Social Progress Index 2017

Article

Social Progress Index 2017

Deutschland klettert in sozialem Ranking

In Kooperation mit Deloitte hat die NGO Social Progress Imperative erneut den weltweiten sozialen Fortschritt gemessen. Der Social Progress Index zeigt auch in diesem Jahr einen leichten Aufwärtstrend. Deutschland steht dabei in allen relevanten Kategorien an der Weltspitze.

Deutschland in Spitzengruppe vertreten

Gemeinsam mit Deloitte hat die NGO Social Progress Imperative zum vierten Mal die weltweite Entwicklung unter sozialen Gesichtspunkten untersucht. Der Social Progress Index (SPI) verzeichnet auch dieses Jahr einen leichten Aufwärtstrend. Nordeuropäische Länder führen die Rangliste an. Dänemark belegt im Ranking Platz 1, gefolgt von Finnland, Island sowie Norwegen. Deutschland ist erstmals mit Rang 13 und einem Score von 88,50 in der Spitzengruppe mit dem höchsten sozialen Wachstum vertreten. Im Vergleich zum Vorjahr konnte sich die Bundesrepublik damit um zwei Plätze verbessern. 

Optimierungspotenzial bei Gesundheit und Bildung

Trotz des positiven Gesamtergebnisses liegt Deutschland in einigen Kategorien unter dem zu erwartenden Wert. Vor allem im Gesundheitsbereich und beim Zugang zu hochqualifizierenden Bildungseinrichtungen wird Optimierungspotenzial deutlich, wenn man das BIP mit dem Grad des sozialen Fortschritts in Relation setzt. Auch wenn Deutschland in Bezug auf gesellschaftliche Toleranz und Inklusion einen großen Sprung nach vorne machen konnte, bleibt Handlungspotenzial vorhanden, um den Abstand zur Spitze des Ranking weiter zu verringern.

Minimaler Aufschwung im globalen Gesamtergebnis

Auch mit Blick auf das Gesamtergebnis gibt es trotz des globalen sozialen Fortschritts (2017: 64,85 vs. 2016: 62,88 Punkte) je nach Region starke Unterschiede in Ausprägung und Geschwindigkeit der Entwicklungen. Vor allem in Zentralafrika oder Krisenregionen wie Afghanistan liegen die Werte deutlich unter dem Durchschnitt. Insbesondere der verbesserte Zugang zu Information, Kommunikation und Bildung fördern hier den Fortschritt. 

Nachfolgende Grafik beschreibt die Ergebnisse des SPI übertragen auf eine repräsentative Stichprobe der teilnehmenden Länder:

Social Progress Index 2017 Infografik
Klicken Sie auf das Bild, um es in einer höheren Auflösung zu sehen

Soziale und ökologische Faktoren ausschlaggebend

In Bezug auf insgesamt 50 soziale und ökologische Faktoren wurden dieses Jahr 128 Länder für den SPI analysiert. Zu den Hauptkategorien zählen dabei u.a. „Grundlagen des Wohlbefindens“, „menschliche Grundbedürfnisse“ und „Chancen und Möglichkeiten“. Bei der Analyse werden hierbei Faktoren wie persönliche Sicherheit und Freiheit, die Verfügbarkeit von leistbarem Wohnraum oder Bildungsmöglichkeiten. 

Ganzheitliche Analyse im Vergleich zum BIP

Seit 2013 wird der Social Progress Index (SPI) jährlich von der NGO Social Progress Imperative in Kooperation mit Deloitte herausgegeben. Der SPI stellt eine Ergänzung des BIP und anderer ökonomischer Indikatoren dar und bietet weltweit den umfassendsten Rahmen zur Messung von sozialer Fortschrittlichkeit. Außerdem ist der SPI der erste Index, der die soziale Entwicklung unabhängig vom BIP bewertet. Stärken und Schwächen der gesellschaftlichen Entwicklung sollen mit Hilfe des SPI aufgedeckt und so Verbesserungspotenziale identifiziert werden. Dabei wird die Leistung der Länder nicht nur aus ökonomischer Perspektive, sondern unter einem ganzheitlichen Gesichtspunkt beurteilt.

Den kompletten Report finden Sie hier zum Download. 

Lesen Sie mehr: 

Corporate Social Responsibility – Den Leitfaden zur neuen Berichtspflicht finden Sie hier.