Swiss Watch Industry Studie 2015

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The Deloitte Swiss Watch Industry Study 2015

Uncertain Times

Ungewisse Zeiten für die Schweizer Uhrenindustrie. Schwächere Auslandsnachfrage, starker Franken und Konkurrenz der Smartwatches zwingen Uhrenkonzerne zur Überdenkung der Strategie

Nach Angaben der befragten Führungskräfte aus der Uhrendindustrie wird der Abwärtstrend bei den Umsätzen aus dem ersten Halbjahr 2015 voraussichtlich auch in den kommenden zwölf Monaten anhalten. 41 % der Führungskräfte beurteilen die Aussichten für die Branche pessimistisch; nur 14 % blicken weiter optimistisch in die Zukunft. Damit unterscheiden sich die Werte deutlich von denen der letzten drei Jahre. Angesichts der geringen Erwartungen an das Wachstum in den Schwellenländern, darunter in China und Hongkong, ist diese getrübte Stimmung jedoch keine Überraschung. Der Optimismus im Hinblick auf den US-Markt ist dagegen unter den befragten Uhrenkonzerne so hoch wie nie zuvor. 

Die komplette Studie 2015 finden Sie nebenstehend zum Download.

The Deloitte Swiss Watch Industry Study 2015

Zentrale Ergebnisse

Die Schweiz bleibt der weltweit führende Uhrenexporteur 

Die Exporte von Schweizer Uhren erreichten 2014 einen Rekordwert von CHF 21 Mrd. und lagen damit 1,8 % über ihrem Vorjahreswert. Auch das Volumen der Exporte erhöhte sich nach zwei negativen Jahren leicht (+1,7 %), wobei der Negativtrend der vorletzten zwei Jahren (2012/2013) vor allem auf die tieferen Absatzzahlen von Quarzuhren zurückzuführen war. 

Stärke des Schweizer Frankens weiterhin die Hauptherausforderung

Die Mehrheit der Uhrenfirmen (57 %) sieht in der schwächelnden Auslandsnachfrage ein erhebliches Risiko für ihr Geschäft im kommenden Jahr. Die Stärke des Schweizer Frankens wird im aktuellen Umfeld als grösste Bedrohung gesehen (69 %). Um die starke Währung zu kompensieren, beabsichtigt über die Hälfte der befragten Uhrenhersteller (51 %), die Kosten zu senken (ausgenommen Lohnkosten). Viele Uhrenfirmen haben zudem ihre Preise neu verhandelt oder erhöht. Diese Strategie ist jedoch nicht für alle Marken möglich, insbesondere nicht in den preisgünstigeren Marktsegmenten. 

Smartwatches als zunehmende Bedrohung

Laut der Umfrage sieht ein Viertel der Führungskräfte aus der Uhrenindustrie (25 %) in Smartwatches eine zunehmende Konkurrenz; 2014 waren nur 11 % dieser Meinung. Auch die Zahl der Befragten, die dieses konkurrierende Marktsegment seit der Einführung der Apple Watch (und anderer Smartwatches) ernster nehmen, ist gestiegen: von 29 % auf 39 %. 

 

Ihre Ansprechpartner

Karine Szegedi                                                    
Partner, Head of Fashion and Luxury                 
kszegedi@deloitte.ch                                      

Sophie Dres
Leiterin Externe Kommunikation
sdres@deloitte.ch

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