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Fertigungsindustrie: positive Perspektive

Deloitte-Report zu aktuellen Trends zeigt Optimismus, jedoch keinen Beschäftigungsaufbau

München, 21. Mai 2014 – Der Deloitte-Report „9 Manufacturing Trends – Ausblick Frühjahr 2014“ zeigt: Die Fertigungsindustrie in Deutschland ist wieder zuversichtlicher.

Sie erwartet vor allem im Ausland Umsatzwachstum und plant auch einen Ausbau der Binnenkapazitäten. Investiert werden soll in Innovation und Forschung, aber auch in Rationalisierungsmaßnahmen – nach wie vor bleiben allerdings die Investitionsvolumina hinter den Umsatzerwartungen zurück. Kostensenkung spielt bei den Planungen eine große Rolle. Abseits dessen gibt sich die Manufacturing-Industrie deutlich risikobewusster als andere Branchen – besonders risikobehaftet ist neben den Energiekosten die Nachfrageentwicklung. Die größte Herausforderung sehen die CFOs in den aufstrebenden Märkten.

„Der Deloitte Confidence Index zeigt: Die CFOs der Fertigungsindustrie sind deutlich optimistischer als noch vor einiger Zeit“, kommentiert Thomas Döbler, Partner und Leiter Manufacturing bei Deloitte. Hiernach hat die Fertigungsindustrie zur restlichen Wirtschaft aufgeschlossen, jedoch ist sie weniger zuversichtlich. So liegt die Einschätzung zum Wirtschaftsumfeld im Frühjahr 2014 bei +41 gegenüber +57 bei der restlichen Wirtschaft. Beim Unternehmenswachstum lauten die Werte +34 gegenüber +35.

Hoffnung China

Bei den Geschäftsaussichten kehrt sich das Verhältnis um: In der Fertigungsindustrie stiegen sie im Frühjahr 2014 zum dritten Mal in Folge – seit dem zweiten Halbjahr 2013 sogar um 27 Prozentpunkte auf nunmehr 43 Prozent. Damit liegt der Wert der Fertigungsindustrie erstmals weit über dem der restlichen Wirtschaft (33%). 

Knapp zwei Drittel der CFOs der Fertigungsindustrie rechnen mit steigenden Umsätzen. Immerhin ein Drittel erwartet auch steigende Margen. Wachstum kommt vor allem aus China – die übrige Wirtschaft sieht es dagegen in Inland. 

Investitionen: Luft nach oben

Die Umsätze werden steigen – die Investitionen jedoch nicht mithalten. So liegen die Prognosen der Manufacturing-CFOs mit 16 Prozent ganze 17 Prozentpunkte hinter der übrigen Industrie. Die Erwartung bezüglich steigender Beschäftigtenzahlen bewegt sich sogar im Negativbereich. Wenn investiert wird, dann in Produktinnovationen und in Rationalisierungsmaßnahmen – Kostensenkungen spielen eine zentrale Rolle. Dennoch wollen 44 Prozent ihre deutschen Produktionsstandorte ausbauen.

Chancen, Risiken und Herausforderungen

Herausforderungen sehen die Befragten in den Emerging Markets und in der Ressourcenknappheit – mehr als die anderen Branchen. Der demografische Wandel hingegen spielt keine so große Rolle, ebenso wenig die fortschreitende Digitalisierung. 

Die CFOs der Manufacturing-Industrie fürchten zu 58 Prozent steigende Energiekosten und zu 52 Prozent eine schwächere Auslandsnachfrage. Je 42 Prozent halten steigende Lohnkosten, eine schwächere Inlandsnachfrage und steigende Rohstoffkosten für besonders problematisch. Zum Vergleich: Bei der restlichen Wirtschaft stellen eine schwächere Inlandsnachfrage (42%), steigende Lohnkosten (36%) und ein möglicher Fachkräftemangel (35%) die größten Risiken dar. Dabei befürchten auch 36 Prozent der Manufacturing-CFOs einen künftigen Fachkräfteengpass.

CFO als Business Partner

Ihre eigene Rolle sehen die CFOs zunehmend im strategischen Bereich. Fast drei Viertel halten strategisches Denken für die wichtigste Kernkompetenz. Für 64 Prozent ist ein tiefes Verständnis der Industrie ausschlaggebend, für 62 Prozent die Fähigkeit zum Netzwerken. 54 Prozent setzen auf überdurchschnittliche Kommunikationsfähigkeit, 46 Prozent auf überdurchschnittliche Durchsetzungskraft.

„Führungskompetenzen sind wichtiger als Fachkenntnisse, die reine Finanzfunktion ist Schnee von gestern: CFOs müssen heute Strategen mit Führungskompetenzen sein, um ihre Position wirklich ausfüllen und den Erwartungen gerecht werden zu können“, resümiert Thomas Döbler.

Den kompletten Report finden Sie hier zum Download.

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