Global Risk Management Survey

Perspectives

Ergebnisse des Global Risk Management Survey 2019

Aufkommende wirtschaftliche Gefahren und nicht-finanzielle Risiken

Finanzinstitute haben in der jüngsten Vergangenheit ihre Fähigkeiten zur Bewältigung von Markt-, Kredit- und Liquiditätsrisiken gestärkt. Nun stehen sie jedoch vor neuen Herausforderungen, da sie einer Reihe von aufkommenden nicht-finanziellen Risiken ausgesetzt sind. Die 11. Ausgabe des Deloitte Global Risk Management Survey bietet Einblicke in die Neuausrichtung des Risikomanagements. Diese ermöglichen es Unternehmen, sich an die veränderten Bedingungen anzupassen und sich vor erheblichen finanziellen Verlusten und Reputationsschäden zu schützen. Erfahren Sie mehr in der aktuellsten Ausgabe von Deloitte's fortlaufender Betrachtung des Risikomanagements in der globalen Finanzdienstleistungsbranche.

Schlüsselfragen und Ergebnisse der Studie

Für den Global Risk Management Survey 2019 wurden im Jahr 2018 Chief Risk Officers oder gleichwertige Positionen von weltweit 94 Finanzdienstleistern befragt, welche einer Gesamtbilanzsumme von 29,1 Billionen US-Dollar entsprechen.

Es wurden Schlüsselfragen zu aktuellen und sich entwickelnden Herausforderungen des Risikomanagements gestellt und zu den Maßnahmen, welche die Befragten zu deren Bewältigung unternehmen würden. Die wichtigsten Ergebnisse der Umfrage auf einen Blick:

  • Stetig wachsende Bedeutung des Cybersicherheitsrisikos
  • Verstärkter Fokus auf nicht-finanzielle Risiken
  • Das Potenzial des digitalen Risikomanagements
  • Bewältigung der Herausforderungen in Bezug auf das Modell der 3-Lines-of-Defense
  • Zunehmendes Vertrauen in Stresstests
  • Stärkere Kontrolle durch das Aufsichtsorgan
  • Umfassende Einführung der Rolle eines Chief Risk Officers (CRO)
  • Weiterhin zunehmende Verbreitung von Enterprise Risk Management (ERM)

 

Hier geht's zum vollständigen Global Risk Management Survey 2019:

 

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Eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse für den jeweiligen Bereich finden Sie in diesen kurzen Spotlight-Berichten:

Spotlight-Berichte

Insurance Spotlight
Insurance Spotlight

Versicherungsunternehmen müssen ihre Risiko- und Kapitalmanagementprogramme anpassen, um sich einer Vielzahl von wirtschaftlichen Bedrohungen zu stellen und um die sich ändernden regulatorischen Anforderungen zu erfüllen. Anstatt sich mit traditionellen Ansätzen zufrieden zu geben, wird das neue Umfeld eine stärkere Konzentration auf nicht-finanzielle Risiken erfordern, wie z.B. Cybersicherheit, Investitionen in die Verbesserung der Risikodaten-Governance und der IT-Systeme sowie die Neubewertung und Neuausrichtung der 3-Lines-of-Defense.

Der vielleicht bedeutendste Bruch mit den bisherigen Ansätzen wird durch digitale Technologien eingeleitet. Diese Technologien ermöglichen es den Versicherern, innovative neue Produkte zu entwickeln. Sie entlasten außerdem Risk Professionals von sich wiederholenden Aufgaben, damit sie sich stattdessen stärker auf die Identifizierung sich entwickelnder Risiken und auf die Wertschöpfung konzentrieren können. Die durch digitale Technologien ermöglichte schnellere Markteinführung von Produkten ist aber nicht zwingend abgestimmt auf das behutsame Tempo regulatorischer Stellungnahmen seitens der Aufsichtsbehörden. Die Versicherungsunternehmen müssen festlegen, wie nah sie sich an der Spitze der Innovation bewegen wollen, während sie gleichzeitig die sich weiter entwickelnden regulatorischen Anforderungen genau beobachten müssen.

