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Risk Management fokussiert auf Reputationsrisiken

Deloitte-Studie zeigt Umgang mit Reputationsrisiken in Unternehmen

Stuttgart/München, 11. November 2014 – Reputationsrisiken gehören zu den größten Unternehmensrisiken: Die Verantwortung für den Ruf eines Unternehmens liegt bei den Führungskräften.

Inhaltsübersicht

Die Mehrheit der Unternehmen glaubt, sie besäßen derzeit einen überdurchschnittlich guten Ruf. In der vernetzten Welt sozialer Medien ist die positive Unternehmensreputation schnell dahin, die negativen Folgen können jedoch durch kompetentes Management begrenzt werden. Größten Einfluss haben allerdings die Kunden. Die öffentliche Meinung wirkt sich wiederum auf den Börsenkurs sowie den direkten Umsatz aus. Gleichzeitig sehen die Unternehmensführer Verbesserungspotenziale bei ihren Reputation-Risk-Strategien und planen Investments in das Reputation Risk Management. Der „Reputation@Risk Survey“ befragte mehr als 300 Unternehmensvertreter der Führungsebene – ein Drittel stammt aus dem EMEA-Raum.

„Mehr als ein Viertel des Unternehmenswertes wird an der Reputation festgemacht“, erklärt Dr. Hans Röhm, Partner Enterprise Risk Services (ERS) bei Deloitte. „Daher erkennen viele Unternehmen Reputationsrisiken als größte Gefahr für ihr Geschäft. Aktives und durchdachtes Reputation Risk Management kann verhindern, dass ein Unternehmen in Verruf gerät und von den gravierenden Folgen in Mitleidenschaft gezogen wird.“

Reputation gehört zur Business-Strategie

Die meisten Befragten, besonders in Asien und im EMEA-Raum, stufen die Bedeutung von Reputation Risk Management als sehr hoch ein. 87 Prozent bewerten Reputationsrisiken als „wichtiger“ oder „viel wichtiger“ im Vergleich zu anderen strategischen Risiken. 88 Prozent geben an, sich auf Reputation Risk Management zu konzentrieren, sodass das Vorgehen gegen Reputationsrisiken in die Business-Strategien integriert wird.

Chef-Etage in der Verantwortung

Die Geschäftsführung muss Reputationsrisiken managen – bei mehr als einem Drittel kümmert sich darum der CEO persönlich. Ist dies nicht der Fall, liegt die Verantwortung meist beim Chief Risk Officer (21%), dem Vorstand (14%) oder dem CFO (11%). Die wichtigsten Einflussnehmer auf das Reputation Risk Management sind aber die Kunden. Im EMEA-Raum geben 76 Prozent sie als bedeutend an – der weltweite Durchschnitt liegt sogar höher (81%). Neben den Kunden sind vor allem Regierungen und Behörden (75%) sowie Senior-Mitglieder der Geschäftsführung (68%) von Bedeutung. Die hohe Bewertung der Kundenmeinung wird durch den zunehmenden Einfluss sozialer Medien und die sekundenschnelle Nachrichtenverbreitung getrieben.

Weltweit sehen Befragte, die bereits einmal Reputationskrisen ausgesetzt waren, die gravierendsten Folgen bei Umsatzeinbußen und dem Verlust des Markenwerts (je 41%). In EMEA wird der Einbruch des Börsenkurses mit 42 Prozent als schwerwiegendste Folge angesehen – gefolgt von sinkendem Markenwert (35%) und behördlichen Untersuchungen (34%).

Verbesserungsmöglichkeiten

Mehr als drei Viertel glauben, der Ruf ihres Unternehmens sei überdurchschnittlich positiv. Gleichzeitig sind 39 Prozent der Überzeugung, ihre Reputation-Risk-Strategie sei nur durchschnittlich oder noch nicht ausgereift. Lediglich 19 Prozent geben der eigenen Strategie die Bestnote. Am gründlichsten vorbereitet zu sein, meinen sie, auf Risiken im direkten Einflussbereich, wie die Einhaltung von Vorschriften oder das Verhalten von Angestellten sowie des Managements. Unsicher sind sie hingegen bei Problemen mit Partnern, durch Konkurrenten oder unvorhergesehenen  Katastrophen.

Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen plant, Reputationsrisiken durch Investitionen in Analyse- und Monitoring-Technologien zu begegnen. Auch neue Positionen im Unternehmen zu schaffen, wie den Reputation Risk Officer, ist bei 51 Prozent auf dem Radar. Bereits heute investieren 31 Prozent der EMEA-Unternehmen in Szenarioanalysen. Künftig soll auch Krisenmanagement ein wichtiger Investitionsbereich werden.

„Die Unternehmen zeigen, dass kontinuierliche und durchdachte strategische Ansätze im Reputation Risk Management wichtig sind. Reputationsrisiken gehören zu den weltweiten Herausforderungen und bedürfen aktiver Szenarioplanung verbunden mit Echtzeit-Erkennung, um immer einen Schritt voraus zu sein“, sagt Dr. Hans Röhm.

Deloitte erbringt Dienstleistungen aus den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Consulting und Corporate Finance für Unternehmen und Institutionen aus allen Wirtschaftszweigen; Rechtsberatung wird in Deutschland von Deloitte Legal erbracht. Mit einem weltweiten Netzwerk von Mitgliedsgesellschaften in mehr als 150 Ländern und Gebieten verbindet Deloitte herausragende Kompetenz mit erstklassigen Leistungen und steht Kunden so bei der Bewältigung ihrer komplexen unternehmerischen Herausforderungen zur Seite. „To be the Standard of Excellence“ – für mehr als 200.000 Mitarbeiter von Deloitte ist dies gemeinsame Vision und individueller Anspruch zugleich.

Die Mitarbeiter von Deloitte haben sich einer Unternehmenskultur verpflichtet, die auf vier Grundwerten basiert: absolute Integrität, erstklassige Leistung, gegenseitige Unterstützung und kulturelle Vielfalt. Sie arbeiten in einem Umfeld, das herausfordernde Aufgaben und umfassende Entwicklungsmöglichkeiten bietet und in dem jeder Mitarbeiter aktiv und verantwortungsvoll dazu beiträgt, dem Vertrauen von Kunden und Öffentlichkeit gerecht zu werden.

Deloitte bezieht sich auf Deloitte Touche Tohmatsu Limited („DTTL“), eine „private company limited by guarantee“ (Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach britischem Recht), ihr Netzwerk von Mitgliedsunternehmen und ihre verbundenen Unternehmen. DTTL und jedes ihrer Mitgliedsunternehmen sind rechtlich selbstständig und unabhängig. DTTL (auch „Deloitte Global“ genannt) erbringt selbst keine Leistungen gegenüber Mandanten. Eine detailliertere Beschreibung von DTTL und ihren Mitgliedsunternehmen finden Sie aufwww.deloitte.com/de/UeberUns.

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