der anspruchsvolle Job bei Deloitte mit Kind/Kindern vereinbar ist?

Das funktioniert! Ich persönlich fühle mich als Mutter sehr ernst genommen und bekomme ein tolles Vertrauen und Unterstützung entgegengebracht. Mehr als ich mir jemals erhofft hatte. Entscheidend ist, dass man sich selber überlegt, wie man sich sein Modell vorstellt. Dieses wird und kann nicht vom Arbeitgeber vorgegeben werden, da jede Familiensituation und Bedürfnisse anders sind. Es ist enorm wichtig, dass man seine Ideen einbringt, denn Deloitte kann nicht wissen, was für einen in der jeweiligen Situation am besten ist.

Isabell Feldhoff

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