HDAX 110 Unternehmenstransaktionen

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Euroraum und Nordamerika im Fokus

Deloitte-Studie bietet Einblicke in Unternehmenstransaktionen im HDAX

Düsseldorf/München, 28. Mai 2015 – Akquisitionen und Veräußerungen der 110 HDAX-Unternehmen sind 2014 im Vergleich zum Vorjahr deutlich angestiegen.

Inhaltsübersicht

Das zeigt der „M&A Report – HDAX 110“ von Deloitte, der die Unternehmenstransaktionen zwischen 2005 und 2014 untersucht. Die aktivste Branche bei Zu- und Verkäufen ist der Finanzsektor, gefolgt von Pharma & Healthcare sowie dem IT-Sektor. Europa bleibt im Fokus der Firmen, darauf folgen Ziele in Nordamerika. Die BRICS-Staaten sind mit nur sechs Prozent deutlich seltener an Transaktionen der HDAX-Unternehmen beteiligt. Positive Wachstumsprognosen und hohe DAX-Kurse schaffen eine gute Basis für zukünftige M&A-Planungen.

„Der Anstieg der M&A-Aktivitäten im Jahr 2014 ist das Resultat der guten Wirtschaftslage in Deutschland und der hohen Liquidität in den Finanzmärkten“, erklärt Andreas Faulmann, Partner Corporate Finance bei Deloitte. „Momentan sieht es nach einer Fortsetzung dieses Trends aus. Ob die Erholung am Transaktionsmarkt nachhaltig ist, hängt aber auch davon ab, wie sich die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Euroraum weiterentwickeln.“ 

Tiefpunkt überwunden

Die Zahl der Transaktionen ist nach einem sehr aktiven Jahr 2007 im Rahmen der Finanz- und Wirtschaftskrise deutlich gesunken. In den Jahren 2009 und 2013 beteiligten sich die HDAX-Unternehmen im bislang geringsten Umfang an Transaktionen. Im vergangenen Jahr ist hier jedoch wieder ein deutlicher Anstieg zu beobachten. 

Aktiver Finanzsektor

Firmen aus den Bereichen Finanzen, Versicherungen und Immobilien tätigen die meisten Transaktionen, wobei der hohe Immobilienanteil das Gesamtbild verzerrt. Im Branchenvergleich weisen der Pharma-&-Healthcare-Sektor sowie die IT-Branche ein deutliches Plus bei Akquisitionen auf. Telekommunikationsunternehmen und Energieversorger vollziehen hingegen deutlich mehr Firmenverkäufe. 

Schlüsselregion Europa

Die meisten Transaktionen tätigen hiesige Unternehmen innerhalb Deutschlands. Insgesamt haben 30 Prozent der M&A-Aktivitäten nationale Ziele. Dabei überwiegen die Verkäufe, da viele veräußerte Unternehmensteile eine inländische Führungsgesellschaft aufweisen. Weitere 39 Prozent der Transaktionen haben europäische Länder zum Ziel, vorrangig Großbritannien und Frankreich. Außerhalb Europas steht Nordamerika mit knapp 17 Prozent aller durchgeführten Transaktionen als Region klar im Fokus der Aktivitäten. Dagegen erscheint die Anzahl der M&As in BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China, Südkorea) mit insgesamt etwas mehr als sechs Prozent eher niedrig. Circa 30 Prozent der Transaktionen in den BRICS-Staaten entfallen auf Russland. 

„Das relativ geringe Niveau der Zielunternehmen in BRICS-Staaten ist für viele überraschend. Es verdeutlicht, dass Transaktionen in diesen Ländern immer noch schwierig durchzuführen sind“, so Andreas Faulmann. „Bedenkt man, dass aktuell kaum M&A-Aktivitäten in Richtung Russland durchgeführt werden, so ist nicht zu erwarten, dass sich dieser Wert 2015 wesentlich erhöht.“

Über Deloitte

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