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„Axia Best Managed Companies Award – Gütesiegel für unternehmerische Exzellenz”

Interview mit Lutz Meyer, Partner und Leiter Deloitte Private

Jedes Jahr aufs Neue zeichnen Deloitte, WirtschaftsWoche, BDI und Credit Suisse hervorragend geführte Mittelständler mit dem „Axia Best Managed Companies Award“ aus. Im Interview erklärt Lutz Meyer, Partner und Leiter Deloitte Private, die Strategie hinter dem Wettbewerb, was eine BMC ausmacht und welche Vorteile sich daraus für die Teilnehmer ergeben.

Herr Meyer, mit Ihrer Flaggschiffinitiative „Best Managed Companies“ verfolgen Sie die Vision des Aufbaus eines globalen Ökosystems von hervorragend geführten mittelständischen Unternehmen. Was steckt dahinter?

Meyer: In Ökosystemen tauschen sich Firmen mit Kunden, Zulieferern, Partnern und gesellschaftlichen Gruppen aus, aber auch mit Forschungsinstitutionen, Politik und Regulatoren – sowohl lokal als auch international. Wir sehen ganz deutlich, dass vernetztes Agieren in einer sich ständig wandelnden Business-Landschaft insbesondere für den gehobenen Mittelstand immer wichtiger wird. Mit dem globalen BMC Programm leisten wir dazu einen wichtigen Beitrag.

Gibt es für „Einzelkämpfer“ überhaupt noch Zukunftsperspektiven?

Meyer: Das unternehmerische Umfeld hat sich in den letzten Jahrzehnten stark gewandelt. Früher wurde nur entlang der Wertschöpfungsketten und damit ausschließlich in eine Richtung gedacht. Heute zeichnet sich der Unternehmenserfolg vor allem auch durch Vernetzung der Akteure und Dialog untereinander aus. Allein steht man heute zunehmend auf verlorenem Posten. 

Was ist eigentlich eine Best Managed Company und warum sollte sich ein deutsches Familienunternehmen bewerben?

Meyer: Das Gütesiegel „Axia Best Managed Companies Award“ zeichnet Firmen des gehobenen Mittelstandes aus, die sich in den Schwerpunktbereichen Strategie, Produktivität & Innovation, Kultur & Commitment sowie Governance & Finanzen mit Best Practices vom Wettbewerb abheben. Die Preisträger führen wir zusammen und schaffen damit ein weltweites Netzwerk von hervorragend geführten erfolgreichen Unternehmen mit einer langfristigen strategischen Marschroute. 

Welche Vorteile ergeben sich daraus für die Teilnehmer?

Meyer: Aus den Rückmeldungen unserer Teilnehmer wissen wir, dass sie insbesondere aus dem sogenannten Coaching-Prozess in der Bewerbungsphase einen positiven Nutzwert für die Weiterentwicklung ihres Unternehmens ziehen. Sie profitieren von unseren Erfahrungen aus Gesprächen, die wir im Laufe der letzten Jahre mit rund 1.000 bestgeführten Unternehmen weltweit geführt haben. Die Teilnehmer sehen das Coaching als hilfreiches Sparring, um ihre eigene Position kritisch zu hinterfragen und um aus den Best Practices anderer Firmen Schlussfolgerungen für weitere Verbesserungen ihres eigenen Geschäfts zu ziehen. 

Einen weiteren Mehrwert sehen die Mittelständler in dem renommierten und international anerkannten „Best Managed Company“-Gütesiegel, das sie ein Jahr lang nutzen können, um die Exzellenz ihres Unternehmens nach innen und außen zu dokumentieren. 

Können Sie uns ein paar Eindrücke zum Feedback von teilnehmenden Unternehmen schildern?

Meyer: Der CFO einer unserer Preisträger hat die Vorteile einmal sehr gut auf den Punkt gebracht und gesagt: „Die Juroren haben sehr viele Aspekte des Unternehmens detailliert beleuchtet und so deutlich tiefer ins Unternehmen geblickt als nur bis auf die Ebene der Zahlen. Daher verstehen wir den Award als umfassende Anerkennung unserer Unternehmenskultur.“ 

Begeistert hat mich auch, wie kreativ einige BMC-Gewinner den Award nach innen und außen gezeigt haben. So hat etwa die Firma Nemetschek ein YouTube Video erstellt, das zeigt, wie Mitarbeiter die Trophäe von Niederlassung zu Niederlassung weltweit weitergetragen haben. Jowat, ein weiterer Gewinner, hat das Gütesiegel auf seine LKW-Firmen-Flotte aufgetragen, das Logo ist auf der hinteren Tür zu sehen. Das alles macht die Begeisterung der Gewinner und den Stolz auf den BMC Award mehr als deutlich.