Global Powers of Luxury Goods 2018

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Luxusgüterbranche: Aktuelle Marktzahlen

Deloitte Global Powers of Luxury Goods 2018

Mit einem Prozent Wachstum konnte die Luxusgüter-Branche im Geschäftsjahr 2016 das Niveau des Vorjahres nicht halten. Insgesamt setzten die Anbieter – bei denen unverändert die Europäer und US-Firmen dominieren – Waren im Wert von rund 217 Milliarden US-Dollar ab. Bei den Europäern geben weiterhin die Italiener den Ton an, während französische Unternehmen besonders profitabel agierten. Deutsche finden sich im Ranking nur vereinzelt: Gerade einmal fünf deutsche Luxusgüter-Hersteller haben es in die Top 100 geschafft.

Bei welchen Produkten sich Verbraucher gern eine Luxusvariante gönnen, hat sich offenbar verändert, wie die sehr unterschiedlichen Zuwächse in den einzelnen Produktsparten zeigen. Während der Bereich Kosmetik & Parfüms um ganze 7,6 Prozent zulegte, verzeichnete Schmuck & Uhren ein vierprozentiges Minus. Das wichtige Segment Kleidung und Schuhe musste sich mit einem Nullwachstum zufriedengeben. Die „Global Powers of Luxury Goods 2018“ von Deloitte zeigen zudem, dass auch die Margen gegenüber den Vorjahren in der Luxusgüterbranche um 0,7 Prozentpunkte auf nunmehr 8,8 Prozent sanken. Die Aussichten geben jedoch Anlass zum Optimismus: Das Geschäftsjahr 2017 begann vielversprechend, sodass ein Mini-Wachstum wie 2016 eher nicht erwartet wird.

LVMH souverän an der Spitze, Deutsche unter „ferner liefen“

Ein großer Teil der 217 Milliarden US-Dollar, den die Top 100 im Jahr 2016 erwirtschaftet haben, entfällt mit über 47 Prozent auf die Top Ten. Angeführt wird diese einmal mehr vom unangefochtenen Branchenprimus LVMH Moet Hennessy Louis Vuitton SE, gefolgt von Estée Lauder und dem Schweizer Luxusgüterkonzern Richemont SA, die gegenüber dem letzten Ranking die Plätze tauschten. Höchstplatziertes deutsches Unternehmen ist Hugo Boss auf Platz 25. Ferner vertreten sind Uhrenhersteller und Juwelier Gerhard D. Wempe, die Modeunternehmen Marc O’Polo, MarcCain sowie der Strumpfhersteller Falke.

Top Ten der wichtigsten Anbieter / Platzierung deutscher Unternehmen

Franzosen in der Luxusgüterbranche deutlich profitabler als Deutsche

Die Ergebnisse der deutschen Anbieter sind durchwachsen: Hugo Boss verzeichnete ein Minus von 4,1 Prozent, Wempe sogar eines von 12. Marc O’Polo gab um 1,3 Prozent nach, während MarcCain zulegte – allerdings lediglich um 0,1 Prozent. Der deutsche Überraschungserfolg kommt aus dem Sauerland: Das Familienunternehmen Falke konnte sechs Prozent zulegen. Trotzdem bleibt der deutsche Beitrag zur Top 100 marginal – sowohl im Hinblick auf Quantität wie auch Qualität.

Anders die Franzosen: Auch sie sind mit neun Firmen nicht eben massiv repräsentiert, stellen aber nicht nur den Spitzenreiter, sondern überzeugen auch nahezu ausnahmslos durch ihre guten Ergebnisse und ihre hohe Profitabilität. Die am häufigsten vertretene Nation ist Italien mit 24 Anbietern.

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