European Banking Trend Radar

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European Banking Trend Radar

Ein strukturiertes Verfahren zur Trendermittlung, Kategorisierung und Überwachung

Der beispiellose Ausbruch der COVID-19-Pandemie hat einmal mehr gezeigt, mit welcher Dynamik sich die Welt wandeln kann. Banken müssen sich schnell an neue Trends, die den Markt beeinflussen, anpassen. Dies hat uns dazu inspiriert, einen systematischen Prozess für die Trendbeobachtung und -bewertung im Bankwesen zu erstellen und Marktteilnehmern zu helfen, mit Unsicherheiten umzugehen. In unserer neuen Artikelreihe beleuchten wir die wichtigsten Trends und Treiber auf dem europäischen Bankenmarkt.

Warum sollten Trends systematisch überwacht werden?

Die hohe Geschwindigkeit, mit der sich unsere Welt verändert, zwingt Unternehmen zu raschen Anpassungen in vielerlei Hinsicht. Maßgeblich hierfür sind unter anderem technologischer Fortschritt, kultureller und gesellschaftlicher Wandel, klimabedingte Herausforderungen und wirtschaftliche Entwicklungen. Im Zuge der COVID-19-Krise nahm die Unsicherheit noch weiter zu. Banken haben jedoch oft Schwierigkeiten, sich schnell und erfolgreich an neue Entwicklungen anzupassen, da es kaum möglich ist, vorherzusagen, wie sich die verschiedenen – und oft auch voneinander abhängigen – Trends und deren Treiber auf den Markt auswirken werden. Einige sind für Banken vorteilhaft, andere wirken sich negativ auf das Geschäft aus. Die Herausforderung, künftige Entwicklungen und deren Auswirkungen auf den Markt zu antizipieren, macht deutlich, wie wichtig es ist, Trends im Bankwesen systematisch zu beobachten. In dieser Hinsicht zielt unser strukturierter Prozess darauf ab, Banken dabei zu helfen, Unsicherheiten zu bewältigen und sie bei der Erstellung zukunftsfähiger Geschäftsmodelle zu unterstützen.

Digital Banking Maturity EMEA

Treiber des Wandels im Bankenmarkt

Um einen systematischen Prozess zu erstellen, der für den europäischen
Bankensektor geeignet ist, ordnen wir die große Anzahl von Trends sechs
Hauptdimensionen
 zu. Diese Dimensionen spiegeln die wichtigsten Treiber des Wandels auf dem Bankenmarkt wider:

  • Kunden
  • ESG
  • Regulierung und Politik
  • Wirtschaft und Finanzmärkte
  • Technologie
  • Unternehmensorganisation

In einer dreiteiligen Artikelserie beleuchten wir nacheinander ausführlich alle Dimensionen.

Ausgabe #2: ESG, Regulierung & Politik, Wirtschaft & Finanzmärkte

Der „grüne Druck“ auf Banken steigt. Investoren und Aufsichtsbehörden erwarten von Banken zunehmend, dass sie zu einer umweltfreundlichen Gesellschaft beitragen. Um nicht-nachhaltiges Verhalten offenzulegen oder zu verhindern, werden fortlaufend neue Regeln entwickelt und eingeführt. Dieses sich verändernde regulatorische Umfeld wandelt die Branche und stellt Banken vor neue Herausforderungen. Gleichzeitig verändert sich das Marktumfeld durch die Umsetzung der Kapitalmarktunion, verschärften Standortwettbewerb und digitale Währungen. Welche Trends darüber hinaus in naher Zukunft für maßgeblichen Wandel sorgen, erfahren Sie in der zweiten Ausgabe des European Banking Trend Radars.

Ausgabe 2: ESG, Regulierung & Politik, Wirtschaft & Finanzmärkte

Ausgabe #1: Die Kundenperspektive

Die sich ändernden Kundenbedürfnisse sind sicherlich einer der wichtigsten Treiber für Veränderungen im Bankwesen. In der ersten Ausgabe unserer European Banking Trend Radar Artikelserie konzentrieren wir uns daher auf die Kundenperspektive.
Banken sehen sich zunehmend mit sich ändernden Kundenerwartungen und -verhaltensweisen konfrontiert, die von Faktoren wie dem gesellschaftlichen Wandel geprägt werden. Darüber hinaus verändern sich die Präferenzen von Verbrauchern in Bezug auf alltägliche Bankgeschäfte durch eine zunehmende digitale und technologische Affinität. Damit entstehen für Finanzdienstleister neue Standards, denn Kundenorientierung kann ein zentrales Unterscheidungsmerkmal gegenüber Wettbewerbern darstellen. Banken sollten daher alles dafür tun, das bestmögliche Kundenerlebnis zu bieten.

Ausgabe 1: Die Kundenperspektive

Ein strukturiertes Verfahren zur Trendermittlung, Kategorisierung und Überwachung

Trendforschung ist anspruchsvoll, da es in der Regel eine große Anzahl an Trends und Innovationen gibt, die beobachtet werden müssen. Es ist deshalb eine komplexe Angelegenheit, den Überblick zu behalten und jene Trends zu identifizieren, die wahrscheinlich die größten Auswirkungen auf den Bankenmarkt haben werden. Durch die Entwicklung eines systematischen Prozesses zur Identifizierung von Trends sowie der Erkennung und Bewertung von Mustern können wir die Entwicklung von Trends im Bankensektor überwachen.
Dieser Prozess kann in drei Schritte unterteilt werden.

  1. Im ersten Schritt erstellen wir eine Sammlung von relevanten Trends. Dies geschieht sowohl mit Hilfe eines externen Tools als auch durch ausgewählte interne Experten. 
  2. Im zweiten Schritt lassen wir diese Trends per Umfrage von einer umfassenderen Gruppe von Experten betrachten. Die Bewertungsdimensionen umfassen, wie stark der Einfluss eines Trends für die Zukunft sein wird und wann der Zeitpunkt der Mainstreamanwendung zu erwarten ist.
  3. Im dritten Schritt wird mit Hilfe der Bewertungen ein Trend Radar erstellt. Dieses Radar unterteilt – je nach Ergebnis der Bewertung – die Trends in eine von drei Kategorien: BeobachtenVorbereiten und Handeln.

 

Upcoming

Ausgabe #3: Technologie und Unternehmensorganisation

In der dritten und letzten Ausgabe der Artikelreihe wird beleuchtet, wie aufkommende Technologien die Bankenlandschaft beeinflussen und wie sich die Unternehmensorganisation der Banken wandelt. Diese Publikation wird voraussichtlich im Herbst 2022 erscheinen.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann sprechen Sie uns gerne an. Mittels des Deloitte European Banking Trend Radars sind auch Analysen möglich, in wie weit einzelne Trends oder Makro-Trends Auswirkungen auf das individuelle Geschäftsmodell Ihrer Bank bzw. Ihres Finanzdienstleisters haben könnten. Sehr gerne führen wir gemeinsam mit Ihnen Analysen für Ihre Organisation durch.

Autor:

Dr. Florian Loipersberger

Financial Services Research
floipersberger@deloitte.de