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Reaktionen auf den Brexit in der Finanzdienstleistungsindustrie

Deloitte Whitepaper zu regulatorischen Anforderungen

Am 30. März 2019 wird das Vereinigte Königreich die Europäische Union verlassen und etliche Kreditinstitute und Investmentfirmen müssen bis dahin ihre Brexit-Projekte abschließen und eine Zweigniederlassung oder Tochtergesellschaft in der EU gründen, um nach dem Brexit weiterhin Zugang zum europäischen Binnenmarkt zu haben. Das Deloitte White Paper "Reaktionen auf den Brexit in der Finanzdienstleistungsindustrie" beschreibt dafür die wichtigsten Aspekte.

Da die wichtigsten regulatorischen Anforderungen der CRR für Kreditinstitute und Investmentfirmen grundsätzlich vergleichbar sind, neigen die Institute dazu, die Implementierungsaufwände des vorgesehenen Target Operating Models (TOM) und die damit verbundenen regulatorischen Anforderungen in Deutschland zu unterschätzen. Auch wenn die grundsätzlichen regulatorischen Anforderungen für die Kreditinstitute nicht neu sind, müssen die unterschiedlichen nationalen aufsichtlichen Details berücksichtigt werden.

Daher ist eine der Hauptherausforderungen für Institute, die regulatorischen Unterschiede zwischen Deutschland und dem Vereinigten Königreich zu identifizieren und sicherzustellen, dass die nationalen aufsichtlichen Anforderungen im Zuge ihres Implementierungsprojekts eingehalten werden. Ein einfaches „copy-und-paste“ der existierenden Prozesse und Anwendungen von dem Unternehmen im Vereinigten Königreich zur neuen Gesellschaft in Deutschland wird auf Grund der verschiedenen nationalen regulatorischen Anforderungen in den meisten Fällen nicht ausreichen und die Erwartungen der BaFin nicht erfüllen. Abhängig vom jeweiligen Geschäftsmodell der Bank oder der Investmentfirma, der IT-Infrastruktur und der Leistungsfähigkeit des nationalen Risikomanagements werden möglicherweise Anpassungen des TOM erforderlich.

Unser White Paper "Reaktionen auf den Brexit in der Finanzdienstleistungsindustrie" beschreibt typische regulatorische Unterschiede und Implementierungsherausforderungen, die mit der Gründung einer neuen Bank oder Investmentfirma in Deutschland zu berücksichtigen sind.

Responding to Brexit in the Financial Services Industry

On 30th March 2019 the United Kingdom will leave the European Union (EU) and several credit institutions and investment firms still need to finalise their Brexit-projects to establish a third country branch or subsidiary in the EU to be able to access the European Single Market after Brexit.

As key regulatory requirements for CRR credit institutions and investment firms are generally comparable, institutions tend to underestimate the implementation efforts of the proposed target operating model (TOM) and the corresponding regulatory requirements in Germany. Even though the overall regulatory requirements might not be new to the institutions, differences in the local supervisory details and priorities must be considered. Therefore, a key challenge for these institutions is to identify the regulatory differences between Germany and UK, and to ensure compliance with the local requirements as part of their implementation project. A simple “copy and paste” transfer of existing processes and procedures from the UK entity to the new entity in Germany most likely would not fully be in compliance with the various local regulatory requirements and with the expectations of BaFin. Depending on the business model of a bank or investment firm, its IT infrastructure and its local risk management capabilities adjustments to the local TOM might become necessary.

Our White Paper addresses typical regulatory differences and implementation challenges that need to be considered in the context of founding a new bank or investment firm in Germany.

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