Lesen Sie in unserem Insurance Spotlight, welche neuen Ansätze die Versicherungsunternehmen benötigen, um auf dieses sich schnell verändernde Umfeld zu reagieren.

Insurance Spotlight

Banking Spotlight
Banking Spotlight

Während sie auf einem sich schnell verändernden Markt gegen innovative Wettbewerber kämpfen, übernehmen Kreditinstitute neue Geschäftsmodelle. Dieser Schwenk lässt sich durch wirtschaftliche Bedrohungen und wachsende nicht-finanzielle Risiken begründen. Um diese Anforderungen erfolgreich zu erfüllen, sind neue Ansätze für das Risikomanagement erforderlich. Die Veränderungen betreffen u. a. ein intensiviertes Management nicht-finanzieller Risiken wie Cybersicherheit, Betrug, Datenintegrität und Drittanbieterrisiken, die Nutzung der Potenziale digitaler Technologien, die Verbesserung der Risikodatengovernance und der IT-Systeme sowie die Neubewertung der 3-Lines-of-Defense. Banken müssen ihre Risikomanagementkonzepte grundlegend ändern, wenn sie in diesem sich rasch entwickelnden Wettbewerbsumfeld erfolgreich sein wollen.

Erfahren Sie mehr in unserem Spotlight für Banken, in dem wir untersuchen, warum Banken ihre Risikomanagementansätze überdenken müssen, um diesen Herausforderungen zu begegnen – von der verstärkten Konzentration auf nicht-finanzielle Risiken bis hin zur Nutzung neuester Technologien der künstlichen Intelligenz (KI).

Banking Spotlight

Investmentmanagement Spotlight
Investmentmanagement Spotlight

Investmentgesellschaften kämpfen heftig um Marktanteile und Margen. Sie konkurrieren um Kundeninvestitionen, indem sie innovative Anlageprodukte und ein verbessertes Kundenerlebnis anbieten. Dieser Wettbewerb findet in einem breiteren Umfeld statt, das durch eine Reihe von drohenden wirtschaftlichen Gefahren und wachsenden nicht-finanziellen Risiken geprägt ist. Um diese Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen, müssen Investmentgesellschaften grundlegend neue Ansätze für das Risikomanagement verfolgen – die Nutzung fortschrittlicher Technologien, die zunehmende Konzentration auf nicht-finanzielle Risiken wie Cybersicherheitsrisiken und Risiken Dritter. Darüber hinaus müssen sie die Flexibilität bewahren, sich an ein im Wandel befindliches regulatorisches Umfeld anpassen zu können.

Investmentgesellschaften können Wettbewerbsvorteile erlangen, indem sie ihre Risikomanagementprogramme neu gestalten. Ansätze hierfür reichen von der Nutzung innovativer Technologien und alternativer Datenquellen bis hin zu einer stärkeren Fokussierung auf nichtfinanzielle Risiken.

Erfahren Sie in unserem Investmentmanagement Spotlight mehr darüber, wie Investmentgesellschaften mit diesen Risiken umgehen und ihre traditionellen Ansätze zum Risikomanagement überdenken.

Investmentmanagement Spotlight

Nonfinancial Risk Spotlight
Nonfinancial Risk Spotlight

Im Zuge einer Reihe von wichtigen Ereignissen, die auf nicht-finanzielle Risiken zurückzuführen sind, widmen Finanzinstitute und Aufsichtsbehörden dem breiten Spektrum nicht-finanzieller Risiken, wie zum Beispiel Cybersicherheit sowie dem Risiko aus Geschäftsbeziehungen mit Dritten, wesentlich mehr Aufmerksamkeit. Um diese Risiken wirksam zu managen, müssen die Institute die Funktionsweise des Risikomanagements und die dort adressierten Themenbereiche überdenken und neue Methoden und Prozesse für diese Risiken entwickeln.

