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Deutscher Sportmarketing Index legt wieder zu

Deloitte-Studie: Merchandising treibt Wachstumsprognosen der Brancheninsider

Frankfurt/München, 17. Juli 2014 – Die Stimmung im deutschen Sport Business verbessert sich deutlich: Nachdem der „Deutsche Sportmarketing Index (DSMI)“ im Vorjahr um ca. drei Indexpunkte nachgegeben hatte, liegt er nun mit 101,3 Punkten (+1,5%) über dem Referenzniveau des Jahres 2006.

Wie bereits vor acht Jahren, dürfte die im Sommer entfachte Euphorie um die deutsche Fußball-Nationalmannschaft auch das aktuelle Stimmungsbild positiv beeinflusst haben. Hierzu hat Deloitte zusammen mit dem Institut für Sportmanagement und Sportmedizin (ISS) der Hochschule Koblenz erneut rund 150 Experten zu ihren wirtschaftlichen Prognosen für die deutsche Sportbranche befragt. Diese jährlichen Markteinschätzungen schlagen sich im DSMI nieder.

„Das Abrutschen des DSMI in 2013 ist als vorübergehendes Stimmungstief, nicht als negative Trendwende zu interpretieren“, betont Karsten Hollasch, Partner und Leiter der Sport Business Gruppe bei Deloitte. „Unsere Detailanalysen der wichtigsten Erlöskategorien des kommerziellen Sports zeigen, dass die positive DSMI-Entwicklung insbesondere auf den Merchandisingpotenzialen basiert. Dies deckt sich mit unseren Projekterfahrungen, wonach die Clubs und Ligen zunehmend Wert auf zielgruppenspezifische Angebote legen sowie bereits vereinzelt ihre Internationalisierung vorantreiben.“


Jahr

DSMI-Punkte

Veränderung zum Vorjahr
(in %)

2006

100,0

-

2007

100,7

+0,7%

2008

103,4

+2,6%

2009

90,3

-12,6%

2010

97,5

+7,9%

2011

101,1

+3,7%

2012

102,5

+1,4%

2013

99,8

-2,6%

2014

101,3

+1,5%

 

Tabelle: Entwicklung des Deutschen Sportmarketing Index (DSMI) 2006–2014

Laut Befragung sehen die Experten weitere Vermarktungsmöglichkeiten von Sponsoring- und Medienrechten. Das Wachstumspotenzial bei Ticketing und Hospitality scheint hingegen ausgereizt. Zudem wurden die Geschäftserwartungen für die Top-Ligen im Fußball, Eishockey, Basketball und Handball abgefragt: Demzufolge dürfen die 1. und 2. Fußball-Bundesliga (1. BL/2. BL) sowie die Beko Basketball Bundesliga (BBL) in der Saison 2014/15 mit den höchsten Wachstumsraten rechnen. Die 36 Clubs der 1./2. BL werden von weiteren Erlössteigerungen aus den bestehenden TV-Verträgen profitieren. Die BBL darf sich auf eine verbesserte Live-Präsenz und höhere Einnahmen freuen: So wurde kürzlich ein neuer TV- und Online-Vermarktungsvertrag mit der Deutschen Telekom abgeschlossen. Die Neuen Medien (Internet/Mobile) werden als besonders bedeutender Wachstumsmarkt für alle untersuchten Profisportligen eingeschätzt.

Neben den gewohnten Analysen der Top-Ligen wurden erstmals Einschätzungen zu anderen Profisportarten eingeholt. Besonders großer Optimismus herrscht in Bezug auf Beachvolleyball, Golf, Tennis und Marathon/Triathlon. Die Prognosen für Beachvolleyball fallen dabei am positivsten aus: Nahezu die Hälfte der Befragten (45%) erwartet dort in den kommenden drei Jahren ein Wachstum. „Spätestens nach den Erfolgen bei den Olympischen Sommerspielen 2012 und dem sympathischen Auftreten der Protagonisten hat Beachvolleyball sein Image als reine Trendsportart abgelegt und spricht eine zunehmend breitere Zielgruppe an“, erklärt Prof. Dr. Dirk Mazurkiewicz vom ISS der Hochschule Koblenz.

 

Die Studie erhalten Sie auf Anfrage.

Deutscher Sportmarketing Index

Der Deutsche Sportmarketing Index (DSMI) orientiert sich an der Berechnung des ifo-Geschäftsklimaindex, der als wichtiger Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland gilt. Die von den Experten der Sportbranche abgegebenen Prognosen werden entsprechend der Bedeutung der verschiedenen Erlösquellen gewichtet und ins Verhältnis zum Basisjahr 2006 gesetzt. Der Index spiegelt die Erwartungshaltung der Sportbranche gegenüber der wirtschaftlichen Entwicklung in den kommenden drei Spielzeiten, gemessen an den im Jahr 2006 gemessenen Prognosen, wider.

Institut für Sportmanagement und Sportmedizin (ISS) der Hochschule Koblenz

Das ISS ist eine wissenschaftliche Einrichtung der Hochschule Koblenz am Standort Remagen und hat seinen Schwerpunkt in der Entwicklung von Methoden und Instrumenten zur betriebswirtschaftlichen Steuerung von Sportclubs, Ligen, Sportvereinen und Sportverbänden. Ziel ist es, die Anwendung gesicherter betriebswirtschaftlicher Verfahren in der Sportbranche zu unterstützen und Studierende zu befähigen, betriebswirtschaftliches Know-how in der Sportbranche zum Einsatz zu bringen. Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.rheinahrcampus.de/iss

Über die Deloitte Sport Business Gruppe

Die Sport Business Gruppe der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Deloitte beschäftigt sich seit mehr als 15 Jahren ausschließlich mit der Beratung und Analyse der nationalen und internationalen Sport- und Freizeitindustrie. Insbesondere der multidisziplinäre Ansatz unseres Teams ermöglicht eine stringente Ausrichtung unserer Arbeit an den verschiedenen Bedürfnissen von Verbänden, Ligen, Clubs, Investoren, Sportstätten und Sportrechteagenturen. In den vergangenen fünf Jahren haben wir mehr als 30 Transaktions- und Beratungsprojekte in der Sport- und Freizeitindustrie erfolgreich durchgeführt, die Leistungen der betriebswirtschaftlichen Beratung, Restrukturierungsprojekte, Benchmarking-Projekte, Businessplanerstellung und -prüfung, Machbarkeitsstudien, Unterstützung bei Lizenzierungen, Markt- und Standortanalysen sowie Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung und Unternehmensbewertungen umfassen. Unsere jahrelangen Erfahrungen in der Sport-Business-Branche führen zu einem unmittelbaren Projektstartschuss ohne Vorlaufzeit. Kontaktieren Sie uns für weitere Informationen sowie Auskünfte zu durchgeführten Projekten.

Detaillierte Informationen erhalten Sie auch auf unserer Website: www.deloitte.com/de/sport

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