2017 Human Capital Trends Perspektive auf den deutschen Markt

Perspectives

Human Capital Trends 2017

Neue Spielregeln für das digitale Zeitalter

Die diesjährige Human Capital Trendstudie skizziert die wichtigsten Spielregeln für das digitale Zeitalter. Ein Zeitalter der disruptiven Veränderungen und Unruhen, das von Unternehmen effiziente Flexibilität und radikale Innovation fordert.

Unsere fünfte Ausgabe der globalen Human Capital Trendstudie basiert auf Antworten von über 10.400 Geschäftsführern und HR-Leitern aus über 140 Ländern. Die Ergebnisse zeigen aktuelle Herausforderungen der Unternehmen auf – in einer Zeit geprägt von tiefgreifenden digitalen, wirtschaftlichen, demographischen und sozialen Veränderungen.

Wandel ist der neue Status Quo

Technologien entwickeln sich in einer noch nie dagewesenen Geschwindigkeit. Einzelne Individuen können sich relativ schnell den neuen Innovationen anpassen, Unternehmen haben aber oft Schwierigkeiten bei diesem Tempo mitzuhalten. Viele verlassen sich noch zu sehr auf ihre industriell geprägten Strukturen und Praktiken.

Noch schwerfälliger entwickeln sich politische Institutionen und Regularien hinsichtlich Veränderungen bei Einkommensgleichheit, Arbeitslosigkeit, Einwanderung und Handel. Es sind gerade diese Lücken, die sich zwischen Technologie, Einzelpersonen, Unternehmen und der Politik auftun, die dem Personalwesen eine einzigartige Chance bieten.

Denn wenn althergebrachte Systeme, Denk- und Arbeitsweisen nicht mehr weiterhelfen, hat HR die große Verantwortung – und Chance – die Spielregeln für zukunftsorientierte Personalwirtschaft neu zu definieren.
Erfahren Sie jetzt mehr über die größten Herausforderungen und möglichen Lösungsansätze in der Human Capital Trendstudie.

Lesen Sie mehr zu den globalen Human Capital Trends auf der Deloitte University Press Webseite.

Unsere Deloitte Experten zu den Top HR-Trends 2017

Wandel ist der neue Status Quo. Wenn die althergebrachten Systeme, Denk- und Arbeitsweisen nicht mehr weiterhelfen, hat HR die große Verantwortung – und Chance – die Spielregeln für zukunftsorientierte Personalwirtschaft neu zu definieren. Warum brauchen wir neue Spielregeln? Welche Bedeutung hat das konkret für Unternehmen? Welche Rolle hat HR in der Gestaltung der Arbeitswelt von morgen?

Unsere Deloitte Experten zu den Top HR-Trends 2017

Die Top 5 Trends in Deutschland*

Auch in diesem Jahr liegen die Top Trends, die die HR Verantwortlichen in Deutschland beschäftigen wieder eng beieinander. Das Organisationsdesign, die veränderte Führungsrolle und der lebenslange, individuelle Karriere- und Lernzyklus führen das Feld 2017 an.

Die deutsche Rangliste der Trends unterscheidet sich dabei nur geringfügig von den globalen Erkenntnissen.

1. Organisation der Zukunft – Der Anfang ist gemacht

Beeinflusst durch den fortlaufenden Wandel und den konstanten Druck sich anzupassen, ist der Aufbau einer „Organisation der Zukunft“ die größte Herausforderung 2017. Dabei geht es nicht darum, neue Organigramme zu entwerfen, sondern flexible Ökosysteme und Netzwerke zu entwickeln, die sich selbst neu organisieren können. Organisatorische Agilität ist für Unternehmen im digitalen Zeitalter ein entscheidender Wettbewerbsvorteil.

