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EPoC - European Powers of Construction 2015

Aufbau Europa: Baubranche weiter im Vorwärtsgang

Der jährliche Report von Deloitte gibt Anlass zum Optimismus

Zusammenfassung

Die von der Finanzkrise schwer getroffene Baubranche erholt sich auch weiterhin sukzessive mit moderatem Tempo. Dies zeigt auch der Deloitte-Report „European Powers of Construction“ für das Jahr 2015, der Anlass zum Optimismus gibt und auch künftig mit einer insgesamt positiven Entwicklung rechnet. 

Im Report werden Strategien und Performance der großen europäischen Bauunternehmen uhnter anderem auf Gewinn, Marktanteil, Internationalisierung untersucht. Die gesamte Studie finden Sie nebenstehend zum Download. 

Zentrale Ergebnisse

Gesamtinvestitionen in Bauprojekte steigen – Deutschland vorne

Die guten Aussichten für die Branche beruhen auch auf den anstehenden Investitionen, obwohl hier der Stand vor der Finanzkrise noch lange nicht wieder erreicht ist. Nur in Deutschland, Schweden, Polen und Belgien sind die Investitionen in Bauleistungen über die Zeit von 2007 bis 2015 nachhaltig angestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Gesamtinvestitionen in Europa um 5 Prozent auf 1,4 Billionen Euro, wobei Deutschland vor Frankreich und Großbritannien den größten Markt bildet.

 

Mehr Internationalisierung – Risiken inklusive

2015 wurden 52 Prozent der Leistung der 20 größten EU-Bauunternehmen außerhalb der eigenen Landesgrenzen erbracht. Damit liegt der Internationalisierungsgrad um neun Prozentpunkte höher als 2014. Vom internationalen Geschäft versprechen sich die Baukonzerne mehr Chancen als von einer Beschränkung auf den Heimatmarkt – müssen sich de facto aber mit geringeren Profiten zufrieden geben. So ist die durchschnittliche EBITDA-Marge um ganze 4,5 Prozentpunkte niedriger: ein Trend, der schon länger zu beobachten ist und sich sogar verstärkt hat.

 

Weniger Diversifizierung – trotz höherer Margen

Der Diversifizierungsgrad jedoch unterschreitet mit 24,3 Prozent Leistungsanteilen abseits des Kerngeschäfts den Wert des Vorjahres um fünf Prozentpunkte. Die Gründe sind vielfältig. Dennoch bleibt ein diversifiziertes Geschäft nicht zuletzt aufgrund der in der Baubranche traditionell geringen Margen attraktiv. Wie der Report zeigt, liegt die EBIT-Marge bei diversifizierten Unternehmen mit 7,1 Prozent höher als bei jenen, die sich hauptsächlich auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren – sie kommen nur auf einen Schnitt von 5,4 Prozent.

 

Unternehmensfinanzen im grüne(re)n Bereich

Das Jahr 2015 brachte mehrheitlich positive finanzielle Ergebnisse für die 20 größten Unternehmen der Baubranche. Die Profitabilität lag bei durchschnittlich 9 Prozent, die aggregierten Umsätze stiegen um 5, das aggregierte EBIT um 4 und der Reinertrag um 13 Prozent. Zudem konnten die Konzerne ihren Verschuldungsgrad um 14 Prozent verringern und damit das Verhältnis von Netto-Schuldenquote zu EBIT deutlich verbessern. Auch das Verhältnis von Unternehmenswert zu EBITDA stieg von 7,8 im Jahr 2014 auf 8,3.

 

Chinesen weltweit Nr. 1

So groß die europäischen Spitzenreiter der Top 50 auch sein mögen – an die Chinesen reichen sie nicht heran. Die vier weltweit größten Konzerne entstammen dem Reich der Mitte. In den globalen Top 25 ist China das mit sieben Unternehmen meistvertretene Land. Frankreich als Zweitplatzierter kommt auf vier.

Archiv

2014:

Nach einer längeren Rezessionsphase konnte die europäische Baubranche 2014 ihr moderates Wachstum aus dem Vorjahr fortsetzen. Auch das Investitionsvolumen der Branche befindet sich mit einem 0,8-prozentigen Wachstum wieder im Aufwärtstrend. 2015 wird mit einem erneuten Investitionsanstieg um 2,1 Prozent gerechnet, 2016 sogar mit 3,5 Prozent. 

Den kompletten Report finden Sie nebenstehend zum Download

European Powers of Construction 2014

Ihr Ansprechpartner

Franz Klinger
Partner Real Estate
Tel: +49 (0) 89 290368362
fklinger@deloitte.de

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