Student Banking Survey 2015

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Finanzinstitute weiter mit Nachwuchssorgen

Deloitte-Studie: Einsatz für Jobattraktivität gefordert

Frankfurt/München, 19. November 2015 – Neben verschärfter Regulierung und Wettbewerb fordert der Kampf um Spitzenkräfte die Finanzbranche heraus.

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Aktuell sehen 7 Prozent der deutschen Wirtschaftsstudenten Geldinstitute unter den Top 5 der attraktivsten Arbeitgeber, so der „Student Banking Survey 2015“ von Deloitte. Insgesamt konnte die Industrie damit den dritten Platz hinter Arbeitgebern aus dem Automotive- und Consumer-Goods-Bereich zurückerobern. Jedoch interessieren sich Absolventen mit Gründer- und Unternehmergeist, die kreativ arbeiten wollen, weniger für Finanzhäuser als ihre Kommilitonen. Im Wettbewerb mit der in Deutschland sehr starken Automobilindustrie, den national und international aufsteigenden Googles und Apples sowie aufstrebenden FinTechs sind gerade diese Fähigkeiten gefragt. Wollen sich Banken auch bei ihnen als interessante Arbeitgeber positionieren, müssen sie auf veränderte Bedürfnisse der Studenten eingehen. Gesucht werden eine gute Work-Life-Balance, intellektuell herausfordernde Aufgaben und ein innovatives, unternehmerisches Umfeld.

„Investitionen und Maßnahmen zur Erhöhung der Jobattraktivität zeigen langsam Wirkung. In einer ausdifferenzierten Arbeitgeberlandschaft ist ein dritter Platz sicher nicht schlecht. Dennoch müssen sich Banken weiter um den Nachwuchs bemühen. Gerade in der aktuellen Situation brauchen sie die besten Köpfe. Sie stehen vor anspruchsvollen Aufgaben wie Digitalisierung, zunehmenden regulatorischen Anforderungen sowie aufsichtsrechtlichen Veränderungen.“, so Hans-Jürgen Walter, Partner und Leiter Financial Services Industry bei Deloitte.

Womit die Finanzindustrie punkten kann: Auf der einen Seite sehen Studenten mit Banktendenz gut 14 Prozent, im Investmentbanking sogar 20 Prozent, höhere Einkommen. Auf der anderen Seite müssen die Finanzinstitute noch stärker auf die Bedürfnisse aller Wirtschaftsabsolventen  eingehen: Rund die Hälfte von ihnen sucht nach Aufstiegschancen in Führungsaufgaben. Fast 60 Prozent ist eine Ausgewogenheit von Beruf und Freizeit wichtig. Etwa 40 Prozent sucht anspruchsvolle Aufgaben, gefolgt von internationalen Karrierechancen bei gut einem Drittel. Für 30 Prozent sind schließlich ein kreatives Umfeld und Unternehmertum entscheidend. Banken stehen dabei verstärkt in Konkurrenz mit FinTechs, wie „The Future of Financial Services“ von Deloitte und dem World Economic Forum zeigt. Neue Marktteilnehmer machen ihnen Anteile streitig – von Retailbanking über Investmentmanagement bis hin zum Kapitalmarktgeschäft

„Viele Banken haben bereits begonnen, ihre Attraktivität als Arbeitgeber durch gezielte Initiativen zu steigern. Den Wettbewerb um die besten Köpfe können die Banken noch deutlicher zu ihren Gunsten beeinflussen, indem sie weiterhin in ein kreatives und innovatives Umfeld investieren und ihr Image als attraktiver Arbeitgeber mit anspruchsvollen Aufgaben, Entwicklungsmöglichkeiten sowie der Vereinbarkeit von Beruf und Freizeit weiter entwickeln“, sagt Hans-Jürgen Walter.

Den Bericht „The Future of Financial Services“ finden Sie hier zum Download.

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