CFO Survey 2015

Pressemitteilungen

Industrie hofft auf Wachstum im US-Markt

Deloitte CFO Survey: Fertigungsbranche blickt in unsicheren Zeiten nach Nordamerika

München, 26. November 2015 – Der US-Markt als Motor der Weltwirtschaft, darauf setzen die deutschen Produktionsfirmen.

Inhaltsübersicht

Das zeigt eine Auswertung des Deloitte CFO Survey Herbst 2015 für die Fertigungsindustrie mit 55 Großunternehmen. Aufgrund internationaler Krisen und Entwicklungen nehmen die Sorgen zu. Das Unsicherheitsniveau und die Geschäftsaussichten erreichen dabei ähnlich negative Werte wie zuletzt im Krisenjahr 2012. Auch in puncto Beschäftigung und Investitionen blicken die Unternehmen pessimistischer in die Zukunft. Trotz der abnehmenden Zuversicht bleiben die Umsatzerwartungen bei fast 70 Prozent der Befragten nahezu stabil. Hoffnungsträger ist der US-Markt, für den 42 Prozent von einem hohen Umsatzwachstum ausgehen. Gleichzeitig rückt Nordamerika auf Platz eins der Investitionsziele (31%) und verdrängt damit Deutschland auf Platz zwei (25%). China und die aufstrebenden Märkte fallen parallel dazu deutlich zurück.

„In den USA führen Reindustrialisierung und niedriger Eurokurs zu einer steigenden Nachfrage nach Technik und Know-how aus Deutschland. Ein Hauptantrieb dafür sind die niedrigen Energiekosten, die einen hohen Wettbewerbsvorteil für dortige Produktionsstandorte schaffen. Auch wenn deutsche Unternehmen kurzfristig ordentlich davon profitieren, müssen sie mittel- und langfristig darauf reagieren. Um mit den niedrigeren Kosten mitzuhalten, müssen sie ihre Produktivität weiter optimieren und erhöhen“, sagt Thomas Döbler, Partner und Leiter Manufacturing bei Deloitte.

Hausaufgaben machen

Mehr als die Hälfte der Fertigungsunternehmen bewerten das aktuelle Niveau der Unsicherheiten als hoch beziehungsweise sehr hoch. Viele haben bereits darauf reagiert und setzen auf weniger Risiko sowie eine weitere Optimierung der Prozesse. Für 80 Prozent stehen Kostensenkungen an erster Stelle und fast die Hälfte plant, den operativen Cashflow zu erhöhen. Insgesamt agieren die Unternehmen defensiver, wobei die Ursachen jedoch weniger in einer strategischen Kehrtwende, sondern vielmehr in erhöhten Sicherheitsmaßnahmen zu suchen sind.

Auf internationale Risiken vorbereiten

Die deutschen Fertigungsunternehmen treiben dabei vor allem internationale Entwicklungen um: Fast drei Viertel fürchten eine schlechtere Auslandsnachfrage, insbesondere aus China und den aufstrebenden Märkten. Weitere Sorgen sind für die meisten geopolitische Gefahren und Wechselkursrisiken. Binnenwirtschaftliche Faktoren wie schwächere Inlandsnachfrage, steigende Lohnkosten und Fachkräftemangel sind nur für rund ein Drittel Grund für schlaflose Nächte. Instabilitäten im Finanzsystem und höhere Energiekosten stellen nur noch für wenige eine echte Bedrohung dar.

Finanzentscheider stärken Position

Um sich für die kommenden Herausforderungen und Aufgaben zu wappnen, richten sich die Finanzverantwortlichen der Produktionsbetriebe strategisch aus. Ganz oben steht für die Mehrheit, sich als Business Partner zu positionieren. Sie setzen zudem auf die Optimierung bei Planung und Forecasting, immerhin 40 Prozent leiten dafür grundlegende Veränderungen ein. Ein entscheidender Punkt ist dabei, die Zusammenarbeit mit anderen Bereichen weiter voranzutreiben.

„Mit Blick auf TTIP und CETA kann sich die US-Orientierung der deutschen Fertigungsindustrie zusätzlich auszahlen. Dafür brauchen die Unternehmen neben klaren Vorgaben für die Kostensenkung eine weitere Prozessoptimierung von der Planung über die Fertigung bis zum Aftersales. Data Analytics schafft dort die größten Sprünge und unterstützt präzise Vorhersagen, eine bessere Auslastung und Taktung der Produktion sowie Mehrwertleistungen für die Abnehmer. Dort müssen die Unternehmen und insbesondere die CFOs ansetzen“, so Thomas Döbler.

Über Deloitte

Deloitte erbringt Dienstleistungen in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Corporate Finance und Consulting für Unternehmen und Institutionen aus allen Wirtschaftszweigen; Rechtsberatung wird in Deutschland von Deloitte Legal erbracht. Mit einem weltweiten Netzwerk von Mitgliedsgesellschaften in mehr als 150 Ländern verbindet Deloitte herausragende Kompetenz mit erstklassigen Leistungen und unterstützt Kunden bei der Lösung ihrer komplexen unternehmerischen Herausforderungen. Making an impact that matters – für mehr als 220.000 Mitarbeiter von Deloitte ist dies gemeinsames Leitbild und individueller Anspruch zugleich.

Deloitte bezieht sich auf Deloitte Touche Tohmatsu Limited („DTTL“), eine „private company limited by guarantee“ (Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach britischem Recht), ihr Netzwerk von Mitgliedsunternehmen und ihre verbundenen Unternehmen. DTTL und jedes ihrer Mitgliedsunternehmen sind rechtlich selbstständig und unabhängig. DTTL (auch „Deloitte Global“ genannt) erbringt selbst keine Leistungen gegenüber Mandanten. Eine detailliertere Beschreibung von DTTL und ihren Mitgliedsunternehmen finden Sie aufwww.deloitte.com/de/UeberUns.

© 2015 Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.

Fanden Sie diese Information hilfreich?