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Alles on demand?

Digital Democracy Survey zeigt: neue Angebote erfolgreich, traditionelle immer noch beliebt

Düsseldorf/München, 20. Mai 2014 – Die „on-demand“-Revolution ist nicht aufzuhalten – aber die traditionelle Mediennutzung verändert sich nur langsam.

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Obwohl Online-Medien hierzulande immer beliebter werden, bleibt das klassische TV auch 2014 spartenübergreifend die bevorzugte Medienaktivität. Jedoch werden Bewegtbild-Inhalte immer häufiger auch online konsumiert. Dafür sorgt die stark steigende Verbreitung vernetzter Endgeräte wie Smartphones, Tablets und Connected-TVs. Gerade Video-Streaming-Angebote erfreuen sich steigender Beliebtheit – bei Leihinhalten avancieren sie zur bevorzugten Nutzungsmethode. Anders bei Kaufinhalten: Hier sind physische Datenträger nach wie vor die erste Wahl. Das zeigt der achte internationale Digital-Democracy-Report von Deloitte, für den auch 2.000 Teilnehmer aus Deutschland zu ihren Mediennutzungsgewohnheiten befragt wurden.

„‚On demand‘, vor allem‚Video-on-Demand‘, ist zu einem Schlüsselbegriff der Medienindustrie geworden. In den kommenden Jahren wird er weiter an Bedeutung gewinnen – aber die Marktteilnehmer müssen das Wettbewerbsumfeld aktiv mitgestalten, wenn sie von der Entwicklung profitieren wollen“, erklärt Klaus Böhm, Direktor Media bei Deloitte.

TV knapp vor online

Das Fernsehgerät bleibt der Deutschen liebstes Unterhaltungsmedium. Für fast 30 Prozent der Befragten ist TV Favorit – damit hat es gegenüber der letztjährigen Umfrage sogar noch Anteile hinzugewonnen. Unmittelbar dahinter folgt jedoch schon das Surfen im Internet oder in anderen Online-Medien, was ein Viertel der Teilnehmer bevorzugt. Hier ist ein Anstieg um zehn Prozentpunkte zu verzeichnen. Ins Hintertreffen geraten hingegen gedruckte Medien wie Bücher und Zeitungen – Letztere gaben gegenüber dem Vorjahr um etwa die Hälfte nach.

Immer mehr internetfähige Endgeräte

Videos und andere Bewegtbild-Angebote werden heute zu über einem Drittel online genutzt: 35 Prozent der Befragten entscheiden sich für diese Möglichkeit, 65 Prozent für traditionelle Wege. Damit stieg der Anteil der Online-Nutzer um acht Prozentpunkte – das liegt vor allem an der Verbreitung geeigneter Endgeräte. Smartphones, Tablets und internetfähige Fernseher sind auf dem Vormarsch und nähern sich teilweise sogar schon der Sättigungsgrenze. 44 Prozent der Haushalte sind im Besitz eines Connected TV, zudem überlegen sich knapp 60 Prozent der Studienteilnehmer, den Fernseher im kommenden Jahr mit dem Internet zu verbinden.

SVoD-Abo-Angebote auf dem Vormarsch

Bei der Nutzung von Videos über Online-Medien wird das Streaming immer wichtiger. Insbesondere die jüngeren Verbraucher bevorzugen diese Option. Insgesamt haben 11 Prozent der Teilnehmer ein Video-on-Demand-Abonnement (SVoD für Subscription-based VoD) abgeschlossen, bei den 14- bis 24-Jährigen ist es sogar fast ein Fünftel. Dieser Trend wird laut Studie anhalten. In den kommenden Monaten wird sich SVoD als bevorzugte Methode zur Nutzung von Leihinhalten endgültig etablieren. Ein Grund dafür sind neue, attraktive Abo-Angebote wie etwa von Watchever oder Sky Snap. Ein Viertel der Befragten setzt auf SVoD, ein knappes Fünftel bevorzugt eher Downloads.

Im Unterschied zu Leihinhalten spielen bei Kaufinhalten unverändert die physischen Datenträger wie etwa DVDs die erste Geige. Hier gaben 27 Prozent an, Videoangebote in den nächsten zwölf Monaten als DVD oder Blue-ray im stationären Handel kaufen zu wollen, weitere 26 Prozent wollen dies im Online-Shop tun. Dagegen planen nur 22 Prozent einen entsprechenden Download. 

Am liebsten Filme im Abo

Pay-TV-Abonnements werden von den Verbrauchern für den Konsum von Filmen in Anspruch genommen. Immerhin mehr als die Hälfte der Studienteilnehmer zeigt hier eine deutliche Zahlungsbereitschaft. Mit großem Abstand folgen TV-Serien (23%) und Bundesliga-Fußball (22%) bzw. Champions League (18%).

„Die Deutschen bevorzugen nach wie vor das lineare TV als Unterhaltungs- und Informationsmedium. Das zeugt jedoch nur begrenzt von einer traditionellen Haltung, denn das Internet wird immer beliebter – gerade bei Video-Inhalten. Dazu passt, dass internetfähige Fernsehgeräte immer stärkere Verbreitung finden. Video-Streaming im Abonnement ist auf dem Vormarsch, vor allem Filme stehen hier weit oben auf der Wunschliste der Konsumenten. Dennoch: Auch hier ist der physische Datenträger noch lange nicht abgehängt“, schließt Klaus Böhm.

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