m&a strategie, strategieentwicklung merger and acquisition

Article

M&A-Strategie: Empfehlungen für die erfolgreiche Umsetzung

Best-Practices für eine zielgerichtete Wachstumsstrategie

Zielgerichtetes, anorganisches Wachstum wird immer mehr zum strategischen Wettbewerbsvorteil. Gründe sind die Notwendigkeit zur Transformation und sich rapide ändernde Rahmenbedingungen. Doch viele Unternehmen nutzen die durch Mergers & Acquisitions entstehenden Chancen nicht, weil sie keine klar formulierte M&A-Strategie haben.

M&A sollte heutzutage elementarer Bestandteil jeder Unternehmens- bzw. Wachstumsstrategie sein. Oft hakt die Umsetzung aber ausgerechnet an einer wenig ausgeprägten Wachstumsstrategie des Unternehmens.

In diesem Fall kann die strukturierte Definition einer M&A-Strategie als wertvoller Input zur Überarbeitung der gesamten Unternehmensstrategie dienen. Das Mergers & Acquisitions Team übernimmt hierbei eine treibende Rolle im Strategieprozess. Der so geschaffene Konsens erhöht sowohl die Effizienz als auch die Effektivität bei der Identifikation von möglichen Zielunternehmen.

Die Entwicklung einer entsprechenden Strategie sollte als Zusammenarbeit zwischen zentralem Strategiebereich und spezifischen Fachbereichen verstanden werden. Ziel ist es, eine ausgeglichene Strategie zu entwickeln, angepasst an aktuelle Marktentwicklungen und die Wettbewerbssituation. Ein gemeinschaftlicher M&A-Ansatz auf allen Ebenen hilft hierbei, bereichsspezifisches Know-how für Marktexpansionen im bekannten Umfeld zu nutzen und neue, potentiell attraktive und übergreifende Kompetenzfelderweiterungen zu betrachten.

Die eigenen Kernkompetenzen bei Fusionen und Übernahmen im Blick behalten

Schwierigkeiten bei der Entwicklung von M&A Strategien resultieren meist weniger aus mangelnder Aktivität. Sie entstehen eher aus der Komplexität, die besten Strategien erfolgreich zu identifizieren. Um wettbewerbsfähig zu sein, müssen sich Unternehmen auf Ansätze fokussieren, mit denen sie auf die hohe Marktdynamik reagieren können.

Ein Erfolgsfaktor bei der Strategiedefinition ist und bleibt die Berücksichtigung der Kernkompetenzen eines Unternehmens. Mit tiefgreifendem Verständnis der eigenen Kernkompetenzen können interne Stärken und externe Chancen besser aufeinander abgestimmt werden. Wenn ein Unternehmen seine starken Bereiche kennt, kann es gezielt nach Wachstumsmöglichkeiten suchen. So verliert es die Erfolgsgrundlage der eigenen Unternehmung nicht aus den Augen und umgeht das Risiko, nur rein opportunistisch Targets zu verfolgen.

Vorsicht ist dennoch geboten: Die reine Fokussierung auf gegenwärtige oder historische Kernkompetenzen genügt nämlich nicht. Auch sollten Sprünge zur Neudefinition von Geschäftsmodellen berücksichtigt werden. Hierzu zählt auch die Analyse neuer Zielmärkte und deren Attribute wie Volumen, Wachstum, Zukunftstrends. Die Kernkompetenzen können aber die Basis für Überlegungen bilden, auf welche Branchen und Märkte die M&A-Aktivitäten fokussiert werden sollen. Um diese zu erschließen, müssen sie allerdings erweitert oder neu aufgebaut werden. Eine solche Transformation bedeutet zumeist die größte Veränderung.

merger strategie, acquisitions
Abb 1: M&A-Strategien nach Größe und Nähe zu aktuellen Kompetenzen (Klick für große Ansicht)

Die Vorteile einer zielgerichteten M&A-Strategie nutzen

Unternehmen, die diese zwei Pfade in Betracht ziehen und analysieren, sind in der Lage:

  • kontinuierliches Wachstum auf dem Weg zum strategischen Zielen zu schaffen
  • Veränderungen und Chancen im Markt schneller zu identifizieren und aktiv zu adressieren
  • frühzeitig Integrationsszenarien zu durchdenken und Synergien zu identifizieren
  • einen Wissensvorsprung zu generieren und diesen im potentiellen M&A-Prozess zu nutzen
  • auf Basis ihrer M&A Strategie potentielle Zielunternehmen schneller zu identifizieren und gezielt zu analysieren.

Unseren vollständigen Artikel „M&A Strategie Prozess als Erfolgsfaktor für die Post-Merger Integration“ lesen sie in der Ausgabe 10/2017 der M&A REVIEW.

Fanden Sie diese Information hilfreich?