Pflegemarkt Studie

Insights

Studie „Ambulante Pflege“

Wo steckt das Geld im Pflegemarkt?

Der Markt für ambulante Pflege wächst rasant. Diese Tendenz lässt sich durch eine Vielzahl stichhaltiger Tatsachen untermauern. So ist die Anzahl der Pflegebedürftigen so hoch wie nie zuvor. Im Jahr 2013 betrug sie 2,6 Mio. und jährlich kommen etwa 90.000 pflegebedürftige Menschen hinzu. Der Grund für diese Entwicklung lässt sich im demografischen Wandel finden.

Ausgangslage

Jährlich entstehen mehr als 300 neue ambulante Pflegedienste, während die bestehenden Market Player zumeist expandieren. Der unangefochtene Marktführer nach der Anzahl der betriebenen Pflegedienste, Bonitas Holding, verantwortet heute 49 Standorte. Vor zwei Jahren waren es noch 35. Der ansonsten stark familiär geprägte Markt zeichnet sich durch viele kleine Anbieter aus.

Auch die Gesundheitsausgaben für Pflegedienstleistungen sind in den letzten Jahren exorbitant gestiegen. Waren es im Jahr 2000 noch knapp über 20 Mrd. Euro, sind es heute fast 36 Mrd. Euro. Betrachtet man die ambulante Pflege isoliert, ist dieser Trend noch stärker ausgeprägt.

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Prognose

Die Anzahl der ambulanten Pflegedienste wird sich in den nächsten Jahren kontinuierlich erhöhen. Das Geschäft mit Pflegebedürftigen wird vorerst weiter neue Anbieter auf den Markt locken. Die Wachstumsraten werden jedoch nicht mehr so sein wie in den vergangenen Jahren, da sich langsam, aber sicher größere Ketten herausbilden, die lokal verwurzelte einzelne Pflegedienste aufkaufen werden.

Außerdem wird eine weitere Privatisierung des Marktes erfolgen. Seit fast 20 Jahren sinkt die Anzahl der frei-gemeinnützigen Pflegedienste kontinuierlich um ca. 1–2 Prozent pro Jahr. Dem gegenüber stehen die privaten Anbieter, deren Anzahl sich rasant entwickelt hat. Es ist davon auszugehen, dass dieser Trend zugunsten der privat Geführten anhalten wird.

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