2. Führung im Umbruch – Die Antwort auf den digitalen Wandel

Während sich Unternehmen verändern und digitale Geschäftsmodelle weiterentwickeln, muss sich auch die Unternehmensführung weiterentwickeln. Organisationen benötigen wandelbare, vielseitige sowie junge Führungskräfte und -konzepte, die auf die Digitalisierung und ihre Auswirkungen reagieren können. Allerdings bezeichnen zwei Drittel der Befragten ihre eigenen Trainingsprogramme in dieser Hinsicht als mangelhaft.

3. Karriere und Lernen – Neue Treiber für ein erfolgreiches Arbeitsleben

Das Konzept der Karriere wird von Grund auf neu gedacht – lebenslanges Lernen und die Möglichkeit, in Eigenverantwortung schnell neue Fähigkeiten aufzubauen, ist für Mitarbeiter zunehmend wichtig. Moderne Lernmodelle hinterfragen die bisher statischen Karrierewege und zeigen, wie wichtig es ist, sich als Mitarbeiter fortlaufend weiterzuentwickeln, um in einer dynamischen Arbeitswelt Schritt zu halten.

4. Talent Acquisition – Digitales Recruiting als Erfolgsfaktor

Neue Arbeitsanforderungen und ein sich laufend änderndes Anforderungsprofil erfordern das kontinuierliche Recruiting neuer Talente. Soziale Netzwerke, Analysen und kognitive Tools helfen führenden Unternehmen dabei, sich als globale Marke zu positionieren, Mitarbeiter über neue Kanäle zu identifizieren und die Kandidaten zu erkennen, die am besten zum Job, dem Team und der Unternehmenskultur passen.

5. Digital HR – Der digitale Arbeitsplatz als Modell der Zukunft

Während sich Unternehmen im Zuge der Digitalisierung verändern, muss der HR-Bereich zum Vorreiter des digitalen Wandels werden. Dazu gehört auch die Digitalisierung der HR-Plattformen, um digitale Arbeitsplätze zu schaffen, in denen Mitarbeiter virtuell und selbstständig zusammenarbeiten und kommunizieren können.

*Einstufung dieser Trends als „wichtig“ oder „sehr wichtig“

Aktuelles Sonderthema: BREXIT | Arbeitnehmerfreizügigkeit in Europa

Wie die aktuelle Human-Capital-Trend-Studie von Deloitte zeigt, bewerten fast zwei Drittel (62 Prozent) der deutschen Firmen die Arbeitnehmerfreizügigkeit als maßgeblich und elementar für ihr Business. Somit gehört aus ihrer Sicht die freie Wahl des Arbeits- und Wohnortes innerhalb der EU zu den grundlegenden Elementen wirtschaftlichen Erfolgs.

Der Brexit bedeutet hier eine Gefahr: Deutsche Firmen verdienen fast jeden zehnten Euro auf der Insel und DAX-Firmen beschäftigen immerhin 200.000 Arbeitnehmer in England.

Viele Unternehmen können die konkreten Auswirkungen des Brexit momentan noch nicht absehen – obwohl klar sein dürfte, dass für die meisten Unternehmen Veränderungen absehbar sind. Lediglich 3 Prozent können sich positive Konsequenzen vorstellen, ein knappes Viertel sieht keine Folgen für das eigene Unternehmen.

Eine Maßnahmenplanung befindet sich jedoch erst im Anfangsstadium. Nur 1 von 10 Unternehmen haben bisher Maßnahmen als Reaktion auf die Einschränkung der Arbeitnehmerfreizügigkeit entwickelt und/oder umgesetzt.
Wird die Freizügigkeit tatsächlich massiv eingeschränkt, sehen Unternehmen zwei Möglichkeiten: entweder ihre Mitarbeiter in Großbritannien zu rekrutieren oder Niederlassungen zu schließen.

Bei Fragen zu unseren Ergebnissen wenden Sie sich bitte an Jessica Richter, verantwortlich für die Deutsche Studie.

Bei Fragen zu unserem Leistungsportfolio wenden Sie sich gerne an Udo Bohdal-Spiegelhoff.