Fortschrittliche Technologien wie kognitive Analytik, Machine Learning, Big Data und Verarbeitung natürlicher Sprache haben das Potenzial, mögliche nicht-finanzielle Risikoereignisse automatisch zu identifizieren, bevor sie auftreten. Dies ermöglicht es, präventive Maßnahmen zu ergreifen. Investitionen in die Risikodaten-Governance und IT-Systeme sind erforderlich, um Zugang zu den qualitativ hochwertigen und aktuellen Daten zu erhalten, die zur Quantifizierung dieser Risiken erforderlich sind, und um sie mit dem unternehmensweiten Statement zur Risikobereitschaft abzustimmen.

Über diese Schritte hinaus sind die Institute gut beraten, auch ihre Governance-Struktur zu verbessern, wie z. B. die Zusammenfassung ihrer Risikomanagementaktivitäten für nicht-finanzielle Risiken in einer separaten Stelle unter dem CRO.

Lesen Sie mehr in unserem Spotlight zu nicht-finanziellen Risiken, welche neuen Ansätze die Finanzdienstleister anwenden müssen, um diese Risiken effektiv zu managen.

Nonfinancial Risk Spotlight

Risk Governance Spotlight
Risk Governance Spotlight

Um die Vielzahl von wirtschaftlichen Bedrohungen und wachsenden nicht-finanziellen Risiken im heutigen, sich verändernden Geschäftsumfeld erfolgreich zu meistern, müssen Finanzdienstleister ihre Risikomanagementprogramme überarbeiten und grundlegend neue Ansätze verfolgen – von der verstärkten Aufmerksamkeit für Cybersicherheit und andere nicht-finanzielle Risiken bis hin zur Nutzung leistungsfähiger KI-Technologien, um mögliche Verlustpotenziale automatisch und vor dem Schlagendwerden zu erkennen.

Die erfolgreiche Bewältigung dieses Übergangs hängt von einer starken Risikogovernance ab. Diese schließt eine aktive Rolle der Geschäftsleitung bei der Überwachung und Hinterfragung der Aktivitäten, einen deutlich kommunizierten Risikoappetit und eine klare Definition der 3-Lines-of-Defense mit ein. Die wachsende Bedeutung nicht-finanzieller Risiken stellt eine zusätzliche Governance-Herausforderung dar. Dies betrifft auch die Sicherstellung einer angemessenen Überwachung durch den Aufsichtsrat, die Zuweisung einer klaren Managementverantwortung und die Definition eines Risikoappetits auch für schwer zu quantifizierende Risiken.

Erfahren Sie mehr in unserem Spotlight für Risk Governance, wie Finanzdienstleister ihre traditionellen Ansätze zum Risikomanagement überdenken und welche grundlegend neuen Ansätze sie verfolgen.

Risk Governance Spotlight

Risk Technology Spotlight
Risk Technology Spotlight

Der Wettbewerb im sich wandelnden Risikoumfeld erfordert neue Ansätze für Risikodaten und -systeme. Finanzdienstleister stehen in Konkurrenz mit neuen Wettbewerbern, die digitale Technologien einsetzen, um innovative Produkte anzubieten und diese direkt an die Verbraucher liefern. Kreditinstitute werden wahrscheinlich zu Open-Banking-Modellen übergehen, bei denen mehrere Institute mit dessen Zustimmung Zugang zu den Daten eines Verbrauchers haben.

Die Finanzdienstleister müssen ihre Prozesse zur Risikodaten-Governance stärken und den Zugriff auf relevante Daten mit hoher Qualität verbessern. Die Nutzung der Leistungsfähigkeit fortschrittlicher Technologien – wie Cognitive Analytics, Machine Learning, Big Data, Cloud Computing, Natural Language Processing und Blockchain – wird es den Unternehmen ermöglichen, die Kosten für das Risikomanagement durch die Automatisierung sich wiederholender manueller Aufgaben erheblich zu senken. Auch die Wirksamkeit des Risikomanagements lässt sich stärken, indem große Mengen an strukturierten und unstrukturierten Daten automatisch gescannt werden, um potenzielle Schadensereignisse zu identifizieren, bevor sie schlagend werden.

Erfahren Sie mehr in unserem Risk Technology Spotlight über die transformative Kraft dieser Technologien und wie sie dabei helfen können, das Risikomanagement auf eine völlig neue Ebene zu heben.

Risk Technology Spotlight