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CO2-Grenzwerte für OEMs: Regelkonform und gleichzeitig profitabel agieren

Wie OEMs ihre Steuerung und Planung anpassen können, um zukunftsfähig zu bleiben

Neue europäische Gesetzgebungen hinsichtlich der CO2-Grenzwerte von Fahrzeugen zwingen OEMs zum Umdenken: Es ist nicht länger ausreichend, möglichst viele profitable Autos zu verkaufen – es gilt nun, auch deren CO2-Emissionen zu berücksichtigen, um Strafzahlungen und Reputationsschäden vorzubeugen. Eine Erweiterung der bisherigen Konzepte zu Steuerung und Planung ist unerlässlich, um die gestiegene Komplexität abzubilden.

CO2-Grenzwerte: Der externe Druck auf OEMs steigt

Bereits seit mehreren Jahren steigt kontinuierlich der Druck auf die europäischen OEMs, die CO2-Emissionen ihrer Fahrzeuge zu reduzieren, um die regulatorischen Vorgaben einzuhalten. Bis 2030 wird aktuell mit einer Senkung der CO2-Grenzwerte um 37,5% gerechnet, was gravierende Auswirkungen auf OEMs hat. Eine Umstellung des gesamtheitlichen Produktportfolios hin zu CO2 konformen Fahrzeugen (insbesondere BEV und PHEV Fahrzeugen) ist dringend nötig und frühzeitig einzuleiten. Obwohl sich die Automobilhersteller der Wichtigkeit des Themas bewusst sind, verfehlen nach aktuellen Hochrechnungen acht von 13 Herstellern bereits im Jahr 2020 die von der EU definierten Zielwerte in Höhe von 95g CO2 Ausstoß pro Kilometer.

Betrachtet man die Stellhebel zur Optimierung des Produktportfolios, lassen sich folgende Maßnahmen identifizieren, die zu einer verbesserten CO2-Compliance der OEMs führen:

  • Technische Produktmaßnahmen
  • Portfoliomaßnahmen
  • Mixverschiebungen von konventionell zu elektrisch
  • Preisliche Maßnahmen (Senkung / Erhöhung von Listenpreisen)
  • Kurzfristige Volumenplanung / Mixverschiebung

Der Großteil dieser Maßnahmen bedarf einer langfristigen Planung und muss frühzeitig eingeleitet werden.
 

Die langfristige Steuerung legt die Grundlagen für ein CO2 konformes Produktportfolio und damit die CO2 -Grenzwert Compliance

Langfristig wie kurzfristig ist es wichtig, dass neben den bisherigen Steuerungsgrößen (Profitabilität und Absatz) auch das Thema CO2 Emissionen in den Fokus des Steuerungsansatzes rückt. Eine kontinuierliche Abwägung zwischen Einbußen in der Profitabilität, potenziellen Strafzahlungen und Reputationsverlusten sowie zusätzlich benötigten technischen Maßnahmen ist erforderlich.

Dabei wird die Basis für ein mit CO2-Grenzwerten konformes und profitables Produktportfolio in der langfristigen Planung gesetzt – kurzfristig kann nur minimal ausgeglichen werden. Ein integrierter Prozess zur Steuerung des strategischen Produktportfolios (Langfristplanung) sowie der am Ende tatsächlich zugelassenen Fahrzeuge (Kurzfristplanung) ist essentiell, um einen gesamtheitlichen Blick auf das Thema CO2-Grenzwerte zu gewährleisten.
 

Ohne Systemsupport ist die Komplexität nur schwer zu managen

Ein integrierter Prozess zwischen langfristiger und kurzfristiger Steuerung impliziert die Kombination aus einer Vielzahl von Informationen aus unterschiedlichen Fachbereichen und Systemen. Diese Informationen müssen harmonisiert und miteinander verknüpft werden, um Transparenz über den aktuellen Status zu schaffen und die Simulation von Optimierungspotenzialen zu ermöglichen.

Eine gesamtheitliche Systemlösung stellt sicher, dass alle Fachbereiche über einen gemeinsamen Status sprechen („Single Source of Truth“) und entsprechende Maßnahmen gemeinschaftlich und auf Basis identischer Prämissen erarbeitet werden können.
 

Wie sind die gestiegenen Anforderungen in Bezug auf CO2-Grenzwerte für die OEMs umsetzbar?

Es ist unumstritten, dass europäische Automobilkonzerne in den kommenden Jahren weiterhin mit den gestiegenen Anforderungen an die Steuerung von CO2-Emissionen zu kämpfen haben. Damit einhergehende Profitabilitätseinbußen sind nur bedingt abwendbar. Dennoch ist eine Umgestaltung des Produktportfolios bereits gestartet und mittels eines gesamtheitlichen methodischen Ansatzes und entsprechender systemseitiger Unterstützung machbar.

Ausführliche Informationen dazu erhalten Sie in unserem Whitepaper „Wie zukunftsfähig ist die Automobilindustrie? Anpassungen zur CO2-konformen und gleichzeitig profitablen Steuerung und Planung“ zum Download.

 

Ihr Kontakt

Lydia Neuhuber
Manager | Strategy & Operations
Deloitte Deutschland
lneuhuber@deloitte.de
+49 89 29036 7447