TMT Predictions 2017

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Zurück in die Zukunft?

2017 steht im Zeichen ultraschneller Netze, lernender Maschinen – und der Vinyl-Schallplatte

München, 11. Januar 2017 – Die Welt wird wieder zur Scheibe – jedenfalls, wenn es um Tonträger geht.

Inhaltsübersicht

Wie die aktuellen Deloitte TMT Predictions 2017 mit dem Titel „Digitale Evolution“ zeigen, feiert die Vinyl-Schallplatte mit einem erwarteten weltweiten Absatz von 40 Millionen Stück im Jahr 2017 ein echtes Comeback. Weitere wichtige Trends sind unter anderem die rückläufige Entwicklung bei Tablets sowie das Näherrücken der künftigen 5G-Mobilfunknetze, wobei konkrete Zwischenschritte bereits im kommenden Jahr einen Vorgeschmack auf das neue Geschwindigkeitsniveau geben werden. Eine ganz neue Dimension erhält im kommenden Jahr das maschinelle Lernen: Es findet dann bereits auf zahlreichen Smartphones unabhängig von Netzverbindungen statt. Nicht zuletzt schafft die sogenannte Blockchain neue Geschäftsmodelle im Netz.

„Knapp vier Jahrzehnte nach ihrer Ablösung durch die CD gewinnt die Vinyl-Schallplatte wieder auf breiter Front an Popularität. Die Gründe sind vielfältig: Neben purer Nostalgie und dem besonderen Klang fasziniert besonders das haptische Erlebnis der LP. Viele Verbraucher nehmen dafür die Nachteile, zum Beispiel beim Handling, gerne in Kauf“, erklärt Dr. Andreas Gentner, Partner und Leiter TMT EMEA bei Deloitte.

Vinyl: Wie Phönix aus der Asche
Nachdem die Vinyl-Schallplatte im Grunde von der Bildfläche verschwunden war, ist seit einer Weile eine erstaunliche Renaissance zu beobachten. Im Jahr 2017 wird die Zahl der weltweit verkauften Tonträger bei 40 Millionen liegen. Mittlerweile ist die LP ein klares Premium-Produkt, das sich mit einem durchschnittlichen Preis von 20 Euro an echte Fans wendet. Nachdem diese in den vergangenen Jahren immer zahlreicher wurden, erreicht das Wachstum 2017 einen vorläufigen Höhepunkt, um dann in der Folgezeit wieder etwas nachzulassen. Bis dahin werden Vinyl-Platten etwa 15 bis 18 Prozent aller verkauften physischen Tonträger ausmachen.

Tablets: Der Anfang vom Ende?
Ein gegenteiliger Trend zeigt sich beim Tablet: Seine Verbreitung hatte zuletzt bereits ein Plateau erreicht, 2017 gehen die Verkaufszahlen nun deutlich zurück. Gerechnet wird mit etwa 160 Millionen weltweit abgesetzten Geräten – ganze 10 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Gründe liegen auf der Hand: Der Trend zu immer größeren Smartphones und leichteren Laptops macht Tablets zunehmend überflüssig, zumal ein spezifischer Use Case fehlt. Die vergleichsweise lange Lebensdauer der Geräte verhindert zudem einen Austausch in kürzeren Zyklen. Es bräuchte neue, innovative Features sowie eine spürbar bessere Performance, um die Verkäufe wieder anzukurbeln.

5G: Schrittweise zum neuen Standard
2017 wird im Hinblick auf die Realisierung des 5G-Mobilfunkstandards ein entscheidendes Jahr. Der Weg führt hierbei über optimierte 4G-Netze, die bereits 5G-Komponenten enthalten. Die wesentlichen Zwischenstufen sind LTE Advanced und LTE Advanced Pro. Ende 2017 betreiben über 200 Carrier solche Netze. Bis zum Start von 5G ist es jedoch noch ein langer Prozess mit vielen Zwischenstationen. Vor 2020 ist nicht mit einer Markteinführung in größerem Stil zu rechnen. Bis dahin könnte sich LTE Advanced Pro bereits zur echten Alternative zum traditionellen Festnetz entwickelt haben.

Maschinelles Lernen: Raus aus der Cloud
Lernende Maschinen sind in Zeiten intelligenter Sprachassistenten und Übersetzungsprogramme nichts Ungewöhnliches mehr. Neu ist ihre Unabhängigkeit von Datennetzen. Im Jahr 2017 wird etwa ein Fünftel aller neu gekauften Smartphones Machine Learning-Kapazitäten an Bord haben – ein Novum, denn bislang fand maschinelles Lernen ausschließlich cloudbasiert statt. Neue, leistungsfähigere CPUs, GPUs sowie frei programmierbare Schaltkreise und Software-Emulatoren erlauben ein OnboardLearning der Handhelds. Smartphones rücken so immer stärker ins Zentrum datenzentrierter Geschäftsmodelle. Auch anderenorts wird maschinelles Lernen möglich: Drohnen, VR-Brillen oder IoT-Hardware entwickeln sich bis 2020 vermutlich zu Gerätekategorien, für die maschinelles Lernen zur Selbstverständlichkeit gehört.

Blockchain: Transparente und sichere Transaktionen
Auch die Blockchain, eine dezentrale, chronologisch aktualisierte Datenbank zur digitalen Verbriefung von Eigentumsrechten, wird das TMT-Jahr 2017 prägen. Der Schwerpunkt liegt hier zwar weiterhin im Finanzbereich, jedoch definieren auch TMT-Unternehmen in den kommenden Monaten geeignete Einsatzfelder und starten erste Blockchain-Pilotprojekte. Konkrete Anwendungsszenarien sind die transparentere Content-Nutzung im Medienbereich sowie einfachere Prozesse beim Paid Content durch ein blockchainbasiertes Micropayment.

„Die Blockchain hat für zahlreiche Industrien ein disruptives Potenzial. Auch und besonders innerhalb der Medien- und Telekommunikationsbranche wurden bereits zahlreiche Chancen und Risiken der neuen Technologie erkannt. Immer mehr TMT-Unternehmen haben daher die Blockchain 2017 auf ihrer Agenda“, schließt Gentner.

Die komplette Studie finden Sie hier zum Download.

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