Insights

EMEA 360° Boardroom Survey

Prioritäten und Schwer­punkte der Aufsichts- und Verwaltungs­räte

Für die erste Ausgabe des EMEA 360° Boardroom Survey wurden 271 Aufsichts- und Verwaltungsratsmitgliedern in 20 Ländern der EMEA-Region (Europa, Naher Osten und Afrika) zu deren Einschätzungen zu Grundsätzen der Unternehmensführung und Unternehmensüberwachung befragt. Die Studie zeigt auf, welchen aktuellen und zukünftigen Herausforderungen sich Aufsichtsgremien gegenübersehen.

Schwerpunkte der Studie

Die Studie setzt sich mit den folgenden Aspekten der Unternehmensüberwachung auseinander:

  • Aufsichtsratsagenda der vergangenen 12 Monate und der kommenden 12–24 Monate
  • Strategie und Risiko
  • Innovation
  • Cyber-Sicherheit
  • Vergütung für die Unternehmensleitung
  • Nachfolgeplanung im Aufsichtsrat
  • Evaluierung des Aufsichtsrats
  • Entscheidungsverhalten in Aufsichtsräten deutscher Unternehmen

Wesentliche Ergebnisse

Die Ergebnisse der Studie liefern einen umfassenden Überblick über die sich stetig wandelnden Herausforderungen im Geschäftsumfeld von heute, vor die sich Aufsichtsratsmitglieder gestellt sehen. Zudem zeigen die Ergebnisse, wie sich diese Anforderungen über Länder hinweg voneinander unterscheiden und welche Besonderheiten bei Aufsichtsräten in Deutschland bestehen.

Wesentliche Ergebnisse sind:

  • Innovation ist ein Kernthema der Aufsichtsgremien in der gesamten Region EMEA. Bezogen auf Branchen wird Innovation insbesondere in den Bereichen Life Sciences sowie Technologie, Medien und Telekommunikation als wichtig angesehen, während sie in der Bauwirtschaft sowie im Energie- und Rohstoffsektor eine eher untergeordnete Rolle spielt. In Deutschland ist das Thema Innovation durch die hohe Wettbewerbsintensität sowie die Qualitätsführerschaft der deutschen Wirtschaft von noch größerer Bedeutung für die Aufsichtsratsagenda.
  • Digitalisierung ist als neues Thema oben auf der Aufsichtsratsagenda angekommen und eng verbunden mit digitaler Innovation, die aktuelle als auch zukünftige Geschäftsmodelle beeinflusst. Im Ländervergleich steht dieses Thema bei Aufsichtsräten deutscher Unternehmen höher auf der Agenda als bei Aufsichtsräten in der Region EMEA.
  • Im Kontext der digitalen Wirtschaft beschäftigen sich Aufsichtsräte auch mit der erhöhten Anfälligkeit gegenüber Cyber-Risiken. In Deutschland gibt es im Vergleich zur Region EMEA weniger oft bestehende Pläne zur Abwehr von Cyber-Risiken. Das Bewusstsein für Cyber-Risiken scheint bei Aufsichtsräten in Deutschland noch nicht in vollem Maße entwickelt zu sein.
  • Die Vergütung der Unternehmensleitung und der Führungskräfte ist im Wesentlichen an die geschäftliche Performance gekoppelt. Damit ist sie zahlen- und vergangenheitsorientiert. Es ist jedoch überraschend, dass die Vergütungsstruktur in Deutschland im Vergleich zur EMEA-Region nicht umfassender an einer zukunftsorientierten Unternehmensstrategie ausgerichtet ist.

Die vollständige Studie mit allen weiteren Ergebnissen und einem detailliertem Länderprofil von Deutschland finden Sie nebenstehend zum Download.

Country Profiles

Mit den nebenstehenden Country Profiles erhalten Sie zudem einen Überblick zu den unterschiedlichen Corporate Governance Vorgaben und Maßnahmen der einzelnen Länder der EMEA-Region.

Die Profile verdeutlichen die Anforderungen, Empfehlungen und Praktiken in Bezug auf die Organisationsstruktur von Aufsichtsräten, die Unabhängigkeit der Aufsichtsratsmitglieder sowie die Vertretung von Mitarbeitern und Aktionären im Aufsichts- und Verwaltungsrat.

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