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M&A-Prozesse bei Corporates

Eine aktuelle Bestandsaufnahme zeigt, wo die deutschen Unternehmen stehen

Das Thema " Mergers & Acquisitions" (M&A) ist angesichts der Globalisierung der Absatz- und Beschaffungsmärkte ein wichtiger Eckpfeiler einer langfristig ausgerichteten Unternehmensstrategie.

Die Studie nimmt eine Standortbestimmung für deutsche Unternehmen vor. Sie untersucht, ob diese gut aufgestellt sind, um im Bieterwettbewerb zu bestehen, und analysiert, in welchen Bereichen ihre Stärken und Schwächen liegen.

Ein Einblick in die Studie

Boomende Unternehmenstransaktionen

Das M&A-Geschäft boomt. 2015 erreichte das weltweite Transaktionsvolumen mit 4,7 Billionen US-Dollar ein Rekordniveau. Zwar steht wie so häufig nach wie vor der amerikanische Kapitalmarkt an der Spitze dieser Entwicklung, steigende Transaktionszahlen prägen aber auch das europäische und hier ebenfalls das deutsche M&A-Geschäft. Aktuelle Transaktionszahlen belegen eindrucksvoll die ansteigende Bedeutung des M&A-Geschäfts für strategische Investoren.

Strategische Ziele 

Nahezu alle Studienteilnehmer planen kurz- oder mittelfristig weitere Transaktionen. Für 91% der Befragten ist der Kauf von Unternehmen expliziter Bestandteil der Unternehmensstrategie. 

Das Ziel des Umsatzwachstums bei deutschen Unternehmen unterscheidet sich deutlich von der Strategie der Private-Equity-Gesellschaften. Bei diesen ist der Weiterverkauf des Targets schon bei seinem Erwerb beabsichtigt. Die Performanceverbesserung des Targets avanciert hier zum primären Ziel, um den Verkaufswert zu steigern. Die Geschäftsmodelle von strategischen Investoren und Private-Equity-Gesellschaften unterscheiden sich damit stark voneinander.

Zu den primären Zielen von M&A-Transaktionen zählen insbesondere der Erwerb von zusätzlichem Know-How, die geografische Ausdehnung der Unternehmenstätigkeit sowie die Erhöhung von Marktanteilen. Darüber hinaus spielen der Zukauf von Technologien und die Diversifizierung der Unternehmenstätigkeit eine wichtige Rolle.

Target-Identifikation

53% der Befragten gaben an, ein internes Screening einzusetzen, das auf eine rechtzeitige Entdeckung potenzieller Übernahmekandidaten zielt. Insbesondere die Unternehmen, die verstärkt auf externes Wachstum setzten, verfügen bereits über dieses Instrument oder planen es einzuführen.

Die von externen Beratern vorgeschlagenen Targets sind hingegen oft nicht strategiekonform, bemängeln zahlreiche befragte Unternehmen. Dies weist auf eine lose und/oder zu wenig strukturierte Zusammenarbeit zwischen den Corporates und den externen Beratern hin.

Daraus lässt sich die Empfehlung ableiten, neben dem Aufbau des internen Screenings die Kommunikation mit ausgewählten M&A-Beratern zu intensivieren, denn diese können oft schon früh erkennen, ob Verkaufsabsichten oder Veränderungen der Eigentümerstrukturen bei potenziellen Übernahmekandidaten zu erwarten sind. 

Zentrale Ergebnisse der Studie

Im Folgenden sehen sie drei der sieben wichtigsten Kernergebnisse der Studie: 

  • Die Ergebnisse der Studie sind ermutigend. Die Mehrzahl der befragten Unternehmen schenkt den M&A-Transaktionen starke Beachtung. Sie berücksichtigen damit, dass Transaktionen einen wesentlichen Beitrag zur Strategieumsetzung des Unternehmens leisten (können), und sind dazu übergegangen, die M&A-Tätigkeiten intern aufzunehmen bzw. weiter zu professionalisieren.
  • Der angestoßene Professionalisierungsschritt zeigt Wirkung. Zahlreiche Unternehmen verfügen über eine eigenständige M&A-Abteilung sowie strukturierte Maßnahmen und Prozesse, die es erlauben, den Verlauf eines Transaktionsprozesses zu standardisieren.
  • Dennoch besteht weiterhin Optimierungspotenzial im M&A-Prozess zahlreicher Unternehmen. Viele von ihnen betreiben kein strukturiertes Screening, das eine proaktive Transaktionstätigkeit ermöglicht. Potenzielle Targets werden dadurch nicht bzw. häufig erst relativ spät aufgespürt. Professionelle, institutionelle Investoren können diese zeitliche Verzögerung nutzen, um einen gravierenden Vorteil in einem stark kompetitiven Umfeld zu erreichen. Der interne Ausbau des strukturierten Screenings und ein intensiverer Austausch mit wenigen, aber selektierten M&A-Beratern können diesem Risiko vorbeugen.

 

Die vollständige Studie erhalten Sie gerne auf Anfrage


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