Annual Review of Football Finance

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Annual Review of Football Finance

Wie konkurrenzfähig ist die deutsche Fußball-Bundesliga im internationalen Vergleich?

Auch in diesem Jahr hat sich unsere Deloitte Sport Business Group im Rahmen der 14. deutschen Ausgabe des „Deloitte Annual Review of Football Finance“ mit der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung des europäischen Fußballmarktes beschäftigt. Zusätzlich enthält die diesjährige Studie ein Sonderkapitel zum Thema „Internationalisierung“ der Fußball-Bundesliga.

Die Gesamtumsätze des europäischen Fußballmarktes (ohne Transfererlöse) stiegen auf ein neues Rekordniveau von über 22 Milliarden Euro. Dabei machten die sogenannten „Big Five“-Ligen mit einem Anteil von 54 Prozent und damit rund 12 Milliarden Euro über die Hälfte des Marktvolumens aus. Zu jenen umsatzstärksten Fußball-Ligen der Welt zählen die englische Premier League, die Fußball-Bundesliga, die spanische Primera División, die italienische Serie A und die französische Ligue 1.

Schlüsselergebnisse:

Im folgenden Abschnitt finden Sie einen Ausschnitt der Schlüsselergebnisse des Annual Review of Football Finance. Für mehr Informationen steht Ihnen die vollständige Studie nebenstehend als Download zur Verfügung.

  • Die Premiere League zieht davon: Mit einer Wertsteigerung von 70% bei den jüngst abgeschlossenen nationalen Live-TV-Verträgen ab 2016/17 wurde eine neue Basis geschaffen, um, zumindest in wirtschaftlicher Hinsicht, bis auf weiteres konkurrenzlos zu bleiben
  • Die Bundesliga festigt Platz 2 im Umsatzranking: Mit einer Umsatzsteigerung von 5% auf nun insgesamt 2,392 Mrd. Euro, hält die Bundesliga seine Konkurrenz aus Spanien, Italien und Frankreich zunächst auf Distanz. Zusätzlich bescheren die neuen TV-Verträge den Bundesligisten für die kommende Rechteperiode ein neues Rekordergebnis von über einer Milliarde Euro pro Saison.   
  • Die Primera División holt auf: Der Wechsel zur Zentralvermarktung der Medienrechte wird den Gesamtumsatz der Primera División nachhaltig steigern - die Bundesliga könnte künftig von Platz 2 im Umsatzranking gestürzt werden
  • Die Serie A verliert an Boden: Die schwere wirtschaftliche Situation Italiens macht auch den Vereinen zu schaffen. Lediglich Steigerungen der Spieltag- und Medienerlösen geben den italienischen Clubs Hoffnung.  
  • Die League 1 schreitet voran: Neben dem neuen Dreijahresdeal für die nationalen Übertragungsrechte – mit einem Anstieg der Medienerlöse um 120 Mio. Euro gegenüber dem aktuellen Vertrag – können die französischen Clubs nachhaltig von der Austragung der Euro 2016 profitieren

Bundesliga wirtschaftlich gesund

Die Bundesliga präsentiert sich im Vergleich zu anderen europäischen Top-Ligen als wirtschaftlich vorbildlich. Dabei stieg der operative Gewinn im Geschäftsjahr 2014/2015 um beachtliche 26 Prozent auf eine Gesamtsumme von 316 Millionen Euro – ein neuer Rekordwert. Immerhin elf von 18 Clubs agierten dabei profitabel – im Jahr davor waren es noch 13. Im Verhältnis dazu bewegten sich die italienische Serie A und die französische Ligue 1 insgesamt unterhalb der Gewinnzone.

„Für die abgelaufene Spielzeit kann mit aggregierten Einnahmen der Vereine von rund 2,7 Milliarden Euro gerechnet werden. Dies ist hauptsächlich auf steigende Sponsoringerlöse zurückzuführen. Insbesondere analog zu den Ligen in England und Spanien, dürften zudem die kürzlich veräußerten Medienrechte mittelfristig erneut zu einem Wachstumstreiber werden. Daneben verdeutlichen die im Vergleich zur Premier League niedrigeren Spieltagerlöse auch für die Fans einen positiven Nebeneffekt. Sie heben einmal mehr die in Deutschland vergleichsweise günstigeren Ticketpreise hervor – trotz der höheren Stadionkapazität“, ergänzt Hollasch.

Details zum Annual Review of Football Finance

Die Analysen der Finanzergebnisse und -positionen verschiedener europäischer Ligen basieren auf Einzel- oder Konzernabschlüssen sowie Informationen, die Deloitte von den nationalen Verbänden/Ligen zur Verfügung gestellt wurden. Sofern nicht ausdrücklich erwähnt, handelt es sich um Angaben exklusive Steuern und Erlösen aus Spielertransfers. In einigen Fällen wurden Anpassungen bei der Zuordnung der veröffentlichten Zahlen vorgenommen, um die Finanzdaten der Fußballclubs und -ligen besser vergleichen zu können. Für unsere grenzüberschreitenden Analysen wurden alle Finanzdaten mit dem durchschnittlichen Wechselkurs des jeweiligen Jahres per 30. Juni in Euro umgerechnet.

Die vollständige Studie „Annual Review of Football Finance“ erhalten Sie gerne auf Anfrage. 

Kontaktieren Sie uns unter sportbusiness@deloitte.de 

Annual Review of Football Finance 2016

Über die Deloitte Sport Business Gruppe

Die Sport Business Gruppe der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Deloitte beschäftigt sich seit mehr als 20 Jahren ausschließlich mit der Beratung und Analyse der nationalen und internationalen Sport- und Fußballindustrie. Insbesondere der multidisziplinäre Ansatz unseres Teams ermöglicht eine stringente Ausrichtung unserer Arbeit an den verschiedenen Bedürfnissen von Verbänden, Ligen, Clubs, Investoren, Sportstätten und Sportrechteagenturen. In den vergangenen fünf Jahren haben wir mehr als 30 Transaktions- und Beratungsprojekte in der Sport- und Fußballindustrie erfolgreich durchgeführt, die insbesondere Leistungen der betriebswirtschaftlichen Beratung, Restrukturierungsprojekte, Benchmarking-Projekte, Businessplanerstellung und -prüfung, Machbarkeitsstudien, Unterstützung bei Lizenzierungen, Markt- und Standortanalysen sowie Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung und Unternehmensbewertungen umfassen. Unsere jahrelangen Erfahrungen in der Sport-Business-Branche führen zu einem unmittelbaren Projektstartschuss ohne Vorlaufzeit. Kontaktieren Sie uns für weitere Informationen sowie Auskünfte zu durchgeführten Projekten.

Detaillierte Informationen erhalten Sie auch auf unserer Website: www.deloitte.com/de/sport
 

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