Krankenhausinformationssysteme in Deutschland

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Krankenhausinformationssysteme in Deutschland

Aktuelle Daten vorgestellt von Deloitte und Philips

Organe aus 3D-Druckern und Roboter-Kapseln zur zielgerichteten Medikamentenabgabe im Körper — die technologische Entwicklung im Gesundheitssystem schreitet voran. Doch wie weit ist die technologische Entwicklung im Krankenhaus? Eine Umfrage von Deloitte und Philips gibt Einblicke über den Status quo des Marktes der Krankenhausinformationssysteme (KIS).

KIS-Studie: Hintergrund und Vorgehensweise

Um einen Überblick über die aktuelle Situation auf dem deutschen KIS-Markt zu erhalten, wurden Klinikentscheider, KIS-Anwender und Patienten in einer Umfrage zu KIS-Systemen befragt. Die Ergebnisse zeigen deutliche Verbesserungspotentiale, wenn es um die Datenverarbeitung und Partizipationsmöglichkeiten der Patienten und Angehörigen geht.

Im Folgenden finden Sie eine Zusammenfassung der Ergebnisse. Die komplette Studie können Sie nebenstehend als PDF herunterladen.

Krankenhausinformations-systeme in Deutschland

Zusammenfassung der Ergebnisse

Welchen Einfluss hat die technologische Entwicklung auf Patienten und Krankenhauspersonal? Werden Erwartungen der Patienten über innovative Interaktions- und Kommunikationswege erfüllt? Einige Ergebnisse der Studie finden Sie hier aufgelistet:

  • 60% der befragten Patienten gaben an, dass sie keine elektronische Unterstützung während der Zeit ihres Krankenhausaufenthaltes erhielten
  • Angehörigen erhielten in 77% der Fälle keine elektronischen Informationen oder Handlungsempfehlungen für die Patienten, die sie begleiteten
  • Weniger als einem Drittel der Patienten wurden bei ihrem Krankenhausaufenthalt bspw. Untersuchungsergebnisse mithilfe eines mobilen Gerätes gezeigt
  • Patienten fordern digitale Lösungen:
    • 85% der Patienten und Angehörigen wünschen sich, über aktuelle Wartezeiten informiert zu werden
    • Zwischen 60 und 70% der befragten Patienten wünschen sich zudem Möglichkeiten für eine elektronische Terminplanung zur Diagnostik, Informationen zum Behandlungsverlauf und Statusinformationen für Angehörige
  • Aufholbedarf bei der Integration von betriebswirtschaftlichen Steuerungsmechanismen und -technologien:
    • 56% der Befragten empfinden KIS als Unterstützung der ökonomischen Steuerung des Krankenhauses als "mittelmäßig", nur 11% gaben "gut" an
    • Auch die Unterstützung bei der Kostenträgerrechnung durch KIS wurde zu 35% nur als "mittelmäßig" empfunden

Wollen Sie genauere Informationen erhalten? Dann laden Sie sich die Studie hier herunter.

KIS-Hersteller können bei der Weiterentwicklung ihrer Systeme vieles besser machen. So gilt es im ersten Schritt Daten besser fließen zu lassen, um so die Chancen, die heute die schnelle und analytische Datenverarbeitung bietet, besser nutzen zu können. Zusätzlich müssen mehr Partizipationsmöglichkeit für den Patienten und Angehören geschaffen werden.

So das Fazit von Dr. Sebastian Krolop, Partner Life Sciences & Health Care Industry Lead bei Deloitte.

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