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Regulatory Reporting

Meldewesen und Offenlegung

Mit Blick auf das regulatorische Meldewesen und die aufsichtsrechtliche Offenlegung muss auch weiterhin mit einer stetigen Veränderung und Zunahme der Anforderungen an die Institute gerechnet werden.

Während auf der einen Seite neue Meldepflichten hinzukommen (z. B. AnaCredit), verringert sich der „Bestand“ an Meldungen (z. B. Bilanzstatistik oder Millionenkredit) kaum oder nur mit sehr langen Übergangszeiträumen. Die Herausforderungen stellen sich dabei auf verschiedenen Ebenen:

Fachliche Meldewesen- und Offenlegungsanforderungen

Die laufende Weiterentwicklung des Aufsichtsrechts schlägt sich zumeist in steigenden Anforderungen nieder, deren Auswirkungen auf die Häuser zunächst analysiert werden müssen. Vielfach nehmen die Komplexität der Anforderungen und die Zahl der in den Banken betroffenen Bereiche zu, beispielsweise durch eine immer stärkere Verknüpfung von aufsichtsrechtlichen Informationen mit Werten aus dem Rechnungswesen.
Zu beobachten ist zudem, dass die Zahl der Standardsetter und Aufsichtsbehörden, die aufsichtsrechtliche Anforderungen entwickeln, in Recht umsetzen oder auslegen, in den letzten Jahren stark zugenommen hat. Von der EU-Kommission über das EU-Parlament und den Rat der Europäischen Union, die EBA, die EZB, die BaFin, die Deutsche Bundesbank, bis hin zu SRB und FSMA sind eine Vielzahl von Institutionen und Behörden in die grenzüberschreitende Regulierung und Beaufsichtigung der europäischen Banken involviert. Damit ergibt sich ein kompliziertes Geflecht von fachlichen Kompetenzen und Zuständigkeiten, das die Auslegung und Umsetzung der komplexen aufsichtsrechtlichen Regelungen für die Institute zusätzlich erschwert. Die Institute müssen daher ein sehr breites Spektrum an Fachwissen vorhalten, um den multiplen Anforderungen gerecht zu werden.

IT- und Datensicht

Neben veränderten und erweiterten Inhalten besteht eine anhaltende Tendenz zu mehr Granularität und einer erhöhten Berichtsfrequenz. Dies gilt insbesondere für diejenigen Institute, denen nicht aus Proportionalitätserwägungen Erleichterungen zugestanden werden. Die Bedeutung der Themen Data Governance, Datenqualität und Datenlieferstrecken für das Meldewesen nimmt damit zu. Zwar haben viele Institute bereits mit der Umsetzung von BCBS #239, durch das genau diese Themen adressiert werden, begonnen, aber es handelt sich hierbei um langlaufende Projekte, die weitere Kapazitäten im Meldewesen binden. Gleichzeitig sind auch die Geschäftsmodelle der Banken in immer stärkerem Maße von neuen Regulierungsinitiativen betroffen und in gleichem Maße nimmt damit die Bedeutung von granularen Daten für die Analyse neuer Anforderungen mit Blick auf Geschäftsmodelle aber auch die Risikosteuerung zu.
Weitere Tendenzen sind zum einen die zunehmende Verknüpfung von Finanz- und Risikodaten (beispielsweise in der neuen Offenlegung) und zum anderen die erhöhten Anforderungen der Aufsicht an die Konsistenz und Abstimmbarkeit zwischen verschiedenen Meldungen.
Hier ist nicht nur ein fachliches Verständnis der geforderten Meldeinhalte erforderlich, sondern in besonderem Maße auch technisches Know-how, um die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den verschiedenen Meldungen möglichst effizient abzubilden.

Kosteneffizienz

Weder die Erstellung der Meldungen noch der Offenlegungsberichte sind wettbewerbsrelevante Disziplinen. Wenngleich die notwendige Datenbasis auch für interne Zwecke genutzt wird oder genutzt werden kann, so bleibt die reine Meldungserstellung eine aufsichtsrechtliche Pflicht, die es möglichst kostengünstig abzuwickeln gilt.
Hier sind moderne Konzepte der Leistungserstellung gefragt, von der temporären Unterstützung um Spitzen abzufedern, über dauerhafte Kooperationsmodelle bis hin zur vollständigen Auslagerung.
Deloitte unterstützt Sie gerne in all diesen Facetten vor allem mit dem Hintergrund prüfungsnaher Beratung und der Erfahrung aus zahlreichen Umsetzungsprojekten.

Ihr Ansprechpartner

Alexander Bommes

Alexander Bommes

Partner Risk Advisory

Alexander Bommes ist Partner im Bereich Wirtschaftsprüfung/Risk Advisory. Er hat 30 Jahre Erfahrung in der Finanzdienstleistungsbranche. In den vergangenen neun Jahren hat er in einem internationalen ... Mehr