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Wachstum bis 2020 im Visier

Deloitte-Studie zeigt: Deutsche Unternehmen wollen Cash-Reserven für Wachstum nutzen

München, 16. September 2014 – Wie kann Wachstum nach Europa zurückkehren und europäische Unternehmen ihre in den letzten Jahren angesammelten Cash-Reserven am besten einsetzen?

Die Deloitte-Studie „Cash to growth – Pivot point“ hat Manager von 271 Großunternehmen in 14 EMEA-Ländern befragt. Danach haben Investitionen für sechs von zehn Führungskräften Priorität – für deutsche Unternehmen steht hierbei das Thema Mitarbeiter im Vordergrund. Insgesamt bleibt Europa für EMEA der bedeutendste Markt, deutsche Firmen orientieren sich jedoch immer noch stark nach China.

„Die Cash-Reserven der börsennotierten europäischen Unternehmen liegen mittlerweile bei fast 1 Billion Euro – ob und wie Unternehmen diese Reserven für Wachstum einsetzen, wird ein zunehmend entscheidender Faktor für ihre eigene Wettbewerbsfähigkeit und die europäische Konjunktur“, erklärt Dr. Alexander Börsch, Leiter Research Deloitte Deutschland.

Investitionen zunehmend auf der Unternehmensagenda

Knapp 60 Prozent der Unternehmen in der EMEA-Region planen, vorhandene Cash-Reserven zu investieren bzw. an ihre Aktionäre auszuschütten. Ein Drittel will das verfügbare Kapital für die weitere Stärkung der Finanzposition des Unternehmens nutzen. In Deutschland sind die Unternehmen etwas defensiver eingestellt: 43 Prozent der Unternehmen sieht eine weitere Stärkung der Finanzposition vor, 54 Prozent planen primär zu investieren bzw. Cash-Reserven an ihre Aktionäre auszuschütten. Über die Hälfte der EMEA-Unternehmen definiert Wachstum als Top-Priorität, 20 Prozent fokussieren sich auf Innovationen.

In Deutschland setzen bei den Investitionen 58 Prozent der Unternehmen auf Wachstum und 21 Prozent auf Innovationen. Ein Drittel der deutschen Unternehmen will bis Ende 2015 mit größeren Investitionen aktiv werden, während sich die Konzerne im gesamten EMEA-Raum etwas mehr Zeit lassen – in Deutschland ist der Investitionsstau aber auch besonders hoch.

Investitionen in Mitarbeiter haben Priorität

Primäre Investitionsziele innerhalb der nächsten zwölf Monate sind im gesamten EMEA-Raum für je etwa 70 Prozent die Expansion in neue Märkte sowie die Mitarbeiter. Knapp zwei Drittel wollen zudem für neue Technologien Geld ausgeben. 50 Prozent planen aber auch Investitionen in Anlagegüter. Auf deutscher Seite wollen sogar drei Viertel der Befragten Mitarbeiter-Trainings voranbringen. Für 67 Prozent stehen neue Märkte im Vordergrund, 58 Prozent konzentrieren sich auf neue Technologien. Die Investitionen in Mitarbeiter sind insbesondere vor dem Hintergrund der alternden Gesellschaft in Deutschland und der schleppenden Produktivitätsdynamik erfolgskritisch.

EU und China primäre Investitionsziele

Die entscheidenden Märkte liegen für die meisten EMEA-Unternehmen nach wie vor im europäischen Raum: 35 Prozent wollen hier investieren, 42 Prozent sehen die EU auch 2017 noch als wichtigsten Markt, gefolgt von Nordamerika und China.

Wollen sich in EMEA knapp über die Hälfe der Konzerne auf bereits bestehende, 32 Prozent hingegen auf neue Auslandsmärkte konzentrieren, so liegt der erste Wert für Deutschland bei fast zwei Dritteln, der zweite hingegen nur bei 29 Prozent. Für deutsche Unternehmen steht China im Investitionsfokus, sowohl für Unternehmen, die bereits dort vertreten sind wie auch für solche, die neue Auslandsmärkte erschließen. Damit setzt die „Chinafizierung“ der deutschen Unternehmen – die in den letzten Jahren sprunghaft gestiegene Bedeutung Chinas als Handelspartner und Investitionsstandort – fort.

„Mit der Expansion in neue Märkte sowohl in aufstrebende als auch in Industrieländer, neuen Technologien sowie Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen verfolgen die Unternehmen einen dreiteiligen Ansatz. 90 Prozent planen bis ins Jahr 2020. Sie sollten jetzt verstärkt über den Einsatz eines Chief Growth Officer nachdenken, um die verschiedenen Wachstumsinitiativen konsistent zu entwickeln und zu bündeln und ihre eigenen Wachstums-Kapazitäten einem gründlichen Review unterziehen“, schließt Dr. Alexander Börsch.

Download der Studie

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