Werte-Bildung interkulturell

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Wie zusammenleben? Werte-Bildung interkulturell!

Multi-Akteur-Projekt

 

Herzlich willkommen beim Multi-Akteur-Projekt der Deloitte-Stiftung und dem Zentrum für globale Fragen an der Hochschule für Philosophie München zur Unterstützung von gelingender Integration, nachhaltiger Demokratieerziehung und gesellschaftlichem Zusammenhalt in Deutschland.

Ausgangslage

Unsere Gesellschaft verändert sich: Integrationsanforderungen sowie Bildungs- und Sozialunterschiede nehmen zu, immer mehr Daten- und Informationsströme müssen bewältigt werden und auch die globale Wirtschafts- und Politikstruktur wird immer komplexer. Dies verlangt von jedem einen gesellschaftlichen Beitrag, damit alle ihr Potenzial voll entwickeln können. 

Bildung ist eine entscheidende Voraussetzung, um den Fortschritt des Einzelnen sowie der Gesellschaft zu fördern. Dazu gehört nicht nur die klassische Aus- und Weiterbildung an Schulen, Universitäten und Bildungsstätten. Sie umfasst auch Themen des gesellschaftlichen Miteinanders wie Politikverstehen, Werte-Bildung, Kommunikationsgeschick und Verständnis des anderen.

Mit ihren wirkungsorientierten Projekten möchte die Deloitte-Stiftung einen positiven gesellschaftlichen Beitrag leisten, Veränderungen anstoßen und verstärken.

Das Projekt

Die Deloitte-Stiftung hat mit dem Zentrum für globale Fragen von September 2016 bis August 2017 ein interkulturelles Werte-Bildungsprojekt erfolgreich pilotiert. Dieses geht nun in eine nächste Phase und soll bis Mitte 2019 ausgebaut und skaliert werden.

Das Thema Integration von Menschen anderer Kulturen gewinnt immer mehr an Bedeutung. Wertekonflikte im Kontext von Flucht und Migration, aber auch das unklare Selbstverständnis unserer eigenen Normen und Werte, fragen nach Vermittlungsformaten: wie wollen und können wir zusammen leben in kulturell heterogenen Gruppen?

Der wirkungs- und ressourcenorientierte Ansatz der Initiative trägt zu einer erfolgreichen Integration, nachhaltiger Demokratieerziehung und gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland bei.

In einem nächsten Schritt werden Kurse und Methoden weiterentwickelt, so dass ihre Wirksamkeit gemessen werden kann. Und das Projekt wird mit Kooperationspartnern bundesweit etabliert.

Die Pilotphase in 2016-2017

In der Pilotphase wurden die Fortbildungs-Curricula entwickelt und die ersten Fortbildungsreihen umgesetzt. Insgesamt nahmen 149 haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter aus der Flüchtlingshilfe sowie Multiplikatoren und Geflüchtete teil. 

Es zeigte sich, dass der Erfolg der Multiplikatoren-Fortbildung umso größer ist, je diverser und kulturell inhomogener die Gruppe zusammengesetzt ist. In drei Modulen („Werte-Besinnung“, „Werte-Bildung“ und „Werte-Dialog“) wurden Inhalte und Methoden zur Vermittlung eines gemeinsamen Werteverständnisses erarbeitet. Werte sind nicht ein Wort oder Werkzeug, das einfach weitergegeben werden kann, sondern müssen aus Selbstreflexion und Dialog entstehen.