Ladeinfrastruktur als Geschäftsfeld

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E-Mobility

Ladeinfrastruktur als Geschäftsfeld

Investitionen in Ladeinfrastruktur ermöglichen neue Geschäftsmodelle. Umso wichtiger ist es, Chancen und Risiken zu analysieren und aktiv zu managen.

E-Mobility ist auf dem Vormarsch. Doch kommt die Infrastruktur diesem Wachstum nach? Aktuell existieren im deutschen Ladesäulennetz deutlich weniger öffentlich zugängliche Ladesäulen als in Zukunft benötigt. Bis 2020 werden voraussichtlich 70.000 Ladesäulen notwendig sein, um die von der Bundesregierung angestrebte Zahl an Elektroautos mit Strom zu versorgen.

Wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen

In der E-Mobility sind die Verkaufszahlen bis jetzt weit hinter den Erwartungen, was nicht zuletzt mit dem langsamen Ausbau der Ladesäulen-Infrastruktur zusammenhängt. Die Bundesregierung hat sich jedoch zum Ziel gesetzt die E-Mobility zu fördern und bis 2020 eine Millionen Elektroautos auf die Straße zu bringen. Hierfür wurde ein milliardenschweres Maßnahmenpaket beschlossen. Diese Entwicklung bietet vielen Marktteilnehmer Chancen – vorausgesetzt sie verfügen über innovative energiewirtschaftliche Gesamtkonzepte.

Herausforderung Ladesäulen – ein Überblick

Grundsätzlich wird in Europa ein ladetechnik- und länderübergreifenden Einsatz von Elektrofahrzeugen ermöglicht. Dies ist durch diverse Standards und Normen geregelt.

Stand der Technik

Es gibt drei Arten von Ladestationen:

  1. Laden an einer gewöhnlichen Schuko-Steckdose, z.B. mithilfe einer „Wallbox“.
  2. Normalladepunkte mit maximal 22 kW Ladeleistung.
  3. Schnellladepunkte mit einer Ladeleistung von mehr als 22 kW.

Je nachdem welche Ladestation benötigt bzw. verbaut wird, hat dies Auswirkungen auf die benötigten Investitionen und die laufenden Kosten. Dies beeinflusst von wem und unter welchen Bedingungen die Infrastruktur bereitgestellt wird. Für den angestrebten breitflächigen Einsatz von Elektrofahrzeugen muss es gelingen, das Angebot an Ladepunkten mit einer Vielzahl an Marktteilnehmern umfangreich auszubauen, obwohl die Rendite zunächst negativ sein könnte.

Erweiterte oder neue Geschäftsmodelle im Bereich der Ladeinfrastruktur

Durch zusätzlich benötigte Infrastrukturen entstehen für Unternehmen aus unterschiedlichen Wirtschaftszweigen Möglichkeiten, neue und innovative Geschäftsmodelle zu entwickeln und von der Einführung der E-Mobility signifikant zu profitieren.

Besonders für drei Unternehmensgruppen stellt die Bereitstellung von Ladeinfrastrukturen eine sinnvolle Erweiterung ihrer Tätigkeiten dar. Diese sind:

  • Kernkompetenz Energieversorgung
  • Kernkompetenz Mobilität
  • Kernkompetenz Konsum und Real Estate

Über den wirtschaftlichen Erfolg bestimmen hierbei zahlreiche Faktoren, wie zum Beispiel der Umfang an Investitionen in Technik und IT, die zu erwartenden Erlöse am jeweiligen Standort und einmalige und laufende Kosten.

Um jedoch die mit dem Technologiewandel einhergehenden Risiken zu minimieren, müssen Unternehmen eine Vielzahl an wirtschaftlichen, technischen und soziologischen Faktoren berücksichtigen.

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Die Investitionen in Ladeinfrastruktur ermöglichen neue Geschäftsmodelle und damit die gewinnbringende Partizipation an der Entwicklung des Individualverkehrs. Sie sind jedoch auch mit erheblichen Risiken behaftet – u.a. deshalb, weil sich die technologische Entwicklung und die Zukunft des Individualverkehrs nicht in Gänze vorhersagen lassen. Umso wichtiger ist es, Chancen und Risiken zu analysieren und aktiv zu managen.

Als multidisziplinäres Beratungsunternehmen sind wir hierfür der ideale Partner. Unsere Teams aus den Bereichen Energy & Resources und Automotive besitzen umfassende Projekterfahrungen und Methodenkompetenzen für Aufgabenstellungen mit hohen technischen, regulatorischen und wirtschaftlichen Anforderungen.

Wir unterstützen Sie von der anfänglichen Marktanalyse über die Erstellung von Business Cases und dem Beantragen von Fördermitteln bis hin zur Projektumsetzung und zum Abschluss von Verträgen. Abbildung 4 gibt hierzu einen Überblick.

Kontaktieren Sie uns – wir sprechen gerne mit Ihnen über Ihr anstehendes Projekt.